Juden in der AfD

Es geht also schon wieder los in Deutschland!
Im Augenblick erleben wir ein wahres Kessel –
treiben gegen Juden. Aber dieses Mal sind es
die, welche sich als politische Führer der Ju –
den in Deutschland ansehen, welche da ge –
gen Juden zu Felde ziehen.
Sichtlich glaubt diese politische Elite ihren All –
machtsanspruch in Gefahr. Gleich 40 jüdische
Organisationen beteiligen sich an der Hetze
gegen ihre Glaubensgenossen, so als dürften
diese nicht selbst und frei entscheiden, was
sie denken.
Die Anschuldigungen gegen die Juden in der
AfD sind vielfältig, die Beweise mehr als dürf –
tig. Als ob denn nur eine bestimmte politische
Elite im Lande zu bestimmen hat, was koscher
ist und was nicht. Diese sollte sich lieber fragen,
warum sich immer weniger Juden von ihnen
noch vertreten fühlen. Doch ist es einfacher
gegen die anderen, solange die noch in der
Minderheit, gnadenlos zu hetzen.
Diejenigen die da heuchlerisch vorgeben, mit
ihrem Protest sich nicht von der AfD instrumen –
talisieren zu lassen, lassen sich dagegen gerne
gegen die AfD instrumentalisieren.
Dabei bedient man sich der linken Medien als
Einpeitscher, auch damit die Juden in der AfD
gar nicht erst zu Wort kommen. Das Urteil über
sie ist ohnehin schon gefällt, was nicht wenige
an stalinistische Schauprozesse erinnert.
Die Wut der politischen Elite, nicht nur über
ihren Machtverlust, wird deutlich, wenn man
bedenkt, daß Juden in der AfD, ihnen einen
ihrer Lieblingsvorwürfe, nämlich den des
Antisemitismus, nehmen. Ohne ihre Nazi –
keule stehen sie recht hilflos da. Jetzt haben
sie wirklich nur noch ihre ´´Islamphobie„
und die nimmt ihnen, nach jeder weiteren
Messerattacke, immer weniger Menschen
in Deutschland noch ab!
Die Gründung von Juden in der AfD stellt
die politischen Eliten in Frage, welche sich
einzig über den Holocaust definieren und
geistig längst im Jahr 1945 zurückgeblieben
sind. Für die ewig Gestrigen, die einzig von
Sühnegeldern leben, darf es eben nie ein
Morgen für Deutschland geben.

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Anna Prizkau zwischen Nazibraut und jüdischer Autorin

Anna Prizkau, welche gerne Reportagen im Stil von
schwülstigen Liebesromanen verfasst, versuchte sich
im Oktober 2017 an Neonazis und dem Holocaust.
´´ Jüdische Autorin trifft Neonazi-Aussteigerin
lautet denn der Titel ihres FAZ-Artikels. Ganz im
Stile eines Groschen-Liebesromans schleicht sich
die Prizkau an das Thema heran : ´´ Das deutsche
Mädchen träumte von Krieg und von Amerikanern.
Das jüdische von Auschwitz und Nazis. Die Alb –
träume träumten sie nicht in einer Zeit, als Hitler
aus Volksempfängern geschrien hat. Die Träume,
Ängste sind nicht so alt, die Mädchen inzwischen
erwachsen, sie sind junge Frauen „. Sichtlich woll –
ten FAZ-Leser schon immer wissen, wovon Rechte
des Nachts so träumen. Anna Prizkau weiß es. Zu –
mindest glaubt sie es.
Dementsprechend ist nun auch ihre Vorstellung von
bayerischen Neonazibräuten : ´´ Glatzen und Springer –
stiefel gab es in ihrer Kindheit nicht, nur Dirndl und
verbotene Filme, Musik, Bücher und Ferienlager –
alles war naziideologisch „. Mal ehrlich, wären sie
ohne Anna Prizkau jemals darauf gekommen, daß
ausgerechnet ein Dirndl sich als Neonaziuniform
entpuppt.
