Außer Spesen, nichts gewesen!

Würden Sie sich freuen, wenn zwei Halbstarke aus reichem

Elternhaus beschliessen ihre Party in ihrem Haus zu feiern?

Heiko Maas jedenfalls war ganz aus dem Häuschen als Israel

und die Vereinigten Arabischen Emirate beschlossen ihr Tref –

fen in Berlin statt finden zu lassen. Der nämlich fand: ,, Es

ist eine große Ehre, dass der israelische und der emiratische

Außenminister Berlin als Ort für ihr historisches erstes Treffen

gewählt haben „. Tja, hätte das bei denen statt gefunden, da

hätten die alles selbst bezahlen müssen, und dies alleine schon

bei den imensen Kosten für die Sicherheit! Die gleichgeschal –

tete Staatspresse nennt dies sogar eine ,,ganz besondere Aus –

zeichnung„!

Allerdings dürfte hier eher der Spruch ,,Ausser Spesen nichts

gewesen„ zutreffend sein. Immerhin sagt man in denselben

Medien lieber erst gar nicht, was der ganze Spass wohl dem

deutschen Steuerzahler kosten wird.

Immerhin bekamen Israels Außenminister Gabi Ashkenazi

und sein emiratischer Kollege, Scheich Abdullah bin Zayed,

die Holocaust-Gedenkstätte zu sehen. Mehr hat Berlin im

Augenblick nicht zu bieten. Zwar ist Berlin gerade Corona –

Hochburg aber dies interessiert keinen der anwesenden Po –

litiker. Was, wenn sich nun Gabi Ashkenazi und Abdullah

bin Zayed ausgerechnet in Berlin mit Corona infizieren?

Bekommt dann Heiko Maas die Schuld? Immerhin war

der doch gerade erst in Quarantäne! Keiner im Bundestag

oder Bundesregierung kam auch nur ansatzweise auf die

Idee diese Party wegen Corona abzusagen! Dabei wäre es

die Gelegenheit gewesen, allein schon der Kosten wegen!

Aber plötzlich gibt es kein Corona mehr, wenn sich das

Maasmännchen politisch beweisen darf! Der ist happy:

,, Es sei den beiden Kollegen auch persönlich dankbar,

dass sie Deutschland dieses Vertrauen entgegenbringen„

Ja, wir Deutschen sind ihnen besonders dankbar dafür

dieses rauschende Fest mit unseren hart verdientem

Steuergeld bezahlen zu müssen! Sichtlich hätte man

es sich von einem deutschen Außenminister lieber  ge –

wünscht, dass sich der Gäste einlädt, bei deren Verhand –

lungen wenigstens etwas für Deutschland herauskommt!

Das Maas in dem Treffen den Kellner spielen darf, damit

ist niemanden geholfen! Aber so ist es in der Politik der

Merkel-Regierung eben: Man tut stets dass, wo am Ende

am wenigsten für Deutschland heraus kommt! Da klingt

es fast schon wie Hohn, wenn der Gesandte der israel –

ischen Botschaft, Aaron Sagui, verkündet: ,,Deutschland

sei ein wichtiger Akteur in der Weltgemeinschaft„. Wenn

doch bloß einmal bei solchen Aktionen auch nur wenigstens

etwas für Deutschland herauskommen würde.

Aber wie schon gesagt : Außer Spesen, nichts gewesen! Und

so wird der deutsche Steuerzahler es wohl nie erfahren, was

ihm dieses Treffen in Berlin gekostet hat. So ehrlich ist man

in der buntdeutschen Demokratie nun doch nicht!

