D-Day : Befreiung mit etlichen Schönheitsfehlern

Alle Jahre wieder wird in der Normandie groß der D-Day gefeiert,
jenen Sieg und Befreiung mit so vielen kleinen Schönheitsfehlern :
In dem ersten Vierteljahr der Befreiung vergewaltigten US-Soldaten
mehr französische Frauen als während der gesamten deutschen
Besatzungszeit !
Den alliierten Soldaten aber folgte auf den Straßen der gerade erst
befreiten Orte ein aufgebrachter Lynchmob wie man ihn seit Zeiten
der Französischen Revolution nicht mehr gesehen. Jacques Mesrine
( *1936- †1979 ), der spätere französische ´´ Staatsfeind Nr.1 „ be –
schrieb in seiner Autobiographie ´´ Der Todestrieb „ ( Paris, 1977 ),
wie er als Kind eine derartige Lynchjustiz selbst miterlebte : ´´ … Einige
Tage später war der Hof voll von Autos mit Widerstandskämpfern. Zum
erstenmal sah ich sie am hellen Tag. Die müden, unrasierten Gesichter
konnten einem Angst machen. In der Mitte standen Frauen, denen man
die Haare vollkommen abgeschnitten hatte und die von den Männern
beschimpft wurden… Die Männer schütteten ihnen Wein über den Kopf
und beschimpften sie als ´Deutschenhuren ` , ´ Säue` und ´ Hündinnen `.
Eine der Frauen war im Gesicht von Schlägen gezeichnet, auf die Stirn
hatte man ihr ein Hakenkreuz gemalt. Sie sagte nichts, sondern weinte
nur still vor sich hin. Ein Widerstandskämpfer sah, daß ich sie anstarrte. ..
Er griff ihr ans Kleid, zerrte kräftig am Stoff und zerriß es so, daß man
die Brust der Frau sehen konnte. Das Gelächter seiner Freunde er –
mutigte ihn. Er riß auch noch die letzten Kleiderfetzen ab, drückte und
betatschte das Mädchen, das sich mit Händen und Füßen wehrte und
ihn wütend beschimpfte. . . Alle fielen über sie her. Unter dem Last –
wagen brach sie zusammen. Einer der Männer hob seinen Gewehr –
kolben und schlug damit unter wüsten Beschimpfungen auf sie ein.
Sie stand nicht mehr auf…„
Wer oder was gab diesen Männern vom französischen ´´ Maquisards „
das Recht, so mit den vorgeblichen ´´ Feinden „ umzugehen ? War
das etwa die viel gepriesene ´´ Freiheit „, ´´ Demokratie „ und ´´ Recht –
staatlichkeit „, welche diesen Menschen ja unter dem ´´ faschistischen
System „ genommen worden war, welche nunmehr derartig abartige
Kreaturen vollkommen straffrei so mit ihren früheren und nunmehr
vollkommen schutzlosen Gegnern umgehen ließ ?
Im Grunde genommen gaben sie doch mit ihrem eben so unwürdigen wie verbrecherischem Verhalten nach der Befreiung, der einstigen deutschen Besatzungsmacht, welche in den französischen Widerständlern nur eine
Bande von Verbrechern gesehen hatte, damit in vielen Punkten recht.
Schuld trug einzig die Clique aus Politikern und Militärs um de Gaulles :
´´ Unter der waren in Frankreich im Jahre 1946 mehr als eine halbe
Million Menschen verhaftet worden, die mit einer Anklage auf Verrat
rechnen mußten ; 160 000 Prozesse sind abgerollt. Nach amerikanischer
Schätzung fielen 100000 Franzosen der Liberation zum Opfer, – mehr
Tote, als Frankreich auf dem Schlachtfeld oder in der Gefangenschaft
zu verzeichnen hatte. In Belgien ist es zu 600 000 Prozessen und
Untersuchungen gekommen, in Holland zu 130 000 „. ( aus : Magaret
Boveri -´´ Der Verrat im XX. Jahrhundert – Für und gegen die Nation –
Das sichtbare Geschehen „,1956.)
Und es geschah um Charles de Gaulle ( *1890 -†1970 ), in Frankreich an
die Macht zubringen, welchen sein eigener Verbündeter Winston Churchill
im Jahre 1942 auf der Konferenz von Cassablanca so einschätzte : ´´ De
Gaulle ist darauf aus, eine Regierung in Frankreich zu errichten, bei der
nur er etwas zu sagen hat. Ich kann mir keinen Menschen denken, dem
ich mehr misstrauen würde. Seine ganze Frei-Franzosen-Bewegung ist
gespickt mit Polizeispitzeln ( Spionen ) – er hat eigens Agenten, die sein
eigenes Volk ausspionieren. Für ihn bedeutet Freiheit der Rede-Freiheit
der Rede für ihn allein, ohne Gegenrede, ohne Kritik. Wie kann man da
den Mächten trauen, die de Gaulle unterstützen ?„
Später setzten die französischen ´´ Befreier „ ihr Unwesen außerhalb
Frankreichs fort. So hatte der französische General Alphonse Pierre
Juin ( *1888- †1967 ) beispielsweise seinen Truppen im Mai 1944 im
Gebiet südlich von Cassino und Frosinone für 50 Stunden freie Hand
für Vergewaltigung und Plünderung gegeben, was zu einer überaus
blutigen Gewaltorgie geführt hatte : 60.000 Frauen und Mädchen im
Alter von 12 bis 80 Jahren wurden Opfer von entfesselten Bestien.