Blöderweise entpuppt sich dann aber ausgerechnet
die jüdische Autorin Deborah Feldman als die eigent –
liche Rassistin. Die Prizkau merkt das nicht einmal,
wenn sie deren Sätze wiedergibt. Sätze etwa, wie
diesen : ´´ Man muss sich vorstellen, dass in der
Gemeinde, aus der ich komme, fremde Völker im
Grunde so angesehen werden, dass sie einem Zweck
Gottes dienen, und dieser Zweck lautet, sie sind auf
der Welt, um uns Juden das Leben zu erschweren „.
Man versuche es sich an dieser Stelle lieber gar nicht
erst vorzustellen, welche Reaktionen es wohl ausge –
löst, wenn Neonazi-Aussteigerin Heidi Bennecken –
stein solch einen Satz über Juden gesagt !
Aber die Feldman, die angeblich von ihrer den Holo –
caust überlebenden Großmutter, keinerlei Hass ge –
lernt, legt gleich noch eine Schippe drauf : ´´ Inso –
fern waren die Deutschen immer nur Werkzeug, nur
dass sie in ihrer Funktion boshafter waren, blutrüns –
tiger, grausamer. Als Täter waren sie die schaurigsten
Marionetten eines zürnenden Gottes. Zieht man Gott
aus dem Bild ab, bleibt ein furchtbarer Täter zurück,
den man von außen gesehen ganz anders interpretieren
muss „. So sieht also das Bild des Deutschen aus, bei
einer US-Amerikanerin, die ja differenziert, sowie nicht
pauschalisiert, und der jeder Rassenhass völlig fremd !
Dazu der Holocaust als Ersatzreligion, das hat schon
was !
Während sich die bayerische Neonazi-Aussteigerin Heidi
Benneckenstein, ihrer Vergangenheit, nunmehr politisch
korrekt auf Linie gebracht, natürlich schämt, sind für die
jüdische Autorin, zwar ebenfalls nur immer die anderen
schuld, aber von Reue oder gar Schamgefühl ist da nichts
zu spüren.
Wir erfahren aber, dass es nicht die Erziehung gewesen,
sondern erst das Lesen des Tagebuchs der Anne Frank,
derlei Ansichten in Deborah Feldman wachgerufen und
dadurch der Holocaust zu ihrer kollektiven Geschichte
geworden. Was wäre wohl bloß aus ihr geworden, wenn
es in ihrer ultraorthodoxen Familie erlaubt gewesen, et –
wa Comics zu lesen ? Aber so blieb uns eine weitere
Wonderwoman erspart ! Langsam begreift die Neo –
nazibraut Benneckenstein, warum ihr Vater nur ein
Buch im Regal, indem das Tagebuch der Anne Frank
geleugnet wurde. Darüber ungläubig fragt die Feldman
´´ Aber glauben Nazis denn nicht, dass die Juden den
Holocaust verdient haben? Wozu ihn leugnen?
Bei der Feldman löste es jedenfalls gleich ein wahres
´´ Traumata „ aus, wie man später im Text, an der
Stelle, wo sie über ihr Kind spricht, erfahren !
Wiederum ist es dann aber die jüdische Autorin, die
deutlich tief von Vorurteilen geprägt : ´´ Früher ward
ihr für mich immer diese Geisterschurken mit Sprin –
gerstiefel, kantigen Zügen und blonden Haaren „.
Das ganze Gespräch zwischen so einer Neonaziaus –
steigerin und einer jüdischen Autorin, überfordert
unsere unbedarfte Autorin sichtlich, zumal es an
einem Punkt angelangt, wo, wenn immer man als
Deutscher etwas darüber sagt, einen nur Minen er –
warten. Also beschränkt sie sich darauf das Zwie –
gespräch unkommentiert zu übernehmen.
