Der Fall Ermyas Mulugeta oder wie man Rassismus künstlich erzeugt

In der Nacht zum Ostermontag 2006 ist der Deutsch-Äthiopier
sturzbetrunken in Potsdam unterwegs. Er pöbelt
herum, wurde deshalb aus einem Bus verwiesen. An der Bushalte –
stelle kommt es dann zu einem Streit zwischen ihm und zwei Tür –
stehern, in dessen Verlauf einer dieser beiden Männern dem
Farbigen einen Faustschlag versetzt, durch dessen Folgen der
Farbige ein schweres Schädel-Hirntrauma erleidet. ´´ Auch
wollen mehrere Zeugen den Tathergang beobachtet haben : So
soll Ermyas M. zwei Männer zuvor angepöbelt und einem von
ihnen ins Gesäß getreten haben – doch weder Zeugen noch
das Opfer selbst können vor Gericht die Täter zweifelsfrei
identifizieren
„ ( Tagesschau vom 15.06.2007 ).
Sofort wird dieser Streit unter Betrunkenen zu einer ´´ aus –
länderfeindlichen Straftat „ verklärt und der Bundesstaats –
anwalt höchstpersönlich reist extra an. ´´ Als Generalbundes –
anwalt Kay Nehm zwei Tage nach dem Angriff die Ermittlungen
an sich zieht, ist die Tat bereits zum Politikum geworden.
Nehms Begründung: Das mögliche rassistische Motiv sei
“ bestimmt und geeignet, die innere Sicherheit der Bundes –
republik zu beeinflussen“ – und das rechtfertige den Einsatz
der Bundesstaatsanwaltschaft. Der Tatvorwurf lautet versuchter
Mord
„ ( Tagesschau vom 15.6.2007 ). Bundesstaatsanwalt Kay
Nehm hatte demnach ganz bewusst den Fall an sich gerissen, um
eine gewisse Politik in seinem Sinne zu beeinflussen !

Demnach wurde also die Aufklärung des Falles von einer von
vornherein parteiischen Bundesstaatsanwaltschaft betrieben
und von linken Medien propagiert. Auch bislang eher profillos
wirkende Politiker versuchen den Vorfall regelrecht zu ins –
trumentalisieren : ´´ Politiker und Öffentlichkeit beschäftigen
sich mit dem Fall Ermyas M. noch intensiver. Man prägt den
Begriff der so genannten No-Go-Areas für Ausländer im Osten
Deutschlands
.„( Tagesschau vom 15.06.2007 ).
Natürlich schien es für die deutsche Staatsanwaltschaft ein
rassistisches Strafmotiv zu sein, denn wie konnte es sich in
diesem Deutschland ein Deutscher wagen, wenn er von
Personen mit Migrantenhintergrund vollgepöbelt und getreten
wird, sich dagegen zu wehren ? Nicht in diesem Deutschland !
Und so nahm das Strafverfahren seinen hochpolitischen Lauf.

