Berliner Regierungsdemo fand keinen Anklang beim Volk

Recht bescheiden fiel die Pro-Israel-Demonstration
der Bundesregierung aus. Wohl nicht einmal 1.000
kamen, so dass man in der Staatspresse nicht einmal
die genauen Besucherzahlen erfährt. In der ,,Welt„
ist von ,,einigen Hundert„ die Rede.
Hier wird vor allem die Rede von Bundesjustizminte –
rin Christine Lambrecht gefeiert. Dieselbe habe am
Ende der Rede Tränen im Gesicht gehabt. Es dürften
aber wohl eher Freudentränen gewesen sein, darüber,
dass sie die antisemitischen Proteste als Steilvorlage
für weitere Gesetzesverschärfungen schamlos aus –
nutzen kann.
Auch bei der ,,ZEIT„ werden auffallend keine Zah –
len der Besucher genannt. Auch die ,,Frankfurter All –
gemeine„ spricht von ,,mehrenen Hundert„ am
Pariser Platz.
Würde man von den Besucherzahlen auf den An –
klang, den die Bundesregierung mit ihrer Israel –
Politik in der Bevölkerung findet, schließen, dann
würde praktisch kaum noch ein Bürger hinter der
Merkel-Regierung stehen. Gemessen an den De –
moteilnehmern dürfte kaum jemand die militär –
ische Zusammenarbeit von Deutschland und Is –
rael gut heißen!
Als Anja Reschke, ARD-Chefeinpeitscherin in
einem ARD-Podcast den ,,faktenschecker„ gab,
schloß man sicherheitshalber gleich im Vorfeld
die Kommentarfunktion. Also dürfte man sich
bei der ARD schon im Vorfeld der Reaktionen
bewusst gewesen sein.
So wurde eben auf die Frage warum israelfeind –
liche Demonstrationen vor Synagogen stattfin –
den nicht erwähnt, dass viele deutsche Juden
gerne Israelfahnen hissen und sich hinter Is –
rael stellen. Dagegen sei das eine ,,Besonder –
heit des Antisemitismus „laut faktenschecker.
So ging es im Broadcast munter weiter. Als Bei –
spiel wird hier gesagt, man dürfe sagen, dass
der israelische Ministerpräsident ein schlim –
mer Politiker sei, aber nicht dass die typisch
für Juden sein. Ansonsten wurden wieder die
alten Kindermördermythen hervorgeholt, um
den Antisemitismus der Demonstrationen in
Deutschland zu bestätigen. Wenn man gegen –
über Deutschland vom ,,Mördervolk„ oder
,,Volk der Täter„ sprechen darf, was als ganz
,,normal„ angesehen wird, ist allerdings es
ein Verbrechen Israel als ,,Kindermörder –
Staat„ bezeichnen. Mal abgesehen davon,
dass die meisten Menschen die auf solche
Demos gehen, die alten Kindermordmythen
gar nicht kennen, sondern nur die im TV
durchaus medienträchtigen Bilder von bei
israelischen Militäreinsätzen getötete oder
verwundete Kinder gesehen, um eben auch
nur daraus den ,,Kindermörder-Staat„ zu
machen. Wer es in einem Land gelernt hat,
nichts dabei zu finden, dieses als ,,Land der
Mörder„ oder dessen Volk als ,,Tätervolk„
zu bezeichnen, wird eben auch nichts dabei
empfinden Israel eben als ,,Kindermörder –
staat„ anzusehen. Wer es in diesem Land
als normal ansieht, Deutsche, die sich etwa
bei einem Fußball-Länderspiel mit der deut –
schen Flagge zeigen als ,,nationalistisch„
und Rechte anzusehen, wird auch vor einem
Juden mit Israelflagge keinen Halt machen!
Damit dürfte das Hauptproblem des Anti –
semitismus in der ständigen Herabwürdig –
ung der deutschen Kultur und Nationalität
liegen und diese Respektlosigkeit hat man
auf die deutschen Juden übertragen. Selbst
im ARD-Broadcast war wieder von ,,Täter –
schaft „ der Deutschen die Rede und dass
sich die heutige Generation nicht genügend
damit auseinandersetze. Wäre es dann gleich
wieder ,,Antisemitismus„, wenn man den
deutschen Juden unterstellt sich nicht genüg –
end mit den Kriegsverbrechen der Israelis an
den Palästinensern und deren Vertreibung
befasst zu haben? Mit solchen ,,Fakrenfindern„
gießt die ARD nur noch zusätzlich Öl ins Feuer
und ganz in dem Wissen darum, hat man die
Kommentarfunktionen abgeschaltet!

