Zwischen den Zeilen gelesen – Was uns der Fall Nawalny so alles verrät. Heute : Nowitschok für alle!

Die überraschend schnelle Genesung Alexej Nawalny

gleicht wirklich einem Wunder. Konnte er den einen

Tag kaum selbstständig atmen, läuft er zwei Tage spä –

ter schon durchs Treppenhaus der Charite. Natürlich

ohne Mundschutz, aber keiner der Hyperventilierer

die sich darüber doch sonst so bei Oppositionellen,

natürlich nur wenn die Deutsch sind, so darüber auf –

regen, äussert sich nun dazu.

Sichtlich hat die Berichterstattung über den angeb –

lichen Nachweis einer Vergiftung mit Nowitschok

dieses Wunder der Verwandlung bewirkt, so dass

sich Nawalny von einem Tag auf den anderen von

einem im Sterben Liegenden in einen putzmunteren

Patienten verwandelt.

In den staatsnahen Medien hören wir immer davon,

dass die Vergiftung von Nawalny in ,,unabhängigen„

Laboren nachgewiesen worden. Von was nun diese

Labore ,,unabhängig„ sind, kann uns die übliche

Lücken-Presse nicht sagen. Kann man etwa ein

Bundeswehr-Labor als staatlich unabhängig be –

zeichnen? Um welche Labore es sich in Frankreich

und Schweden gehandelt, vermag uns die Presse

ebenfalls nicht sagen, vielleicht weil sie es selbst

nicht wissen, trotzdem wissen sie, dass dieselben

,,unabhängig„ seien.

Interessant ist daran aber eher wie zum Beispiel

die Bundeswehr in den Besitz von Nowitschok ge –

langt. Schließlich muss man ja eine Vergleichs –

quelle zur Hand haben, um zu wissen, um was,

es sich überhaupt handelt. Und was macht die

Bundeswehr ansonsten in ihren Speziallabor so

mit Nowitschok?

Auch in den ,,unabhängigen„ Laboren in Frank –

reich und Schweden muss also dementsprechend

Nowitschok als Vergleichsquelle vorhanden gewe –

sen sein. Offensichtlich ist also Nowitschok in west –

lichen Laboren beinahe schon reichlicher vorhan –

den als in russischen Geheimlaboren. Schließlich

hat jedes unabhängige Labor solch Chemiewaffen –

gift vorrätig! Also jeder weiß, was Nowitschok ist,

und hat es vorrätig!

Sichtlich herrscht in sämtlichen unabhängigen La –

boren die Meinung vor, dass Russen ausschließlich

mit Nowitschok vergiftet werden, weshalb sämtliche

dieser Labore es vorrätig haben. Woher aber nun be –

ziehen all diese unabhängigen Labore all dieses No –

witschok für Versuche und Vergleichsfälle? Es ist ja

wohl kaum anzunehmen, dass die es beim russischen

Geheimdienst über Amazon bestellt oder über Ebay

mit geboten. Gab es etwa beim ehemaligen KGB so

eine Art Haushaltsauflösung, bei der man billig ein

paar Fässer Nowitschok ersteigern konnte? Oder hat

irgend so ein abtrümmiger russischer Wissenschaft –

ler gesagt ich spendiere mal eine Runde Nowitschok

für alle? Wurde es von westlichen Geheimdiensten

gestohlen, die vielleicht der Meinung waren, dass

man es für Trump oder Merkel vielleicht noch ein –

mal gebrauchen könne? Wir wissen es einfach nicht

und niemand kann es uns sagen.

Ja es ist schon interessant, was man im Fall von

Nawalny so alles erfahren kann, wenn man es ge –

lernt hat zwischen den Zeilen zu lesen. In der DDR

wusste es schon jedes Kind, dass nicht das interes –

sant was in der Zeitung geschrieben, sondern nur

dass, was dort nicht geschrieben steht!

Pjotrs überraschend schnelle Genesung

Es passierte vor einigen Tagen in Moskau.
Seit Pussy-Riot-Aktivist Pjotr Wersilow bei
der Fußball WM von einem stattlichen Fuß –
baller verprügelt und fast niemand, bis auf
eine Handvoll Journalisten aus dem Westen,
in Russland seinen Auftritt auf dem Fußball –
feld Beachtung schenkte, fühlte sich Pjotr
nicht mehr als richtiger Mann.
Um sich in Stimmung zu bringen, besuchte
Pjotr hin und wieder gewisse Schmuddel –
seiten im Internet. Dabei traf er auf eine
Seite mit der geheimnisvollen Namen SPD.
Manche behaupten, daß der russische Ge –
heimdienst den Link zu dieser Seite auf
Pjotr Tablet plaziert.
Jedenfalls konnte Pjotr nicht widerstehen
und klickte die Seite an. Dabei passierte
es! Wahrscheinlich genau zwischen dem
Anklicken zweier Fotografien, von denen
die eine Martin Schulz unter der Dusche
und die andere Andrea Nahles im Bikini
zeigte. Pjotr verkrampfte, konnte nichts
mehr sehen und war einer Ohnmacht
nahe. So fand ihn seine Frau.
Diese rief sofort sämtliche Pussy Riot –
Mitglieder zusammen. Diese gerieten
beim Anblick Pjotr so sehr in Panik,
daß sie glatt vergessen sich ihre Tüten
und Mützen, ihr Markenzeichen, sich
über den Kopf zu ziehen.
Es blieb ihnen nichts anderes übrig als
ein russisches Krankenhaus aufzusuchen,
auch wenn man die dortigen Ärzte ver –
dächtigte Putin-Anhänger zu sein. Im
einer zweistündigen Notoperation ge –
lang es dem Ärzteteam das Tablet aus
Pjotrs völlig verkrampften Fingern zu
befreien.
Inzwischen war man in Deutschland
bei der SPD auf den Fall aufmerksam
geworden. Man vermutete, das Hans –
Georg Maaßen die Bilder ins Netz ge –
stellt, um sich für seine drohende Ent –
lassung zu rächen. Da er auch noch be –
lastende Bilder von CDU-Politiker be –
saß, würde man ihm einen noch besser
bezahlten Posten anbieten müssen.
Im Willy Brand-Haus tobte Andrea Nah –
les, daß sie unbedingt liefern müsse. So
kam man überein, über eine SPD-nahe
Stiftung Pjotr nach Deutschland zu ho –
len und seine Behandlung zu übernehmen,
im Austausch gegen die Fotos.
So kam Pjotr in die Berliner Charite. Dort
konnten Ärzte nicht die geringsten Spuren
irgendeines Giftes auffinden. Dagegen er –
holte sich Pjotr überraschend schnell nach –
dem eine Delegation von SPD-Genossen
ihren Besuch ankündigten, und verlangte
möglichst schnell nach Russland zurück –
zukehren.
Rein zufällig natürlich, bekam Hans-Georg
Maaßen am selben Tag einen bedeutend
besser bezahlten Posten.