Correktiv : Ein „von großen Zeitungsverlagen unabhängiger Journalismus“ ist nicht mehr drin

Der Krieg in der Ukraine bescherte dem buntdeutschen
Zensur-Kollektiv „Correctiv“ ein neues Aufgabenfeld,
nämlich nun die russische Berichterstattung der Fake
news zu überprüfen.
Nachdem man bei „Correktiv“ vorgab einen „von gro-
ßen Zeitungsverlagen unabhängigen Journalismus“
zu betreiben, aber mit deren Redakteure seine Vor-
stände zu rekrutieren und mit über 100 Zeitungen
dieser Verlage „Kooperationen “ unterhielt, war die
Glaubwürdigkeit von Correktiv auf unterstes Ramsch-
niveau herabgesunken. Dass man zuerst log von Face-
book bezahlt zu werden, dann eingestehen musste
doch „etwas Geld erhalten “ zu haben, nur um dann
es zugeben zu müssen doch bezahlt zu werden, dass
machte Correktiv nicht gerade glaubwürdiger. Was
da noch an Vertrauen vorhanden, das verspielte man
endgültig mit den Mitteilungen zu Corona.
Da die Recherche bei Correktiv zumeist nicht sehr
über das bloße Googeln hinausgehen, waren die Er-
gebnisse bislang eher mager und nun mit Kampf
gegen russische Fake news gleicht er eher schon
einer Selbstaufgabe.
Zumeist beruhen hier die Recherchen von Correk-
tiv, wie gewohnt auf „rechte“ Seiten beschränkt,
die man nun anstatt nach rechter Fake news im
gleichen Stil nach russischer Propaganda durch-
sucht. Da die meisten dieser „Faktenchecker“
vollkommen talentbefreit für diesen Job sind,
machen die Ergebnisse nicht viel her. Oft genug
wird sich hier vorbehaltslos auf die Informationen
„freier Journalisten“ berufen als würden denn alle
anderen nur aus ukrainischen und russischen Ge-
fängniszellen berichten: Man darf dabei nicht ver-
gessen, dass auch Class Relotius mit seinen preis-
verdächtig erfundenen Artikeln als solch ein freier
Journalist gegolten!
Man ist bei “ Correktiv“ sogar noch megastolz auf
seine „Arbeit“, welche dann meist mit den Worten
„eine Google-Suche ergab“ beginnt. So heißt es in
einem Bericht über Leichensäcke in der Ukraine
dann entsprechend : „Um herauszufinden, woher
der Ton und der Untertitel stammen, die in dem
manipulierten Video zu sehen und zu hören sind,
haben wir zunächst auf Google nach dem Unter-
titel „Ukrainian Health Ministry: 57 dead, 169 hurt
across Ukraine as Russia launches attack“ gesucht“.
Auch in einem Bericht über die angebliche Entsorg-
ung von Hilfsgüter für die Ukraine in der Oberpfalz
heißt es: „Wir finden mit einer Google-Suche nach
den Begriffen ‚Oberpfalz‘, ‚Hilfsgüter‘ und ‚Ukraine‘
mehrere Medienberichte über einen Konvoi mit
Sachspenden, der in der Stadt Auerbach in der
Oberpfalz am 4. März gestartet ist, einige Tage
bevor das Foto auftauchte „.
Auch die Aufmacher ähneln sich wie ein Ei dem
anderen: Zu den Hilfsgütern: „In Sozialen Netz-
werken kursiert ein Foto mit der Behauptung,
Hilfsgüter für die Ukraine würden in der Ober-
pfalz verbrannt „; zu den Leichensäcken in der
Ukraine: „ Im Internet wird ein Video von angeb-
lichen Leichensäcken in der Ukraine verbreitet“.
Es ist sehr aufschlussreich, dass bei „Correktiv“
nie sozusagen Reiter und Roß genannt werden,
denn dann müsste man es unter Umständen zu-
geben, welche der „Qualitätsmedien“ , – darunter
eben auch die, der über 100 Zeitungen, mit denen
man kooperiert -, auf die Meldung hereingefallen
sind. Damit müsste man ja offen zugeben, dass die
Medien selbst Fake news verbreiten! Also belässt
man es bei schwammigen Formulierungen, wie
„im Internet“ bzw. „in den Sozialen Netzwerken“
kursieren usw. Nur, wenn die extrem linken Jour-
nalisten einer vermeintlich “ rechten “ Seite etwas
anhängen können, wird explizit eine Ursprungs-
quelle genannt.
Zumal man halb so „unabhängig“ ist, wie man sich
nach außen hin gibt. So heißt es z. B. bei Artikeln
zu Lieferketten mehrfach „Aber wie CORRECTIV
und der SWR aufgedeckt haben“. Wie unabhängig
ist man, wenn man mit dem staatsnahen Fernseh-
sender zusammenarbeitet? Für eine Recherche
über Schwangerschaftsabbrüche führte das „unab-
hängige“ CorrektivLOKAL die Befragung zusam-
men mit „Lokalmedien“ durch, wobei man zudem
noch offen eingestehen muss, dass die Befragungs-
ergebnisse nichts wert sind: „Die CORRECTIV.Lokal-
Umfrage ist nicht repräsentativ“. Auch bei Thema
„Exportweltmeister Deutschland: Die Korruptions-
Akte“ arbeiteten die „von großen Zeitungsverlagen
unabhängigen“ Journalisten von Correktiv mit der
Zeitung „Welt “ und “ Ippen Investigativ “ zusam-
men. Wer „Ippen Investigativ“ nicht kennt, der er-
fährt auf deren Seite: “ IPPEN.MEDIA ist die Dach-
marke der unternehmerischen Aktivitäten der Me-
diengruppe Ippen und ihrer Partner. Die unterneh-
merischen Aktivitäten spannen sich vom klassischen
Printgeschäft bis zu einer der größten Nachrichten-
plattformen Deutschlands“.
Hier zeigt sich auch, warum „Correktiv“ so oft es in
einem ihrer Artikel geht, immer erwähnt, dass man
Google benutzt, denn folgerichtig heißt es daher bei
Ippen Media: “ Von Politik über Wirtschaft, Kultur
oder Stars: Google listet die Nachrichten unserer
Portale ganz oben„. Ein Schelm der Arges dabei
denkt!
Überhaupt liest sich „unabhängiger “ Journalismus
bei „Correktiv“ so: “ Stiftungen, Institutionen und
Unternehmen, die sich den Werten einer demokrat-
ischen Gesellschaft verpflichtet fühlen, ermöglichen
uns die Umsetzung laufender und neuer Projekte“.
Also lässt man sich von Stiftungen, Institutionen
und sogar Unternehmen bezahlen, und behauptet
trotzdem dreist: “ Bei uns finden Sie weder Werb-
ung, noch reiche Finanziers. Wir recherchieren frei
von politischen und wirtschaftlichen Interessen„.
Wie viele arme Unternehmen oder Institutionen
unterstützen „Correktiv“ dann?
Beim Betteln um Spendengelder heißt es sogar:
Mit deiner Spende leistest du einen wichtigen
Beitrag für unabhängigen Journalismus„.
Da der 2014 propagierte von „großen Zeitungsver-
lagen unabhängige Journalismus“ bei “ Correktiv“
von Anfang an nicht ansatzweise gewährleistet
wurde, ersetzte man inzwischen den Passus durch
“ investigativen Journalismus“.
2014 hieß es noch in der „Neuen Züricher Zeitung“
( 1.10.2014 ) : “ Der gemeinnützige Verein «Correctiv»
hingegen kann auf die Unterstützung seiner Mitglieder
sowie drei Millionen Euro setzen, mit der die Stiftung
der «WAZ»-Gründer Anneliese und Erich Brost das
Recherchebüro in den ersten drei Jahren unterstützt.
Nicht nur deshalb glaubt «Correctiv»-Gründer Schra-
ven an grosse Zeiten für den Journalismus …“.
Warum man nicht im eigenen Stall also in den eige-
nen Reihen nach Fake news sucht, wird schnell klar,
wenn man sich den „Redaktionsstatus“ einmal näher
ansieht. Dort heißt es u. a. “ Wir sind keine Einzel-
kämpfer und stehen zueinander nicht in Konkurrenz
und weiter „ Wir betreiben kein Medienbashing„. Es
sei denn es handelt sich um „rechte“ Blogger oder
Journalisten, die man als Konkurrenz empfindet!