Ermyas M. hatte sein Handy an als es zu dem besagten Zusam –
menstoß kam. Allein schon die Berichterstattung in jenen Tagen
nach dem Vorfall, macht klar in welche Richtung es geht :
´´ Sie waren zu zweit. Und weil es dunkel war und die
Straße menschenleer, waren sie auch mutig. “ Hallo, Nigger“,
haben sie ihn angepöbelt. Zu diesem Zeitpunkt hat Ermyas M.
noch nicht geahnt, daß er zwei Totschlägern gegenüberstand,
die laut Fahndungsbeschreibung der Polizei so aussehen :
“ 170-180 cm groß, helle Kurzhaarfrisur, dunkel gekleidet “
und : “ 180-190 cm groß, von kräftiger Statur, extrem kurz –
haarig, möglicherweise Glatze, bekleidet mit schwarzer
Bomberjacke mit weißem Logo oder Aufdruck, zirka dreißig
Jahre alt
.“ ( Hamburger Abendblatt vom 20.April 2006 ).
Zugleich verweist im selben Blatt die Autorin Maike Röttger
in eben derselben Ausgabe vom 20.4.2006 darauf hin, dass
´´ Rechtsextremismus „ natürlich vor allem ein Problem in
Ostdeutschland sei und wieder einmal mehr die NPD an allem
daran Schuld sei.
Wir sehen schon damals war es also in den Medien üblich einen
künstlich erschaffenen Vorfall in schamlosester Weise auszu –
nutzen und dann den einem unangenehmen politischen Gegner zu
bezichtigen für den Vorfall verantwortlich zu sein. Das hatte
schon damals Methode und gegenwärtig erleben wir diese gängige
Masche von Politik und Medien gerade im Zusammenhang mit der
PEGIDA-Bewegung.
Ebenso die widerwärtige Anbiederung seelenloser Journalisten
bei dem vermeintlichem Opfer : So kommentierte damals der
Autor Marius Schneider kommentierte, das Opfer sei ´´ einer
von uns
„. Sein Fazit : ´´ Dieser Mann ( Ermyas M. ) ist einer
von uns. Die Schläger sind es nicht
„.
Nun wissen wir zwar nicht, ob damals der Journalist Marius
Schneider auch betrunken in Bussen und Haltestellen herum
zu randalieren pflegte, und mit Drogen dealte ( weswegen
Ermyas M. seinen letzten Job als Kellner verloren, weil
er mit seinen farbigen Kumpanen in der Gaststätte gedealt
hatte ) aber der Grundtenor seiner Aussage ist klar : Aus –
grenzung von Menschen gilt nur für Deutsche, besonders für
die Ostdeutschen. Man hat für die Medien sofort das altbekannte
Schema ´´ Ostdeutschland – Rechtsradikale „ aus der untersten
Schublade hervorgeholt. Nun gehörte Marius Schneider und andere
Journalisten wirklich dazu !
Ähnlich wie es das ´´ Hamburger Abendblatt „ tat, schießt
sich nun sofort die gesamte Presse – und andere Medien auf
dieses Thema propagandistisch ein.

Aber weiter zum eigentlichen Tathergang : Man hört während des
Streits das Wort ´´ Nigger „ in dem Telefonmitschnitt von
Mulugetas Handy und das alleine reicht aus als Vorwand für
eine diesbezügliche Anklage gegen die Deutschen. Das der sich
angeblich so ruhig verhaltene Farbige darin jedoch zuvor die
Worte ´´ altes Sauenarschloch „ fallen ließ, wird uns gar
damit erklärt, dass es der ´´ Kosename „ ( BILD ) für seine
Frau gewesen wäre.
Keine Frauenrechtlergruppe oder Femenorganisation protestiert
natürlich dagegen, wie abschätzig dieser Farbige seine Frau
Silke behandele, nein eher im Gegenteil gehen am 21.April 2006
Tausende in Potsdam für eben diesen Schwarzen,Ermyas M. auf die
Strasse und demonstrieren gegen ´´ Ausländerfeindlichkeit „!
Und die beiden Türsteher, da sie ja ´´ kurzgeschorene Haare „
hatten und ´´ Bomberjacken „ trugen, wurden sofort als
´´ Rechte „ identifiziert. Immer wieder, geradezu penetrant
wird in den Medien darauf hingewiesen, dass Ermyas M. Ingenieur
sei, die beiden Deutschen dagegen nur Türsteher. Davon ab, dass
Ermyas die meiste Zeit in Deutschland nur als gewöhnlicher Kellner
gearbeitet hatte. Aber der Grundtenor in der zumeist linkslastigen
Presse ist eindeutig : Hochgebildeter Farbiger wird von primitiven
Glatzen zusammengeschlagen.
Wir erleben hier wie die antirassistische und antidiskriminierende
Presse doch voller Vorurteile steckt, die sich wiederum nur gegen
Deutsche, in diesem Fall aber besonders gegen Ostdeutsche richtet.
Nicht das diese Medien, inzwischen ´´ Lügenpresse „ genannt, je
etwas daraus gelernt hätte.
Erst sehr spät wird bekanntgegeben, dass es sich bei diese beiden
Deutschen gar nicht um so genannten ´´ Rechten „ handelte. Aber
Richtigstellung liegt den Journalisten, die dazu gehören wollen,
nun einmal nicht ! Dagegen aber lief deren Propagandamaschinerie
in ihren Medien, beflügelt von der bevorstehenden Fußball-WM und
die Vernetzung mit einer möglichen Gefahr von ausländischen Be –
suchern derselben durch rechtsradikale Ostdeutsche bereits auf
Hochtouren. Farbige in Deutschland benutzten den Vorfall u. a.
propagandistisch aus, um eine Art Landkarte zu erstellen in der
vor Betreten bestimmter Orte gewarnt wurde.
Auf Orte an denen man auf Leute wie Leute Ermyas M. oder Ouri
Jalloh treffen kann, oder auf deren schwarze Drogendealer, ver –
wiesen diese Landkarten natürlich nicht !
Als Entschuldigung für jene Deutschen, die als vermeintliche
Täter vorverurteilt und abgestempelt worden waren, nur weil
in der so schönen antirassistischen Welt immer der Deutsche
der Täter und damit Schuldige zu sein hat, galt eine angeb –
liche Verwechslung : Die ´´ Süddeutsche Zeitung „ erklärt
uns dass dmit : ´´ sei der Täter Thomas M., der momentan
in Untersuchungshaft sitzt, mit einem in Potsdam als “ Hitler “
bekannten Rechtsextremisten verwechselt worden
„.
Das ist also üblich, aber wehe dem, das einmal ein Farbiger mit
einem ortsansässigen Drogendealer verwechselt wird. Wir ahnen,
das ist dann wieder purer Rassismus !

