Blinder Journalismus mit eigener Beobachtungsstelle

1. Das Vormärchen

Seit dem ersten Golfkrieg haben ganze Generationen
orientalischer Bettler gelernt, daß es viel einträglicher
für sie ist, dummen westlichen Journalisten ihre Basar –
märchen zu erzählen als am Straßenrand betteln zu
müssen.
Stolz zeigte Ali seinen zahnlosen Mund, der in gut 50
Jahren nie eine Zahnbürste gesehen, in die Kamera
und behauptet die Polizei des arabischen Machthabers
hätten ihm alle Zähne ausgeschlagen. Und Memed
der als Zweijähriger einen schweren Autounfall ge –
habt und nie wieder richtig laufen gekonnt, erzählt
mit nicht minderem Stolz wie ihm als Oppositionellen
vom Regime die Beine gebrochen. Diebe führten die
Journalisten in leer stehende und von ihnen zuvor rest –
los ausgeräumten Wohnungen, wiesen auf den Haken
für die Lampen in der Decke und behaupteten dreist,
an dem aufgehängt und gefoltert worden zu sein.
Später fand man es viel zu umständlich die Geschichten
immer wieder an den „Originalschauplätzen“ erzählen.
Nicht, nur das die westlichen Auslandskorrespodenten
kaum noch die klimatisierten Hotels verließen, wo sie
an der Bar ihre Kriegserlebnisse und Gefahrenssituation
aufpoliertern, sondern es bestand ja trotzdem eine gewisse
Gefahr, das einer der Journalisten dann, wenn er schon ein –
mal vor Ort, doch noch etwas selbst recherchiert.
Viel praktischer erwies es sich, all diese Basarmärchener –
zähler doch gleich nach Europa zu schicken. Die Europäer
haben so ihre Geschichtenerzähler vor Ort und die Araber
waren ihre Diebe und Bettler los. So kam es, das Ali in
Deutschland neue Zähne bekam, der Memed in Schweden
frisch operiert, wieder laufen gelernt und in London
ein Blinder eine Beobachtungsstelle gründete.

2. Die Hauptgeschichte

Die “ syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte „,
besteht nach Informationen der Auslandspresse nur aus
einem einzigen Mann. Obwohl sie ihren Sitz in London
hat, ist sie erstaunlich gut über Nachrichten aus Syrien
informiert, vor allem jenen, die niemand nachprüfen
kann. Den westlichen Reportern, die oft zu faul oder
schlichtweg zu dumm zum selbstständigem Recherchieren
sind, diente daher die „Beobachtungsstelle“ bald schon
als die wichtigste Quelle ihrer gesamten tendenziösen
Berichterstattung über Syrien.
Dabei kommt es den Journalisten in ihrer ideologischen
Auftragsstellung sehr zu Pass, das die „Beobachtungs –
stelle“ gegen Assad und nun auch Putin eingestellt ist.
Man beobachtet quasi jedes einzelne Haar auf Assads
Kopf, während man gemäßigte und islamistische Op –
positionelle von London aus nicht so genau zu erkennen
vermag. Hier ist die Komplettblindheit der „Beobacht –
ungsstelle“ legendär.
Für Deutschland hat das Ganze auch sein Gutes, denn
an Hand der „Beobachtungsstelle“ kann man gut den
Grad der Einfältigkeit der Auslandskorrespondenten
ablesen : Je mehr dieselben die “ syrische Beobacht –
ungsstelle für Menschenrechte “ in ihren Berichten
als Quelle nennen, um so einfältiger sind sie. Und
wenn wir nun die täglichen Meldungen lesen, dann
können wir es erahnen, wie viele solcher Einfalts –
pinsel doch in deutschen Medienredaktionen noch
herumsitzen.

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