Pikant : Der erste Kontakt Deborah Feldman mit
so einem bösen Deutschen endete im Bett. Aber
sie sang ihm ein jüdisches Wiegenlied mit einem
Flair von Auschwitz vor und der Deutsche knickt
ein. Gefahr verbannt. Natürlich wundert sich die
Prizkau nicht im Mindesten, warum man in den
USA jüdischen Kindern schon in der Wiege vor –
singt ´´ Du hast, mein Kind, eine Mutter gehabt,
hast sie kaum gekannt. In den Auschwitzer Flam –
men hat man sie verbrannt „. Sie findet das jüd –
ische Wiegenlied einfach nur schön, wendet sich
aber lieber gleich der Nazibraut zu, um dieselbe
nach ihrem ersten Nazifreund zu befragen. So
werden wir also nie erfahren, warum Juden in
den USA klassischen Deutschhass schon in die
Wiege gelegt bekommen.
Dagegen ist die Deutsche Benneckenstein, durch
das Neonazi-Austeigerprogramm, schon ganz auf
Linie der deutschen Kollektivschuld gebracht. Was
bei ihr dann so klingt : ´´ Wir müssen uns fragen,
wie wir diese Schuld als eine Mahnung an die Zu –
kunft verstehen, vermitteln können. Die Schuld ist
ja da „.
Die jüdische Autorin findet den Begriff Schuld
furchtbar, aber ganz kann sie von der ihr schon
in die Wiege gelegten Kollektivschuld der Deut –
schen dann doch nicht lassen : ´´ Nehmen wir an,
wir sagen Kriegs-Schuld. Oder Holocaust-Schuld,
Völkermord-Schuld. Dann wird deutlich, dass sich
die Schuld auf das Verbrechen bezieht. Die Schuld
ist nicht per se deutsch. Das würde alle anderen von
vornherein ausklammern. Schuldig sind die, die die –
ses Verbrechen möglich gemacht und ausgeführt
haben. Die Verantwortlichen sind Menschen, dass
heißt, in ihrer Menschlichkeit waren sie Verbrecher
von äußerster Brutalität „. Klingt aber auch nicht
viel besser als ´´ Kollektivschuld „ !
Endlich kann Anna Prizkau loslegen, denn dass ist
voll ihr Thema : Vorurteile ! Sie selbst ist voll da –
von, und da die Feldman nicht so recht ran will, so
versucht die Prizkau ihr nun mit Fragen nach dem
schlimmen Deutschen beizukommen. Als auch das
nicht so recht Wirkung zeigt, wird dann lieber die
einer Gehirnwäsche unterzogene Nazibraut vorge –
führt, die dann auch gleich, nun politisch korrekt,
zu berichten weiß : ´´ Und es verstört mich, dass
viele rechtsextremistische Straftaten einfach nicht
verfolgt oder als rechtsextremistisch eingeordnet
werden. Das beste Beispiel ist der Amoklauf in
München „. Genau, denn der Muslim Ali, der sich
selbst den jüdischen Namen David zugelegt, ist ja
auch der klassische deutsche Rechtsextremist !
Das gefällt unserer Prizkau. Sofort unterstellt sie
in geradezu lächerlichster Art und Weise in der
Frage ´´ Sympathisieren Polizei und Justiz in
Deutschland mit rechten Taten ? „ Blöder Weise
reichte die Gehirnwäsche bei der Ex-Nazibraut
nicht dazu aus, auch nur einen einzigen solchen
Fall aus der Justiz in Deutschland zu nennen.
Selbst die jüdische Autorin muß da passen ! Man
hat nichts aufzubieten als einen Anwalt der auch
Rechte vertritt, so als wäre selbst das schon ein
Verbrechen.
Ab dem verfällt die Prizkau wieder in ihre alte
Starre und gibt sich ihrem Groschenromanstil
hin. Ihr fallen nur noch dümmliche Sätze ein,
und sie muß selbst zugeben : ´´ Das Gute fehlt
aber am Ende „. Es ist halt, wie in all ihren Ar –
tikeln ! Es sind Sätze, wie über den grauen Mann,
in Kaschmir gekleidet. Von dem die Prizkau es
nicht einmal wagt, wiederzugeben, was der tat –
sächlich gesagt, sondern nur das, was sie glaubt,
dass er hören will. Typischer Prizkau-Stil, der
sich mehr auf romanhaften Mutmaßungen stützt,
da wo die Realität sich nicht tendenziös verbiegen
lässt. Kein Wunder, dass die drei Ergrauten das
Schweigen einer Anna Prizkau einfordern. Einer
Prizkau, die gerade mal wieder auf einen fahren –
den Zug aufgesprungen, und in der Realität noch
nicht einmal etwas mit ihrer ´´ Automatenstimme
zu sagen hat.