Bunte Regierung : Geld fürs Ausland geht immer

Die Haltung der deutschen Sozialdemokraten zu
Israel war schon immer von heuchlerisch verlogener
Doppelmoral geprägt, die so bezeichnend für die
Merkel-Ära ist. Zum einen ist für die Sozis der
Nationalstaat das größte Übel der Zeit und allem
voran der deutsche Nationalstaat muss überwunden
( ausgelöscht ) werden. Auf der anderen Seite aber
muss das Existenzrecht des israelischen National –
staates unter allen Umständen gesichert werden.
Nicht minder verlogen ist nun Heiko Maas Auftritt
in Israel. Zum einen will der sich als Vermittler auf –
spielen, wo es um die Annexion weiterer palästinen –
sischer Gebiete durch Israel geht, aber Maas emp –
fängt noch nicht einmal die palästinensische Seite.
Ebenso wie sein Vorgänger Steinmeier fehlt Maas
jegliche Neutraltät und objektive Sachlichkeit als
Vermittler, und wahrscheinlich wird er nun in aller
Welt eher als israelischer Honorarkonsul anstatt
als deutscher Außenminister wahrgenommen.
Aber damit der heuchlerischen Verlogenheit der
Merkel-Regierung noch nicht genug : Während
man in Deutschland schwer am Jammern ist, weil
angeblich wegen Corona überall in den Kassen das
Geld knapp oder schon nicht mehr vorhanden, hat
Maas nichts besseres zu tun als gleich einen Vertrag
über die deutsche Finanzierung der israelischen
Hollocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zu unter –
schreiben. ( Dafür hatDeutschland schon seit 2012
10 Millionen Euro gezahlt ). Nach Maas Unter –
schrift fließen von 2022 bis 2031 jedes Jahr eine
weitere Million Euro in jüdische Taschen. Wäh –
rend in Deutschland die Kultur brach liegt, läßt
sich die Regierung ihre Erinnerungskultur echt
was kosten.
Sichtlich ist Yad Vashem ein gut florierendes Mo –
dell modernen Ablaßhandel : Einst mit Spenden –
gelder errichtet, wobei der größte Teil aus den
USA gekommen, lohnt sich nun das Geschäft
mit der Erinnerung : Während in den 1980er
Jahren etwa jährlich 200.000 Dollar an Spen –
dengelder gesammelt, beläuft sich die Summe
heute auf etwa 10 Millionen Dollar jährlich.
2011 finanzierte die Katholische Kirche in
Deutschland der Gedenkstätte einen Volunteer.
Danach ging es nur noch um Spenden in Millio –
nen-Höhe. So zahlte 2018 auch die österreich –
ische Regierung 1 Million Euro ein.
Besonders die deutschen Unternehmen, denen
es in der Corona-Krise so schlecht geht, waren
noch 2019 sehr spendierfreudig für Yad Vashem:
Borussia Dortmund, Daimler, die Deutsche Bahn,
die Deutsche Bank und Volkswagen – fünf deutsche
Unternehmen spenden je eine Millionen Euro für
ein Erinnerungsprojekt zu Ehren der Holocaust-
Opfer.
Da versteht man um den Sinn von Bundespräsident
Steinmeiers Worte, die er 2020 bei einem Besuch
in Yad Vashem geäußert: ,, Deshalb darf es keinen
Schlussstrich unter das Erinnern geben „!