5 Gedanken zu “Correktiv : Ein „von großen Zeitungsverlagen unabhängiger Journalismus“ ist nicht mehr drin

  1. Correctiv ist ein Speichellecker-Blog. Das schlimme ist, dass er mit Facebook verbandelt ist. Wäre die Bundesregierung auf Putins Seite würden sie bei Zelensky jedes Haar aus der Suppe fischen. Typische Kriegslügen sind Angaben von Opfern und Einzelfallgeschichten, also „die Krebskranke Mutter …“ oder „Raketen haben ein Kinderheim getroffen“. Solche Meldungen sind eigentlich für das Verständnis eh irrelevant und man braucht nicht den ganze Tag diesem Kleinkram nachlaufen. Als z.B. die Kinderklinik getroffen war, hab ich sofort zu meinem Umfeld gesagt, „das Ding war bestimmt eh grad leer und, weil es ein hohes Gebäude ist, wurde vermutlich einfach von dort auf die russischen Angreifer geschossen.“ Man muss einfach einen Blick für so etwas entwickeln.

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    • Da die mit den großen Zeitungsverlagen kooperieren
      und verbandelt sind, mit der Spende eines solchen
      ihr Kollektiv gegründet, – also eingekaufter Journa-
      lismus pur -, sind, kontrollieren die auch die Fake
      news derjenigen die sie schmieren oder mit denen
      sie kollaborieren, sondern nur die Blogs, Internetseiten
      der rechten Konkurrenz.
      Inzwischen haben die selbst den Passus „einen von
      großen Zeitungen unabhängigen Journalismus“ be-
      treiben zu wollen klammheimlich aus ihren Statuten
      entfernt. Bei Facebook logen die zuerst auch herum
      kein Geld zu erhalten, dann mussten sie „etwas Geld“
      zugeben und inzwischen streiten sie es nicht einmal
      mehr ab von einem Konzern eingekauft worden zu
      sein.

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