Während in den Medien wieder einmal eine regelrechte Kampagne gegen
Rechts anlief,so titel u.a. Stern Online am 18. April 2006 : ´´ Der
brutale Überfall auf einen Deutsch-Äthiopier in Potsdam ist der neue
Höhepunkt rechter Gewalt in Brandenburg
„, geriet derweil nun auf
einmal das vermeintliche ´´ Opfer „ Ermyas M. selbst immer mehr in
den Mittelpunkt der Ermittlungen. Nach Zeugenaussagen soll das spätere
Opfer mit der körperlichen Auseinandersetzung angefangen haben, wie die
´´ Berliner Morgenpost „ unter Berufung auf sichere Quellen berichtet.
Das gehe aus der Vernehmungsakte hervor, in der drei Zeugen, zwei Taxi –
fahrer und eine Frau, dies unabhängig voneinander geschildert hätten.
Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte besagter Zeitung auf Anfrage,
dass Details der Ermittlungen nicht kommentiert würden. Solche Details
würden also ´´ nicht kommentiert „ und dass nachdem zuvor dieselben
Leute, allen voran die Bundesstaatsanwaltschaft, augenblicklich, ja
Wochen lang in die Tat einen ´´ rechtsradikalen Hintergrund „
hineinkommentiert hatten !

Ein weiteres Indiz dafür das Bundesstaatsanwaltschaft und allen voran
der damalige Generalstaatsanwalt Kay Nehm ( *1941 ) in diesem Fall
überaus parteilich handelten ! Es sollte überhaupt einmal geklärt
werden, wie bei derartigen Vorfällen immer gleich einschlägige In –
formationen über die so genannten ´´ rechten Straftäter bzw. Ver –
dächtige „ an die Presse gelangen, wobei ähnlich artige Informationen
über den sozialen Hintergrund des Opfers mit Migrantenhintergrund stets
zurück gehalten werden.

Nach und nach kam nun auch die Wahrheit über das ´´ Opfer „ Ermyas
M. ans Licht. Zeugen, welche ihn von früher her kannten, erinnerten
sich auf einmal : ´´ Ermyas M. soll auf jede kleine Anspielung – auf
jede leine Diskriminierung – aggressiv – und auch mit körperlicher
Gewalt geantwortet haben.„. Ein anderer schildert ihn sodann
als ´´ aggressiv, gewaltbereit – einer tätlichen Auseinandersetz –
ung nie abgeneigt
. „. Trotzdem aber wurde der Fall Ermyas M.
auch weiterhin von vielen Politikern, allem voran den Linken und
den üblichen Protestlern zu einer ausländerfeindlichen Straftat
hoch gepuscht und für ihre Zwecke weidlich ausgenutzt.

