Bunte Regierung : Geld fürs Ausland geht immer

Die Haltung der deutschen Sozialdemokraten zu
Israel war schon immer von heuchlerisch verlogener
Doppelmoral geprägt, die so bezeichnend für die
Merkel-Ära ist. Zum einen ist für die Sozis der
Nationalstaat das größte Übel der Zeit und allem
voran der deutsche Nationalstaat muss überwunden
( ausgelöscht ) werden. Auf der anderen Seite aber
muss das Existenzrecht des israelischen National –
staates unter allen Umständen gesichert werden.
Nicht minder verlogen ist nun Heiko Maas Auftritt
in Israel. Zum einen will der sich als Vermittler auf –
spielen, wo es um die Annexion weiterer palästinen –
sischer Gebiete durch Israel geht, aber Maas emp –
fängt noch nicht einmal die palästinensische Seite.
Ebenso wie sein Vorgänger Steinmeier fehlt Maas
jegliche Neutraltät und objektive Sachlichkeit als
Vermittler, und wahrscheinlich wird er nun in aller
Welt eher als israelischer Honorarkonsul anstatt
als deutscher Außenminister wahrgenommen.
Aber damit der heuchlerischen Verlogenheit der
Merkel-Regierung noch nicht genug : Während
man in Deutschland schwer am Jammern ist, weil
angeblich wegen Corona überall in den Kassen das
Geld knapp oder schon nicht mehr vorhanden, hat
Maas nichts besseres zu tun als gleich einen Vertrag
über die deutsche Finanzierung der israelischen
Hollocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zu unter –
schreiben. ( Dafür hatDeutschland schon seit 2012
10 Millionen Euro gezahlt ). Nach Maas Unter –
schrift fließen von 2022 bis 2031 jedes Jahr eine
weitere Million Euro in jüdische Taschen. Wäh –
rend in Deutschland die Kultur brach liegt, läßt
sich die Regierung ihre Erinnerungskultur echt
was kosten.
Sichtlich ist Yad Vashem ein gut florierendes Mo –
dell modernen Ablaßhandel : Einst mit Spenden –
gelder errichtet, wobei der größte Teil aus den
USA gekommen, lohnt sich nun das Geschäft
mit der Erinnerung : Während in den 1980er
Jahren etwa jährlich 200.000 Dollar an Spen –
dengelder gesammelt, beläuft sich die Summe
heute auf etwa 10 Millionen Dollar jährlich.
2011 finanzierte die Katholische Kirche in
Deutschland der Gedenkstätte einen Volunteer.
Danach ging es nur noch um Spenden in Millio –
nen-Höhe. So zahlte 2018 auch die österreich –
ische Regierung 1 Million Euro ein.
Besonders die deutschen Unternehmen, denen
es in der Corona-Krise so schlecht geht, waren
noch 2019 sehr spendierfreudig für Yad Vashem:
Borussia Dortmund, Daimler, die Deutsche Bahn,
die Deutsche Bank und Volkswagen – fünf deutsche
Unternehmen spenden je eine Millionen Euro für
ein Erinnerungsprojekt zu Ehren der Holocaust-
Opfer.
Da versteht man um den Sinn von Bundespräsident
Steinmeiers Worte, die er 2020 bei einem Besuch
in Yad Vashem geäußert: ,, Deshalb darf es keinen
Schlussstrich unter das Erinnern geben „!