Die dunkle Seite der Macht

Der Mordfall Jo Cox in Großbritannien gibt ganz nebenbei
auch ungeahnte Einblicke in die dunkle Seite der Macht.
Schnell wurde ihr mutmaßlicher Mörder mit Neonazis in
Verbindung gebracht, weil er bis zum Jahre 2003 etwa
620 Dollar für Lektüre aus einem US-amerikanischen
Neonazi-Verlag ausgegeben.
Soweit, so gut ! Was aber diese Information nunmehr so
interessant macht, ist der Umstand, woher sie stammt,
nämlich von einer US-amerikanischen Anti-Rassismus –
Organisation ! Die Information stammt nämlich von
Mark Potok und der gehört zu der US-amerikanischen
Watchdog-Organisation Southern Poverty Law Center
( SPLC ) und diese spioniert rassistische, antisemitische,
regierungsfeindliche, terroristische und Neonazi-Grup –
pen in den USA – sowie ihre Unterstützer aus.
Wider allem Datenschutz und Persönlichkeitsrechten
hacken sich die Anti-Rassismusbekämpfer da also in
die Computer ihr mutmaßlichen politischen Gegner
und stehlen deren Daten ! Umgekehrt zeigt sich hier
auch die sonderbar enge Beziehung zwischen den
Rassismusbekämpfer-Organisationen und dem US –
Geheimdienst, sowie anderen Regierungsbehörden,
was dann die Frage aufwirft : Wer finanziert eigent –
lich all diese Menschenrechts – und Antirassismus –
Organisatioenen ?
Das wollte Mark Potok also schnell einmal die Ver –
flechtung des Mörders von Jo Cox mit Neonazis auf –
decken und gibt dabei ungewollt einen Einblick in
Verflechtungen ganz anderer Art. Ganz abgesehen
davon, daß Potok in seinem SPL-Archiv überraschend
schnell fündig wurde auf der Suche nach solchem
Material. Es zeigt aber auch, daß man nicht nur den
US-Verlag National Vanguard gezielt ausspioniert,
sondern auch dessen Kunden. Wie sonst wäre man
an die Rechnungen gekommen ?
Das die fraglichen Rechnungen aus den Jahren von
1999 bis 2003 stammen, verdeutlicht auch über
welch einem langen Zeitraum dieses Hacken und
Ausspionieren schon andauert. Natürlich vermag
uns niemand zu erklären, warum eine Antirassismus –
organisation da eine solch große und aufwendige
Spionage betrieben, wie man es ansonsten nur von
Geheimdiensten her kennt. Ist es daher wirklich nur
reiner Zufall, dass man im Mordfall Cox so auffallend
schnell das Belastungsmaterial zur Hand hatte ?

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