Erste Reihe mit Sommerinterviews

Da man im „unabhängigen“ Öffentlich Rechtlichen
Fernsehen einen Realitätsverweigerung nahe kom-
menden „freien“ Journalismus betreibt, der eben
nur extrem tendenziös und sinnentleert politisch
korrekt ist, so bekommt man hier selten zu hören,
was wirklich interessante Menschen zu sagen ha-
ben.
Statt dessen Dauerberieselung in Talkshows mit
Dummschwätzer jeglicher politischen Coulors, be-
stätigt von Chefkommentator-Robotern, und be-
jubelt von linksversiffter Satire und Show-Clowns.
Genau in diese Richtung geht nun das Sommer-
Interview mit Olaf Scholz. Wobei selbst „Sommer-
interview“ irreführend ist, denn im Herbst, Früh-
ling oder Winter geben derlei Politiker auch nichts
Interessantes von sich.
Die Langweiligkeit solcher festen Clownsnummern
im Öffentlich rechtlichen Zirkus, ist zumeist davon
geprägt, dass die Moderation noch um Längen lang-
weiliger als die Befragten sind. Von daher erwartet
auch kein Zuschauer hier die richtigen Fragen. Viel-
mehr geht der Zuschauer, der diese Sendung aus
mehr oder weniger triftigen Grund verpasst, in der
Regel eher nichts verpasst habe.
Und eine Schlaftablette wie Olaf Scholz wirkt auch
nicht die Spur interessanter, wenn er von jemanden
befragt, der wie ein eingenicktes Murmeltier wirkt.
In der Rolle Letzteren brillierte die Leiterin des ARD-
Hauptstadtstudios, Tina Hassel, falls das wen inte-
ressieren sollte.
Da man mit Scholz garantiert keinen volksnahen
Politiker vorzuweisen hatte, musste man sich mit
einem Pappschild von ihm begnügen, vor dem ein
paar Selfiemacher possieren.
Im ZDF hatte man übrigens Bundespräsident Frank
Walter Steinmeier im sogenannten „Sommerinter-
view“.
Wie üblich erklärte Scholz, dass das, was er zuvor of-
fen vertreten, nicht so gemeint und angeblich nie so
gesagt worden sei. Wie etwa dass, die Bürger mit ei-
ner Einmalzahlung der Arbeitsgeber abspeisen zu
wollen, und die auf Lohnerhöhungen weitgehend
verzichten sollen. Angeblich war es die von einer
großen Sonntagszeitung verbreitete Fake news.
Natürlich von der Hassel kein Wort dazu, dass ihre
Erste Reihe diese Fake news selbst weiterverbreitet.
Wichtig waren dem den Bundeskanzler mimenden
Olaf Scholz vor allem die Maßnahmen von denen
die Bürger noch nie etwas gehört haben. Und der
Olaf wahrscheinlich auch nicht! ,, Viele Maßnah-
men des Entlastungspakets seien zum 1. Juli in
Kraft getreten – davon hätten viele Bürgerinnen
und Bürger noch gar nicht gehört, dass sie eine
Entlastung bekommen„.
Das einnickende Murmeltier, äh die Moderatorin
Tina Hassel, fragte natürlich ebenso wenig nach,
wie sie es denn erklären könnte, wenn sie mit „wir“
meinte. Wir fragen nach. Wir wollen wissen. Ist die
vielleicht etwas schizophren? ,,Das lass ich mal so
stehen„ war ihre lapidare Antwort. In dieser Form
durfte Scholz als Selbstdarsteller agieren, während
das Murmeltier nur die kritische Nachfragerin mehr
schlecht als recht schauspielerte. Im Grunde genom-
men war es nur ein dem Scholz die Bälle zuwerfen.
Selbst die angeblichen Zuschauerfragen an Scholz
waren so ausgewählt, dass Luisa Neubauer als ein-
fache Zuschauerfragerin ausgewählt. Mehr muss
man dazu nicht sagen.
Wer nun also die Sendung verpasst oder ansichtlich
nicht angeschaut, hat nicht wirklich etwas verpasst.

4 Gedanken zu “Erste Reihe mit Sommerinterviews

  1. Hast du mal den Satz „Der ist mir (un)sympathisch“ in Bezug auf einen Politiker gehört? Ich hab ihn oft gehört. Ausschließlich in deutscher Sprache. Es sollte eigentlich peinlich sein, wenn Bürger statt etwas zu bemängeln oder zu loben, die „Sympathie“ für den Volksvertreter zufelde führt.

    Schnarchnasen gelten in Deutschland als sympathisch. Die perfekte Rede ist die, bei der nichts gesagt wird. Soll zwischen den ganzen Worten doch etwas gefallen sein, was dem linksgrünen Journalisten-Milieu schmeckt, dann heißt es, „Er/Sie spricht eine deutliche Sprache.“ Der offenbar voll akzeptierte Normalfall in Deutschland ist, dass man sonst in undeutlicher Sprache spricht, also im Grunde gar nicht spricht, sondern nur Zeit und Stille füllt. Wir lassen es uns bieten.

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