100 Meisterwerke des Qualitätsjournalismus- Heute: Kokot trifft Grochowski

In der „ZEIT“ hat Michael Kokot die undankbare Auf-
gabe den heutigen Artikel im Sinne der Asyl – und
Migrantenlobby zu schreiben.
So verfasst er dementsprechend einen Artikel über
den polnischen Unternehmer Władysław Grochowski.
Derselbe vollkommen unfähig sich um seine eigene
Frau und seine Kinder zu kümmern, hat sein Herz
für die Migranten an der polnischen Grenze zu Be-
larus entdeckt. Die möchte der Unternehmer gerne
nach Polen hereinholen.
In dem wie üblich stark tendenziösen „ZEIT“-Arti-
kel erfahren wir nicht, ob der Unternehmer auch
Verantwortung und die Mithaftung übernimmt,
wenn die von ihm ins Land geholten Migranten
in Polen Verbrechen begehen. Solch unangenehme
Fragen werden den Vertretern der Asyl – und Mi-
grantenlobby nie gestellt, schon weil man sie spä-
ter auf solche Aussagen hin festnageln könnte!
Nebenbei erfahren wir, dass Grochowski sein Geld
auch mit Arche-Hotels macht, in denen die von
ihm nach Polen geholten Migranten dann auch
gleich „Arbeit finden“. Ob Grochowski den dorti-
gen Angestellten faire Löhne zahlt, das erfahren
wir natürlich nicht. Es könnte also ebenso gut
sein, dass der Unternehmer auf diese Art und
Weise nur an billige Arbeitnehmer herankom-
men will, um so mit Hilfe der ausländischen
Arbeiter die einheimischen Löhne zu drücken!
Und bei 17 Hotels und 27 Restaurants kann
man schon eine Menge Migranten als billige
Arbeiter gebrauchen!
In Kokots Artikel liest sich dass dann so: ,, Gutes
Geld verdienen und mit seinem Vermögen über
die Stiftung gute Dinge tun, das ist Grochowskis
Konzept. „Wir helfen, normal zu leben“ lautet
das Motto der Stiftung – und selbst der PiS-Re-
gierung hat sie schon einmal geholfen: Vor eini-
gen Jahren brachte die Stiftung auf deren Bitten
sieben Geschwister aus der Ukraine nach Polen,
die nach dem Tod ihrer Eltern allein dastanden.
Sie leben bis heute in einer etwa 100 Quadratme-
ter großen Wohnung der Stiftung im Ort Łochów,
eine Autostunde von Warschau entfernt. Auch hier
gibt es ein Arche-Hotel, das Zugezogenen Arbeits-
plätze bietet„.
Ob, wie bei den NGOs der Asyl – und Migranten-
lobby üblich, dann auch Geld von der Regierung
an Grochowskis Stiftung geflossen ist, das erfah-
ren wir natürlich aus dem „ZEIT“-Artikel nicht.
Warum wohl nicht?
Dann wäre die hauseigene Lena Grochowsk-
Stiftung zugleich ein geeignetes Steuereinspar-
modell. Das wäre für die Asyl – und Migranten-
lobby nicht ungewöhnlich, deren unzählige Ver-
eine, Stiftungen, Organisationen und Projekte,
zugleich auch ihre Haupteinnahmequelle sind!
Wobei die „humanitäre Hilfe“, auf die sich auch
der Unternehmer Grochowski beruft, meist für
die NGOs der Asyl – und Migrantenlobby wie
eine Lizenz zum Gelddrucken sind. Durch sie
werden auch all die Schlepper und Schleuser
vom Mittelmeer, über die Balkan-Route bis
hin zur polnischen Grenze finanziert. Auch
hier wird das Schleusertum mit „humanitärer
Hilfe“ kaschiert!
Das in Polen eine Mehrheit so denkt wie der
Herr Grochowski ist eher unwahrscheinlich.
Von daher muss Michael Kokot hier in seinem
Artikel auch folgenden Kunstgriff anwenden:
„Ich glaube, sehr viele Polen denken ähnlich
wie ich“, sagt Grochowski im Restaurant eines
seiner Hotels in Warschau. Nach seinem Appell
habe er viel Zuspruch bekommen, von seinen
Mitarbeitenden, aber auch von anderen Unter-
nehmerinnen und Unternehmern“.
Sichtlich beruhte also der „Zuspruch“ auf die
Reihe von Mitarbeitern von Grochowski und
auf Unternehmer, die mit dem Einstellen von
Migranten die einheimischen Löhne drücken
wollen! Von einer breiten Unterstützung des
polnischen Volkes kann also keinerlei Rede
sein!
Wie um vom eigentlichen Thema schnell ge-
hörig abzulenken, folgt dann eine Anekdote,
wie sich der junge Herr Grochowski um den
Wehrdienst drückte.
Nachdem der feine Herr Grochowski im Inter-
view selbst zugibt seine Kinder und die Ehefrau
stark vernachlässigt zu haben, klingt es da eher
schon zynisch, wenn Kokot dann schreibt: ,, Die
Motivation für sein soziales Engagement zieht
Grochowski aus seiner Familiengeschichte – und
aus dem katholischen Glauben. „Anderen zu hel-
fen, das hat mir meine Mutter beigebracht“, sagt
er.“
Aber Michael Kokot hat nun einmal den Partei -,
äh Redaktions-, Auftrag die Geschichte des feinen
Herrn Władysław Grochowski ganz im Sinne der
Asyl – und Migrantenlobby schon zuschreiben. So
darf es niemanden verwundern, dass er am Ende
den streng katholischen Grochowski zu einen wah-
ren Heiligen erhebt.
Am Ende muss aber dann selbst Kokot eingestehen,
dass das einzig wirklich Interessante an Grochowski
dessen Schnauzbart ist: „Angesprochen auf die Be-
deutung des markanten Schnauzbartes winkt Gro-
chowski ab: Nein, der habe keine Bedeutung, nein,
er sei auch keine Familientradition: „Die Marketing-
Leute in meinem Unternehmen haben mir empfoh-
len, ihn wachsen zu lassen, damit ich besser erkenn-
bar bin.“
Ob dieselben „Marketing-Leute“ ihm auch empfoh-
len aus eben solch Gründen des Marketings sich für
Migranten einzusetzen, dass erfahren wir schon nicht
mehr.

