Zum Abgang von Ahmet Davutoglu

Er sah immer aus als hätte da irgend jemand versucht sich
mit Teilen aus der Grabbelbox einen neuen Möllemann
zusammenzubasteln und daher fehle es ihm an jeglicher
eigener Substanz. Und genau so trat dann der türkische
Ministerpräsident Ahmet Davutoglu auch auf, ganz als
Marjonette von Erdogan. Nun hat die Majonette ihre
Schuld getan und Recep Tayyip Erdogan benötigt ihn
nicht mehr. Man gönnte ihm noch einen letzten Auf –
tritt als Davutoglu die Forderungen seines Sultans der
EU verkündete und die Merkel an der Leine allen vor –
führen durfte. Nun aber steht der willige Befehlsemp –
fänger dem Machtmenschen Erdogan nur noch im
Weg. In früheren Zeiten schickte man den abgesetzten
Wesiren eine Seidenschnur, heute hält man Parteitage
für sie ab. Erdrosselt werden sie heute nicht mehr, son –
dern bestenfalls mit Hausarrest oder schlechtestenfalls
mit Gefängnis bestraft. Noch muß Erdogan das Gesicht
gegenüber der EU ein wenig wahren und da dürfen eben
keine Köpfe rollen. Zumindest nicht die seiner früheren
Mitverschworeren. Schließlich kann man ja nie wissen,
welche Dokumente, die sich als Lebensversicherung in
irgendwelchen Safes zurückgelegt.
Natürlich könnte man nun Ahmet Davutoglu Abgang
auch als einen Abgesang auf den Westen betrachten,
der wird mit Erdogan ohnehin nur islamistischer
werden. Aber das haben die Europäer nicht einem
Ahmet Davutoglu zu verdanken, sondern den Euro –
kraten, die den Deal mit der Türkei eingefädelt und
dieselben arbeiten nun an der Visumfreiheit für die
Türkei, von welcher die europäischen Völker über –
haupt nichts haben und die ihnen in Zukunft rein
garnichts einbringen wird, außer einer ansteigenden
Kriminalität. So tut also ein aus seinen Ämtern ent –
lassener türkischer Ministerpräsident im Grunde
genommen für Europa genau so viel, wie die noch
in ihren Ämtern sitzenden Eurokraten in Brüssel !
Und genau das hat uns ein Erdogan am Bosporus
gelehrt !

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2 Gedanken zu “Zum Abgang von Ahmet Davutoglu

  1. Schrecklich, was da abgeht! Das Tor für eine radikale Religion mit ihren Fundamentalisten wird geöffnet und alle Befürworter werden ihr blaues Wunder erleben. Vielleicht habe ich schon zuviel gesagt, aber ich tue es solange wir noch Meinungsfreiheit, auch schon bedingt, haben.

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    • Wenn wir anfangen uns selbst zu zensieren, uns nur noch
      politisch korrekt auszudrücken oder gar nicht mehr offen
      unsere Meinung sagen, dann haben die doch gewonnen.
      Und warum sollen wir es ihnen so leicht machen und es
      ihnen zu ersparen, es uns nachweisen zu müssen, daß
      unsere Kommentare nicht mehr durch Meinungsfreiheit
      gedeckt oder wir gelogen haben.

      Gefällt 1 Person

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