Zum Wahlkampf der Malu Dreyer

In Rheinland-Pfalz darf sich SPD-Spitzenkandidatin Malu Dreyer
wohl sehr wenig Hoffnungen auf eine Wiederwahl machen. Das
mag wohl nicht nur daran liegen, das sie für ihren Wahlkampf
die Agentur Butter ausgewählt, deren Berater Frank Stauss ihr
zu einer Art US-amerikanischen Wahlkampf geraten, worunter
Stauss versteht, dass man unerbittliche Härte vor allem gegen
sich selbst braucht, um den Wahlkampf zu gewinnen.
Ihr Chef Sigmar Gabriel scheint eine PR-Agentur gewählt zu
haben, die gerne Sätze von Diktatoren klaut oder wie sonst
soll man es verstehen, dass der Gabriel bei Malu Dreyers
Wahlkampf nun von der ´´ Mutter aller Schlachten „ daher –
faselt. So gesehen, kann die Dreyer eigentlich nur verlieren.
Zumal, wenn man dazu noch die Grünen als Partner an der
Backe hat. Und wenn ihr Wahlberater wirklich etwas taugt,
dann hat der längst erkannt, das die größte Schwachstelle
im Wahlkampf in der eigenen Unterstützung liegt. Denn
nichts würde Malu Dreyer mehr schaden als wenn Gabriel
in ihr Bundesland kommen und sie mit eine seiner berühmt –
berüchtigen Wahlkampfreden unterstützen täte. Gewohn –
heitsgemäßig nämlich steigen nach solch Gabriel-Reden die
Werte der AfD in einen zweistelligen Bereich, wohingegen
die Umfragewerte der SPD quasi in den Keller gehen. So
entscheidet eigentlich nur eines den Wahlkampf : Kommt
Sigmar Gabriel ? Mit dem sicheren Gespür einer Schmeiß –
fliege für Kothaufen, so läßt Gabriel nämlich kein Fettnäpf –
chen aus und dass er nun den Spruch eines Diktators, den
der kurz vor seiner totalen Niederlage verwendet, zum Sinn –
bild des Wahlkampfes macht, zeigt der Dreyer, dass sie da
eigentlich schon verloren ist. Kein Wunder also, dass sie
da bereits zunehmend über ein Ende ihrer politischen
Karriere nachzudenken beginnt.
Für den Fall nämlich, das der ´´ Vater aller Elefanten „,
Sigmar Gabriel ins Rheinland kommt, um dort genügend
teures SPD-Porzellan zu zertrampeln, hat Malu Dreyer bis –
lang keine Strategie entwickeln können, sondern nur eine
Tüte Erdnüsse in ihrer Dienstlimousine deponiert.
So also schon im Vorfeld reichlich deprimiert, traut sich
Frau Dreyer gar nicht erst so richtig an ihre eigentliche
Konkurrenz, die Julia Klöckner von der CDU heran. Im
Vorfeld überließ sie es anderen Genossen die Klöckner
madig zu machen. Konfrontation liegt der Dreyer nicht,
eher schon das freundliche Anbiedern. Und ausgerechnet
diese, ihre größte Stärke, kann sie nun im Wahlkampf nicht
bringen.
Der Artikel im ´´ Tagesspiegel „ ´´ Herzlich aber hart, nicht
nur zu sich selbst „ zeigt hinter den Kulissen ein aussage –
kräftiges Bild über die SPD-Genossen um Dreyer : Die be –
kommen noch nicht einmal ein paar belegte Brötchen hin !
Indessen macht Frau Dreyer ganz einen auf Mutti Merkel,
etwa wenn sie sagt ´´ Kinder so geht das jetzt gar nicht ! „
oder ´´ Ich entscheide das schon „. Aber ob das am Ende
reichen wird, nur noch die Kopie einer Kopie zu sein ?

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