Zu : Mutmaßlicher Bomberleger von Düsseldorf festgenommen

Der „SPIEGEL“ trumpft heute mit der Schlagzeile
auf, dass nun der mutmaßliche Bomber von Düssel –
dorf gefasst sei. Sichtlich muß es um die Polizei
im Lande äußerst schlecht bestellt sein, wenn man
nun bei einer Straftat mit rechten Hintergrund , –
wohl die Einzigen, welche die Polizei überhaupt
noch mit Nachdruck aufzuklären sucht -, immer –
hin schlappe 16 Jahre brauchte, um nunmehr der
Öffentlichkeit einen mutmaßlichen Täter zu prä –
sentieren, den man ohnhin die ganze Zeit über als
Tatverdächtigen im Visier gehabt.
Der „SPIEGEL“ berichtet : ´´S. stand bereits kurz
nach dem Anschlag im Visier der Fahnder. Der ehe –
malige Bundeswehrsoldat betrieb in der Nähe des
Anschlagsorts einen Militaria-Laden … Doch der
Verdacht ließ sich damals nicht erhärten. S. wurde
zwar vorübergehend festgenommen und stundenlang
vernommen – doch die Ermittler mussten ihn wieder
gehen lassen. Inzwischen sind sie allerdings sicher,
den Richtigen gefasst zu haben. Auf Basis neuer
Indizien hatten die Düsseldorfer Polizei und Staats –
anwaltschaft zuletzt zwei Jahre lang intensiv gegen S.
ermittelt „.
Der aufmerksame Leser könnte es sich natürlich an
dieser Stelle schon fragen, dass wenn nun die Düssel –
dorfer Polizei und Staatsanwaltschaft zwei Jahre lang
gegen ihn ermittelt, sie denn die restlichen 14 Jahre
lang getan habe.
Sichtlich weil man weit über zehn Jahre schwer darum
lang bemüht war eine terroristische rechte Vereinigung
sich zusammenzubasteln, was sichtlich nicht gelungen.
So erklärt uns das der „SPIEGEL“ denn auch ganz un –
verblümt : ´´ Ist Ralf S. ein Rechtsterrorist? Juristisch
gesehen ist er das nicht, weil es damals im Unterschied
zu heute noch keine Paragrafen gab, um wegen Terror –
verdachts gegen Einzeltäter vorzugehen. Da Ralf S.
keiner terroristischen Organisation angehörte, wurde
und wird gegen ihn unter anderem wegen versuchten
Mordes ermittelt, aber nicht wegen einer terroristischen
Straftat „. Soll heißen, anders als bei den islamischen
Anschlägen, bei denen die Einzeltätertheorie, selbst bei
1.200 Straffällen an einem Tag, wie in der Silvesternacht
in Köln, unbedingt aufrechterhalten werden muß, man
im Fall des Düsseldorfer Anschlages unbedingt eine
breite rechte Szene, zumindest aber eine Gruppe als
Täter haben wollte. So wie es eben üblich ist, etwa
für die Tat eines Reichsbürgers gleich alle Anhänger
unter Generalverdacht zu stellen. Anders als beim
sogenannten “ Aufstand der Anständigen “ wollte
man aber nicht wieder vorpreschen. Dies hatte man
wohl aus dem Brandanschlag auf die Düsseldorfer
Synagoge vom 3. Oktober 2000 gelernt, wo sich
dann die vermeintlichen rechten deutschen Täter
als Muslime entpuppt. Aber auch nach dem Bom –
benanschlag waren diese üblichen Szenarien so –
gleich in Gang gesetzt worden : Der NRW-Innen –
minister Fritz Behrens, von der SPD, rief gleich
nach dem Anschlag zu einer “ Wehrübung der auf –
rechten Demokraten“ auf. Bündnisse gegen Rechts
wurden geschlossen.
Ralf S. blieb also schließlich für 16 Jahre unbehelligt,
weil man, – wie zur Rechtfertigung des im Jahre 2000
vollkommen aus dem Ruder gelaufenem ´´ Aufstand
der Anständigen „ -, unbedingt eine ganze rechte
Gruppierung, – wie es seit den NSU-Morden die
gängige Praxis ist -, der Öffentlichkeit präsentieren
wollte. Natürlich hätte man allzu gerne dem NSU –
Trio den Anschlag in die Schuhe geschoben. Das
geben Fidelius Schmid und Jörg Diehl im „SPIEGEL“
auch zu : ´´ Nach dem Auffliegen der Terrorzelle
„Nationalsozialistischer Untergrund“ wurde vielfach
spekuliert, ob die Tat dem Trio zuzuordnen sei, aller –
dings ohne greifbare Indizien. Die Fahnder rätselten
zeitweilig auch, ob das Motiv für die Morde im Mi –
lieu der organisierten Kriminalität zu suchen sei „.
Wobei man es sich dann schon fragen müßte, was
Rohrbombenanschlag an der Düsseldorfer S-Bahn-
Station Wehrhahn mit der organisierten Kriminali –
tät zutun hatte oder etwa die sechs Juden unter den
Opfern.
Der Verschwörungstheoretiker hingegen wird es sich
eher fragen, welcher Ablenkung und von was, es nun
dient, dass man uns nunmehr sogar einen Einzeltäter
präsentieren muß.
Auffällig auch die ungewohnte Vorsicht in der Bericht –
erstattung, wo man für die Berichterstattung über rechte
Straftaten recht ungewöhnlich, nun von dem ´´ mutmaß –
lichen „ Täter spricht. Wobei nicht anzunehmen ist, daß
linke Medien in dieser Hinsicht in den letzten 16 Jahren
auch nur das Geringste dazugelernt hätten. Daher gilt
diese Vorsicht nun schon als recht bedenklich einzu –
stufen.

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