Über das Holocaust-Mahnmal vor Björn Hocke

Im Fall des sächsischen AfD-Abgeordneten Björn Höcke
welcher das Holocaust-Mahnmal in Berlin als ein „Mahn –
mal der Schande“ bezeichnet hat, huldigen die Politiker
der etablierten Parteien wieder einmal mehr dem Vergessen.
Immerhin war Höcke nicht der Erste, der dieses Mahnmal
als eine Schande bezeichnet !
Anläßlich des 60. Jahrestages der Befreiung des KZs
Auschwitz im Jahre 2005 sagte der frühere israelische
Botschafter in Deutschland, Avi Primor nämlich :
´´ Mahnmäler zur Verewigung der eigenen Schande er –
richtet ? Dazu haben bis heute nur die Deutschen den
Mut und die Demut gehabt. „
Sichtlich ist es da also diesen Politikern in Deutsch –
land glatt entgangen, dass führende Politiker in Israel
das Holocaust-Mahnmal ebenfalls als „Schande“ be –
trachten.
Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Salomon
Korn gab in einem Interview im SPIEGELS ( Heft 12/
2004 ) im März 2004 unverblümt zu : ´´ Ich hatte
anderes vorgeschlagen, etwa eine Säule des Branden –
burger Tors provisorisch zu verkleiden. Oder einen ganz
schmalen Graben vor dem Reichstag zu ziehen, als Aus –
druck einer offenen Wunde. Man muss dann über den
Graben gehen, wenn man in den Reichstag will oder aus
ihm kommt. Als integraler Bestandteil der deutschen
Geschichte hätte ein solches Mahnmal eher geschmerzt,
als es ein isoliert stehendes Mahnmal auf freiem Ge –
lände vermag. „
Am 10. Mai 2005 erklärte Wolgang Thierse : “ Das
Denkmal wird Anstoß bleiben, der Streit darum wird
weitergehen „. Man wusste also sehr wohl, was man
mit der Errichtung dieses Mahnmals bezweckte.
Schon im Jahre 2003 stellte Sven Möller von der
Reaktion Initiative-Dialog in ´´ Lea Rosh als Phäno –
men und Mahnmal „ vom 29. Oktober fest : ´´ Wenn
das Mahnmal aber nicht aus Solidarität entsteht, also
aus Freiwilligkeit der ´´ Unbeteiligten-Perspektive `´
und trotzdem subjektiv in deren Mitte und auf deren
Kosten entsteht, dann wird der Bevölkerung das Mahn –
mal zum Strafmal, was kontraproduktiver kaum vor –
stellbar sein kann. „
Claudia Schwartz stellte 2004 in der Neuen Züricher
Zeitung ( NZZ ) vom 18. Dezember fest : ´´ ´´ Von der
Reichstagskuppel aus gesehen mutet das Bauwerk an wie
ein grosser, mitten in die Stadt hinein gepflasterter, un –
sinniger Flecken, der sich nicht in seine Umgebung ein –
passt . . . Als Stein des Anstosses schiebt sich das Beton –
mosaik immer wieder in den Blick im Stadtbild des neuen
Berlin zwischen Reichstagskuppel und Potsdamer Platz.
Das hauptstädtische Postkartenidyll ist nur noch unter
Anstrengung zu bekommen „.
Severin Weiland stellte im ´´ Spiegel „ vom 10. Mai 2005
fest : ´´ ´´ Es war Paul Spiegel, der Vorsitzende des Zentral –
rats der Juden, der sich am Dienstag in seiner Rede hinter
die Forderung anderer Opfergruppen nach öffentlichen
Orten des Gedenkens stellte – für die der Homosexuellen
und die der Roma und Sinti. Spiegel ließ es sich nicht
nehmen, in einer kritischen Rede das Mahnmal zu wür –
digen und zugleich an seine Schwächen zu erinnern. Ohne
die historische Erinnerung, ohne die authentischen Vernicht –
ungsorte werde auf Dauer jedes abstrakte Denkmal seine
Wirkung als Zeichen gegen das Vergessen verlieren, mahnte
er . . . Indirekt kritisierte Spiegel auch die Erscheinungsform
und seine mögliche Wirkung. Es ehre zwar die Opfer, verweise
aber nicht auf die Täter : “ Die Täter und Mitläufer von einst
und deren heutige Gesinnungsgenossen müssen sich beim Be –
such des Denkmals nicht unmittelbar angesprochen fühlen.“
Trotz der Einwände unterstütze er aber das Projekt, so Spiegel :
“ Möge es dazu beitragen, jene Erinnerung wach zu halten, die
mit dem Verstummen der Zeitzeugen zu verblassen droht.„
Christian Bommarius urteilte in der ´´ Berliner Zeitung „ vom
13. Mai 2005 über die Initiatorin des Holocaust-Mahnmals :
´´Aber sie ist keine Närrin, ihre Schuldfähigkeit steht außer
Frage. So lautet das Urteil: Lea Rosh ist die hässlichste
Deutsche dieser Tage. Ihr Wort ist uns Ekel und eine Qual
und eine Schande ist sie jedem, der fühlt. „
Sichtlich täten die Politiker im Bundestag besser daran, an –
statt nun die Überwachung von AfD-Politikern zu fordern,
sich selbst einmal mit der deutschen Geschichte zu befassen
und es wäre wünschenswert, wenn sie dabei doch gleich ein –
mal zuerst mit der Geschichte des Baus des Berliner Holo –
caust-Mahnmals und deren Initiatoren anfangen würden.
Nur wer die eigene Geschichte nicht kennt, trifft solch
eklatante Fehlentscheidungen !
Fazit : Die Äußerungen von Björn Höcke stellen keine „Volk –
Verhetzung“ dar, sondern sind schlicht und ergreifend nur
bloßer Vorwand für gewisse Politiker, um gegen eine ihnen
mißliebige Partei ein Versammlungsverbot zu erwirken. Es
ist also nichts als ein infames Spiel der Politik.