4 Gedanken zu “Berliner Regierungsdemo fand keinen Anklang beim Volk

  1. Es ist alles mittlerweile wirr. Natürlich geht es bei „Tätervolk“ etc. pp. längst nicht mehr um Auschwitz oder gar um eine Aufarbeitung. Es geht um Scham und Rituale. In Nordkorea muss man sich auch jede Woche vor einer Gruppe hinstellen und öffentlich seine Sünden predigen. In der Sowjetunion gab es die Genossengerichte (Comrad Courts), bei denen man sich vor der Nachbarschaft für einen Schnaps zu viel entschuldigen musste. Es geht überhaupt nicht mehr um eine Lehre aus der Geschichte, die eigentlich notwendig wäre, denn mit der Diktaturabwehr hapert es ja bekanntlich, sondern nur noch um einen abstrusen Emotionsschuldporno.

    Die Israelsolidaritätsdemo ist wie damals die Lamya-Kaddor-Antiterror-Demo. Kein Mensch geht hin.

    Gestern hab ich einem Zuschauer, der mal in Israel gelebt hat, geschrieben, dass man Antisemitismus im Moment am besten nur minimalistisch zur Sprache bringt. Es ist mittlerweile alles so kreischend überzogen, fast jedes politische Themenfeld, aber v.a. halt die Rassismussache, dass man erst mal die Lautstärke runterdrehen muss. Selbst ich zuck zusammen, wenn wieder was zu Hitler kommt, egal wie neutral es ist. Wenn man das an sich merkt, weiß man auch, dass man „Volk der Täter“ nicht mehr als Skandalbegriff wahrnehmen würde, wenn nicht alles im Moment so schamlos überzogen wäre.

    Und natürlich sterben bei Militärschlägen Kinder. Am Besten vermeidet man halt Krawall. Die wenigsten von denen, die Krawall schlagen, haben mal irgendwann ihre Häuser verloren und alle Völker wurden mal vor irgendwelchen Orten vertrieben. Man muss halt mal nach vorne schauen. Man schaut zurück für Lehren für nach vorne, nicht als Emotionsaufpeitschporno.

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    • Diese ganzen einseitig begangenen Gedenktage sind doch in etwa so
      als würden sich Evangelische und Katholische Kirche auf ein Datum
      aus dem 17. Jahrhundert einigen, an dem in Deutschland besonders
      viele Hexen verbrannt, um diesen Tag dann zum jährlichen Versöhn –
      ungstag der Kirche mit den Atheisten ernennt und sich jedes Jahr
      dann sämtliche Priester dazu verpflichten müssten, sich besonders
      und ausschließlich nur noch für die lebenden Nachkommen all der
      verbrannten Hexen – und Ketzer kümmern, diese materiell unter –
      stützen und das Existenzrecht aller Hexen und Ketzer zu sichern.

      Ich persönlich finde auch kritisch, dass die Leugnung des Holocaust
      unter Strafe gestellt, nicht aber das Lügen für denselben. Etwa die
      mittlerweile in die Hunderte gehenden Fälle in denen sich Leute als
      Holocaustüberlebende ausgegeben. Ich glaube die bekanntesten
      Falle sind die von Laura Grabowski und Binjamin Wilkomirski so –
      wie jener der belgische Buchautorin Misha Defonseca .
      Auch solche Lügner müßten ebenso wie die Leugner vor Gericht
      gestellt werden.
      Aber das Lügen für das System wird in der Bunten Republik eben
      nicht bestraft und gerade das schürt die Unglaubwürdigkeit mehr
      als es die Leugner je könnten. Man denke nur an den Berliner
      Migrantenhilfeverein, der 2016 den toten Flüchtling vor dem
      Lageso in Berlin erfunden, und vollkommen straflos mit solch
      Fake news davon gekommen.

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      • Ich gehe davon aus, dass der Versuch, irgendwelche Zahlungen zu erschleichen als Betrugsfall längst strafbar ist. Ich kenne die einzelnen Fälle nicht. Vermutlich sind die einfach nicht weit gekommen, dass solche Verfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt wurden. Ich mache mich auch damit unbeliebt, dass ich Holocaustleugnerei nicht bestrafen will, weil man damit absolut niemanden von seiner Überzeugung abbringt. Wer all die Millionen Leute, die Angehörigen der Opfer oder andere Zeugen, nicht gehört haben will, sitzt auf seinen Ohren. Um das in der Öffentlichkeit klarzustellen, braucht man keine Verbote und Bestrafungen.

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      • Wer die Politik der letzten Jahr in diesem Land mit ansehen musste,
        kann man schon zum Zyniker werden, Man kann wählen, was oder
        wen man will, ohne das sich auch nur das geringste ändert, jeden –
        falls nicht zum Guten. Von daher wähle ich schon 30 Jahre nicht
        mehr.

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