Von Gaunern oder wenn die Geschichte sich doch wiederholt

Der mecklenburgische Kriminalrat Franz Andreas Wennmohs
( *1782 -†1825 ) schrieb in seinem im Jahre 1823 veröffentlichtem
Buch ´´ Der Gauner „ , die uns heutzutage doch wieder so seltsam
vertraut anmutenden folgenden Sätze : ´´ Diese Gauner nun , zum
bei weitem größten Theile vagabundirend und Ausländer, und durch
die Furcht vor schon verwirkter Strafe aus ihrem Vaterlande
vertrieben, durchzogen, unerkannt und ungestört, zu hunderten
das Land, betrogen, bestahlen, beraubten und mißhandelten auf
die schauderhafteste Weise die hülflosen Einwohner zumal des
platten Landes, ernäherten eine, ihre eigene Zahl noch über –
steigende, Anzahl von gewinnsüchtigen Krügern, liederlichen
Weibern, gewissenlosen Schacherjuden und Gelegenheitmachern,
raubten und stahlen also für sie mit, verlockten durch den
Reiz des Gewinns, eine Menge ansässiger Einwohner, besonders
auch Unterbediente der Justiz und Polizei, verbreiteten moralische
Uebel aller Art, und erhielten endlich, wenn sie, vom Alter gelähmt,
nicht mehr vagabundiren konnten, vom ersten besten Orte, ohne
anderes Zeugnis, als etwa das schon früher auffällig gewordener
andern Gauner,Aufenthaltserlaubnis und Bürgerecht ; um, als Käufer
gestohlnen Gutes, Hurenwirthe, Krüger und Gelegenheitmacher, fort
zu gaunern, in anderer Gestalt, nicht minder schädlich
… „