Erst die Gerichtsverhandlung gegen die beiden Deutschen deckte
dann endgültig auf, dass es sich nur um eine gewöhnliche Schlägerei
unter Betrunkenen gehandelt habe. Trotzdem aber geistert Ermyas
M. weiterhin als ´´ Opfer einer ausländerfeindlichen Straftat „
durch die Presse.
Wer hat also solch ein Interesse daran, derartige Vorfälle hochzu –
spielen und weshalb ? Ging es in den Medien einzig und alleine
darum, den Menschen dadurch eine aktive rechte Szene in Ostdeutsch –
land vorzugaukeln ?    Wie schonungslos man mit den so genannten
´´ rechten „ Straftätern umgeht, wird in diesem Fall sehr deutlich.
Zeigt man gegen Straftäter mit Migrantenhintergrund durchaus fast
immer Milde, werden die deutschen Angeklagten da schon ganz anders
behandelt : ´´ Wie auf der Achterbahn geht´s zu in der Haftsache
Björn L., eines der beiden Tatverdächtigen im Potsdamer Fall Ermyas
M. Nachdem das Verfahren zwischenzeitlich von der Generalbundesan –
waltschaft an die Potsdamer Strafverfolgungsbehörde zurückgegeben
wurde und sich damit auch die haftrichterliche Zuständigkeit wieder
in die brandenburgische Hauptstadt verlagert hat, wurde der 29-
Jährige heute mal wieder von der Untersuchungshaft verschont, wie
bild-online in seinem Newsticker berichtet. Der Beschuldigte müsse
sich aber täglich bei der Polizei melden. Die Staatsanwaltschaft
hat gegen die Haftverschonung Beschwerde eingelegt, über die jetzt
das Landgericht Potsdam entscheiden muss. Dies wird aber erst nach
Pfingsten der Fall sein. Björn L., der nach wochenlanger Haft
zwischenzeitlich schon einmal entlassen, einen Tag später dann
aber erneut verhaftet wurde, kann sich über das muntere Spiel
sicher nur bedingt freuen. Rein in die Kartoffeln, raus aus den
Kartoffeln, wie wir Niederrheiner zu sagen pflegen …

( Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER am
2. Juni 2006 ).

Der in den sensationsgeilen Medien wegen seiner Stimme immer wieder
als ´´ Pieps „ verunglimpfte Björn L. bekam, nunmehr zu einem
´´ Rechten „ degradiert, die ganze Härte des deutschen Gesetzes zu
spüren. Wochenlang offenbar völlig zu Unrecht in Untersuchungshaft
sitzend, musste er noch bis zum Februar 2007 warten, ehe am 7.Februar
2007 der Prozeß gegen ihn begann. Die vorgeblichen deutschen Täter,
welche in den Medien von Vornherein vorverurteilt und zu Rechtsradi –
kalen hoch stilisiert wurden und noch dazu zu einem Pseudonym für
eine ganze Gruppierung von Menschen in Ostdeutschland gemacht wurden,
steht ein vorgebliches Opfer gegenüber, das nachdem es seine Fälle
mehr und mehr davonschwimmen sieht, urplötzlich auch noch an Gedächt –
nisverlust zu leiden beginnt. ´´ Es sei nach Auskunft seiner Ärzte
äußerst unwahrscheinlich, dass sich der Familienvater jemals an
den Angriff erinnern werde, sagte Thomas Zippel, der Anwalt des
Deutsch-Äthiopiers
„ ( Spiegel Online vom 27.6.2006 ).
Während den so genannten Tätern, dem damals 29 Jahre alten Björn
L. aus Wilhelmhorst und dem 30jährige Thomas M. aus Potsdam,
dessen einziges Verbrechen offensichtlich in den Medien darin
bestand ´´ Ostdeutsche „ zu sein, von vornherein wenig Sympa –
thien entgegen schlagen, wird das so genannte ´´Opfer „ in den
Medien mit Sympathiekundgebungen geradezu überhäuft, finanziell
von Linken und Migrantenorganisationen unterstützt und avisiert
gar noch zum Medienstar : Der Verein ´´ Löwenherz „ wird im
April 2007 um Ermyas M. herum gegründet. ´´ Steffi M., die
Ehefrau von Ermyas, steht hinter einem Tisch auf dem Sportplatz
und verteilt Luftballons an müde Jogger. Beim sonntäglichen
Volkslauf eines Potsdamer Sportvereins informiert sie über
die Aktivitäten von Löwenherz e.V., dem Verein, der sich um
ihren Mann Ermyas M. gegründet hat. Erst letzten Sonntag hat
der Verein ein Fest auf dem Luisenplatz in Potsdam organisiert,
1000 Gäste feierten unbeschwert unter dem Motto “ Bunt tut gut “
und erinnerten damit an die Kundgebung vor einem Jahr

( Spiegel vom 16.4.2007 ).