Hier wir immer das Original:
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/migration-willkommen-in-polen/ar-AASehdk?ocid=msedgdhp&pc=U531

4 Gedanken zu “100 Meisterwerke des Qualitätsjournalismus- Heute: Kokot trifft Grochowski

    • Der Dank gilt ja eigentlich nicht mir, sondern den Journalisten
      der Qualitätsmedien, die in ihrer unermüdlichen Arbeit solch
      Perlen des „Qualitätsjournalismus“ erschaffen, dass ich nicht
      umhin kam auf deren Arbeit in einer ganze Serie ( Hundert
      Meisterwerke ) hinzuweisen, da der Leser sie leider oft ge-
      nug überliest und das eigentlich schade ist. 🙂

      Gefällt 2 Personen

  1. Es gab auch neulich so einen Artikel in der Washington Post, glaub ich, in dem ein indischer Hoteleigentümer darüber klagte, wegen Corona nicht genug Fachkräfte zu kriegen. Bislang hatte er immer Leute aus Indien eingestellt, weil Amerikaner auf das ganze Putzen und Aufräumen für das kleine Geld „nicht arbeiten wollen.“ Komischerweise putzt er jetzt selbst, während er quängelt. Nur: Kann der nicht einfach besser zahlen und/oder bessere Reinigungsmachinen kaufen? Es gibt auch eigentlich im unbürokratischen Amerika genug Teenies, die nebenbei ein bisschen Betten machen würden, um sich ein paar Groschen dazuzuverdienen. Man muss schon ein extremer Ausbeuter sein, wenn man nicht mal die für den eigenen Laden gewinnen kann, und Wildfremde herschaffen muss und auch die nur immer kurzzeitig halten kann.

    Gefällt 1 Person

    • Das ist doch der Sinn der „dringend benötigten Fachkräfte“!
      Schon unter Schröder wurde Deutschland zum Billiglohn-
      land. Nur durch die Einfuhr von Arbeitskräften aus dem
      Ausland konnten die Löhne gedrückt werden, und dies
      nicht nur in der Fleischindustrie.
      Der polnische Unternehmer hier, zahlt, wie es in dem
      Artikel steht, polnischen Mindestlohn also 300 Euro
      im Monat, da braucht er schon Ausländer die dafür
      in seinen Hotels, Restaurants und Bauunternehmen
      schurften. Kein Wunder, dass die Polen lieber als
      Saisonkräfte nach Deutschland kommen. Hier die
      Löhne zu drücken, ist immer noch günstiger als in
      Polen zu arbeiten. Vielleicht sind ja die sieben
      ukrainischen Geschwister die der polnische Unter-
      nehmer „gerettet“ auch bald wieder auf der Flucht,
      nach Deutschland. Sobald sie die „Kosten“ ihrer
      Flucht bei ihm abgearbeitet.
      Im Grunde genommen sind es dieselben Methoden
      wie die von Menschenhändlern, welche die Flücht-
      linge das Schleuser-Geld abarbeiten lassen. Die
      Methoden mögen zwar etwas feiner sein, aber
      das Prinzip ist dasselbe. Um ein Bleiberecht zu
      bekommen, müssen sie einen Job nachweisen
      und genau hier beginnt Grochowskis Geschäft!
      Also ist der Mann alles andere als ein Heiliger
      und kaum der vielbeschriebene Held, dem man
      mit solch Artikel in der Zeitung Ehre tun sollte.

      Gefällt 1 Person

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