General Juin, der eine marokkanische Truppe befehligte, wollte seine
Marokkaner zum Kampf aufmuntern. Die Marokkaner ´´ tobten sich „
wie später ein italienischer Abgeordneter das Geschehen in der
italienischen Provinz Frosinone beurteilte, ,, wie eine Horde ent –
fesselter Wüstlinge gegen die terrorisierte und vom Krieg so schwer
heimgesuchteBevölkerung aus. „ Der Bürgermeister von Esperia in
der Provinz Frosinone berichtete, daß in seiner kleinen Ortschaft 700
Frauen vergewaltigt, einige auch getötet wurden, der Priester, der
einige der Opfer zu schützen versuchte, wurde überwältigt, mehrfach
sodomiert und starb an den Folgen. Aber auch etwa 600 junge Männer
wurden von den Marokkanern vergewaltigt, während man ältere miß –
handelte und kastrierte. Bereits in Sizilien hatte es mit Vergewaltig –
ungen, Verstümmelungen an Genitalien und Morden begonnen. Die
Diebstähle, Brandschatzungen und Vergewaltigungen erreichten ein
solches Ausmaß, dassich Papst Pius XII. am 18. Juni 1944 an den
Oberkommandierenden de Gaulle wandte und darum bat die französ –
ischen Verbände strenger zu disiplinieren.
Diese Art von sanktionierten Verbrechen wurden auf deutschem Boden
fortgesetzt. Den Polizeiberichten zufolge wurden während der französ –
ischen Besetzung alleine in Stuttgart 1.198 Frauen und Mädchen ver –
gewaltigt – vor allem durch marokkanische Kolonialtruppen.
Karl Hartenstein ( *1884- †1953 ), Prälat der Evangelischen Kirche Stutt –
gart, sprach sogar von 5.000 Frauen. Auch in kleineren Städten waren
Vergewaltigungen an der Tagesordnung. In Vaihingen beispielsweise,
einem Ort mit damals 12.000 Einwohnern, wurden 500 Fälle von Ver –
gewaltigung gemeldet.
´´ Freudenstadt wurde am 17. April 1945 besetzt. Nach der Übergabe der
Stadt kam es zu Plünderungen, Brandstiftungen und Vergewaltigungen. In
seinem Buch ´´ Die Zerstörung . Das Schicksal von Freudenstadt „ schreibt
Gerhard Hertel : ,, Die Zahl der Vergewaltigungen entzog sich aus verständ –
lichen Gründen jeder Nachprüfung ( ein Arzt des Krankenhauses nannte
später die Zahl 600 ). Dr. Renate Lutz meint dazu, sie allein habe doch
bereits etwa 600 vergewaltigte Frauen behandelt und ergänzt : ,, Man muß
bedenken, viele Frauen sind gar nicht ins Krankenhaus gekommen. Sie
sind zu ihren Ärzten gegangen. Und sehr viele haben sich geschämt und
sich gar nicht behandeln lassen. „ Die Zahl der vergewaltigten Frauen
ist also viel größer.
Pforzheim wurde zur gleichen Zeit wie Freudenstadt eingenommen. Im
städtischen Verwaltungsbericht für die Jahre 1939-1945 heißt es : ,, Die
Bevölkerung … hatte unter den Übergriffen der französischen Truppen –
insbesondere der Marokkaner, die Tunesier verhielten sich durchweg
anständig – aufs schwerste zu leiden „. Die Zahl der Vergewaltigungen
in Pforzheim schwankt zwischen mehreren Dutzend und einigen Hundert.
Stuttgart eroberte die französische Armee erst am 21. April 1945. Prof.
Gaupp, der von der Besatzungsbehörden als Stadtrat eingesetzt wurde
und das Wohlfahrts – und Gesundheitswesen leitete, berichtet : ,, Die
weibliche Bevölkerung war auf diese Heimsuchung nicht genügend vor –
bereitet und so kam es an sehr vielen Stellen in Hunderten von Fällen zu
Akten der Vergewaltigung, von denen selbst Frauen mit über 60 Jahren
und Mädchen unter 16 Jahren nicht bewahrt blieben „ ( aus Sander/Johr –
´´ BeFreier und Befreite „ ).
In der von den Franzosen besetzten Stadt Karlsruhe schlug am 12. April
1945 der von den Franzosen eingesetzte neue Polizeichef Kaenemund
die Einrichtung von Bordellen vor, um die zahllosen ( die Rede ist von
200 täglich ! ) Vergewaltigungen einzudämmen. Bis zum 15. April 1945
wurden in Karlsruhe dann in der Kriegsstraße ( 122-124 ) und der Kapel –
lenstraße ( 70 ) Bordelle eingerichtet ; die Bewohner werden ausquartiert.
Der Kriegsverbrecher Alphonse Pierre Juin, – die Fotos von ihm zeigen
uns eine geradezu klassische Verbrechervisage – , wurde natürlich nicht
für all die auf seinem Befehl hin statt findenen Kriegsverbrechen ange –
klagt, im Gegenteil : er wurde hochdekoriert u.a. mit dem Großkreuz der
Ehrenlegion und bekam hohe militärische Posten u.a. bei der NATO !
1952 wird er als einzigster französischer Offizier des Zweiten Weltkrieges
gar noch zum Marschall befördert und bei seinem Tod, 1967, sodann im
Les Invalides, der Begräbnisstätte für französische Kriegshelden bestattet.
Wahrlich ein französischer Held !
Und die selben Männer werden auch nun wieder geehrt und gefeiert !

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