Es kommt zu Demonstrationen für Ermyas M., u.a. gehen in Potsdam
4.000 Menschen für ihn auf die Straße. Der durch einen Schlag auf
dem Kopf offenbar bekehrte Ermyas mutiert gar zum mustergütigen
Spendensammler : ´´ Bundesweit sucht Ermyas M. nach Partnern,
technischen Lösungen und Helfern. In dem äthiopischen Dorf
Gudalema leben mehr als 3000 Menschen ohne frisches Trinkwasser.
Mit einem Teil der Spenden will der Wasserbauingenieur dort 12
Brunnen bohren. Er kennt das unwirtliche Hochland, 250 Kilometer
von der Hauptstadt Adis Abeba entfernt. Als junger Student hat
er geholfen, mannshohes Gras zu roden und für die ersten Siedler
Hütten zu bauen. Vielleicht ist er in Gedanken bei diesen archa –
ischen Bildern, wenn sich die Zeugenbefragungen in seinem Prozess
in Details verlieren
. „ ( Spiegel vom 16.4.2007 ).
In der Tat sind gewissen Medien in Deutschland – und das nicht nur
dem ´´ Spiegel „ – genaue Details des Tatherganges wohl eher
unangenehm.

Entgegen aller Bemühungen, der den Vorfall hochputschenden Presse,
beginnt allerdings im Lande die Sympathie für das Opfer mehr und
mehr zu sinken : ´´ Nachdem allerdings bekannt wurde, dass
Ermyas M. zur Tatzeit betrunken war und selbst provoziert haben
könnte, ist die Stimmung teilweise gekippt Dem Opfer die Schuld
an der Tat zu geben ist ein typischer Reflex,“ sagt Judith Porath
von der Opferperspektive Brandenburg. Tatsächlich sind einige
Potsdamer der Meinung, Ermyas M. sei selbst schuld an der Ver –
letzung und manche fordern sogar, er solle die Spenden zurück –
geben
„ ( Spiegel vom 16.4.2007 ).
Dagegen ist dann wohl den Täter zum Opfern umzuwandeln der typ –
ische Reflex von Organisationen, wie sie Judith Porath anzuge –
hören scheint !

Schließlich endete der ganze Prozeß, wie nicht anders zu erwar –
ten, nach neunzehn Prozeßtagen, gegen die beiden zu Unrecht
beschuldigten Deutschen in einer letzten Farce. Angeblich
konnten die beiden wegen ´´ gefährlicher Körperverletzung
und unterlassener Hilfeleistung „ 30 – und 32jährigen An –
geklagten nunmehr nicht mehr eindeutig als Täter identifiziert
werden und wurden deshalb freigesprochen.
Der eigentliche Hauptschuldige in diesem Prozeß, Ermyas M.,
so wohl nur froh, nicht selbst als der ja eigentlicher Ver –
ursacher der Schlägerei gerichtlich belangt worden zu sein,
bekommt, wohl um den Schein zu wahren, in genau den Medien,
welche ihn so lange hofiert hatten, nun auch noch die Gelegen –
heit, sich gar noch als versöhnliches aber etwas enttäuschtes
Opfer darzustellen, dass an die Demokratie glaube und deshalb
dieses demokratisch-rechtstaatliche Urteil akzeptiere.
´´ Auch für Mulugeta bleiben nach den Freisprüchen Rest –
zweifel an der Unschuld der Männer. Bei ihm sei nicht jegliches
Gefühl weg, dass sie etwas mit der Tat zu tun hatten, sagte er
nach dem Urteil am Freitag vor dem Potsdamer Landgericht. Aber :
“ Wenn nicht ausreichend Beweise da sind, müssen sie frei ge –
sprochen werden.“ Mulugeta lobte zugleich das Gericht, das deut –
lich gezeigt habe, dass es die Wahrheit finden wollte

( RBB Online vom 15.6.2007 ).
Nun ja, auch bei uns bleiben erhebliche ´´ Restzweifel „ an
diesem mehr als fraglichem Fall zurück.

Im Mai 2008 legt der Verein ´´ Opferperspektive „ eine aus –
führliche Dokumentation des Falls Ermyas M. vor. Darin heißt
es u.a. : ´´ Das Fazit ( S. 49-51 ) fällt verheerend aus :
Ermyas M. sei „von allen Seiten instrumentalisiert“ worden.
„ Das Verfahren und seine mediale Aufbereitung haben die Arbeit
gegen Rassismus in der BRD zurückgeworfen.“
Besonders kritisch wird die Rolle der Medien bewertet : „Große
Teile der Presse haben mit der Verbreitung von Gerüchten und
Spekulationen und den teilweise stark manipulativen Darstell –
ungen zur Vernebelung des Falls maßgeblich beigetragen und 

versagen noch in der Schlussbewertung als Kontrollinstanz
.“
Die ´´ Tagesschau kommentierte am 15. Juni 2007 das Strafver –
fahren kurz und sachlich : ´´ Das Urteil im Prozess um den
brutalen Übergriff auf Ermyas M. aus Potsdam ist keine Über –
raschung – alle Prozessparteien plädierten auf Freispruch.
Das ist bemerkenswert ob der hitzigen Diskussion vor einem
Jahr
.„

Im Mai 2009 steht der Äthiopier Ermyas M. dann selbst, diesmal
wegen Betruges vor Gericht. ´´ Der Deutsch-Äthiopier Ermyas
M. ist vom Amtsgericht Potsdam wegen Betrugesverurteilt worden.
Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gestern. Der
Strafefehl in Höhe von mehreren Hundert Euro ist seit Mitte April
rechtskräftig. Dazu äußerte sich der Sprecher nicht . . . Das Amts –
gericht habe Ermyas M. nun wegen Prozesskostenhilfebetruges ver –
urteilt, sagte der Sprecher der Staats -anwaltschaft. Nach Auf –
fassung des Gerichtes hatte der Beschuldigte falsche Angaben
zu seinen Finanzen gemacht. dpa/MAZ
„.
( ´´ Märkische Allgemeine „ vom 13.5.2009 ).
´´ M. habe den Strafbefehl „ akzeptiert “, so der Sprecher weiter.
Hintergrund des nicht-öffentlichen Verfahrens war der Vorwurf, dass
der Wasserbauingenieur mit falschen Angaben zu seinen finanziellen
Verhältnissen Prozesskostenhilfe beantragt hatte. M. war in dem
Prozess gegen zwei Männer, die ihn zusammengeschlagen haben sollen,
als Nebenkläger aufgetreten. Unmittelbar nach der Attacke gegen
ihn hatte der SPD-nahe Verein „Brandenburg gegen Rechts“ in Potsdam
rund 50.000 Euro gesammelt, die für die Bewältigung der Folgen des
Übergriffs und unter anderem auch für die Begleichung von Prozess –
kosten gedacht waren. Der Prozess gegen die beiden Beschuldigten,
die verdächtigt worden waren, M. misshandelt zu haben, endete im
Juni 2007 mit reisprüchen aus Mangel an Beweisen. Der Fall des
Deutsch-Äthiopiers hatte monatelang hohe Wellen geschlagen. Da
zunächst vieles auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund der
Tat hindeutete, übernahm der damalige Generalbundesanwalt Kay
Nehm unmittelbar nach dem gewalttätigen Übergriff die Ermittlungen.
Da sich die Tat kurz vor der Fußball-WM 2006 in Deutschland er –
eignete, war sie für verschiedene Gruppen und Initiativen Anlass,
ausländische Besucher der WM vor Aufenthalten im Berliner Umland
zu warnen. Das wiederum erboste viele Brandenburger Politiker,
allen voran Innenminister Jörg Schönbohm ( CDU ). Im Prozess gegen
zwei Tatverdächtige brach die Indizienkette der Staatsanwaltschaft
gegen die beiden Angeklagten Stück für Stück zusammen. Mehrere
Zeugen widerriefen frühere Aussagen, vermeintliche Beweise er –
wiesen sich als nicht stichhaltig, der ursprüngliche Tatverdacht
des versuchten Mordes wurde auf eine Anklage wegen gefährlicher
Körperverletzung reduziert, und am Ende stand schließlich ein
Freispruch für die Angeklagten
„ ( ´´ Berliner Morgen –
post „ vom 12.Mai 2009 ).
Wie schon im Jahre 2007 beim ersten Prozeß, wo der eigentliche
Anstifter der Schlägerei, der betrunkene Rüpel Ermyas M. sich
durch Migrantenbonus vom wahrem Täter zum unschuldigen Opfer
verklären ließ, kann er sich natürlich auch im zweiten Prozeß 2009
mit einer geradezu lächerlichen Summe von ein paar Hundert Euro
freikaufen. Der in diesem Fall überaus parteilich und voreingenommen
agierende Generalstaatsanwalt Kay Nehm ging 2006 in den Ruhestand.
Seinen Posten übernimmt die Staatsanwältin Monika Harms ( *1946 ).
Mehr ist zu diesem Fall nicht zu sagen.

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