Von der Erinnerungskultur des Scarabaeus sacer und der sich daraus ableitenden moralischen Verpflichtungen

In der deutschen Blumenkübel-Demokratie sind die
Politiker gerade dabei die deutsche Kultur vollständig
zu demontieren. Dazu passt etwa die Äußerung der
SPD-Politikerin Aydan Özoguz, dass das deutsche
Volk gar keine eigenständige Kultur besitze.
Nicht eigenständiges ist aber einzig die sogenannte
´´ Erinnerungskultur „, welche man den Deutschen
statt dessen aufzupropfen gedenkt.
Eine ´´ Erinnerungskultur„, deren einziger Zweck
das Untermauern der ewigen Kollektivschuld der
Deutschen ist.
Zu dieser ´´ Erinnerungskultur „ gehören leere Stan –
dardbegriffe, wie etwa der, der ´´ moralischen Ver –
pflichtung „.
Während also der deutsche Nationalstaat, Volk und
Kultur überwunden werden müssen, gilt es aus eben
dieser ´´ moralischen Verpflichtung „ heraus, das
Existenzrecht des Nationalstaates Israel unter allen
Umständen zu schützen und die jüdische Kultur und
Nationalität streng zu wahren. Dazu bedarf es natür –
lich unbedingt der ´´ Erinnerungskultur „ des Holo –
caustes.
Von daher wurde jedes Leugnen des Holocaustes in
der BRD unter schwere Strafe gestellt. Jedoch ist es
im Gegenzug keine Straftat, sich als vermeintlicher
Holocaustüberlebender auszugeben. Solange man
sich daran nicht persönlich bereichert und nur ge –
gnügend Gräueltaten erfindet, welche natürlich nur
von den Deutschen begangen, bleibt dies also voll –
kommen straffrei in diesem Land. Dabei werden
Lügner durch jenes Gesetz gedeckt, das eigentlich
das Leugnen des Holocaustes unter Strafe stellt.
Wer würde es sich von daher nun noch wagen,
die Aussagen all der falschen Holocaustüber –
lebenden anzuzweifeln ?
Bekanntester Fall dieser Art von ´´ Erinnerungs –
kultur „ dürfte wohl der des 2012 als Lügner über –
führten Otto Uthgenannt ( *1935 ) aus Ostfries –
land. Uthgenannt hatte sich als ein das KZ Buchen –
wald überlebendes jüdisches Kind ausgegeben. Seine
erfundene Biografie hatte sehr starke Ähnlichkeit mit
der des Falles Binjamin Wilkomirski in der Schweiz.
Uthgenannt hatte über Jahre in Schulen und bei Ge –
denkveranstaltungen über seine fünfjährige Haftzeit
als jüdisches Kind im KZ Buchenwald berichtet. Er
behauptete durch den Holocaust 72 Verwandte ver –
loren zu haben, darunter Vater, Mutter und Schwester.
In Wahrheit aber war die Familie Uthgenannt nicht
jüdisch, sondern evangelisch und nie ins KZ deportiert
worden. Vater, Mutter, Schwester und Sohn überleb –
ten den Krieg in Göttingen. Seinen letzten öffentlichen
Auftritt hatte der Holocaustlügner Uthgenannt am 7.
November 2012 in Wildeshausen. Angeklagt wird
Uthgenannt dafür nicht, denn :´´ Strafrechtlich wird
die falsche Biografie für Otto Uthgenannt vermutlich
keine Folgen haben, erklären Juristen auf Nachfrage.
Wenn jemand Geld verdient mit einer Lüge, dann kann
man ihn wegen Betrugs anklagen. Auch die Verwend –
ung eines falschen Titels ist strafbar. Es ist aber nicht
verboten, sich eine Religionszugehörigkeit, eine Lager –
vergangenheit oder tote Verwandte auszudenken. Hei –
kel wird es lediglich, wenn zur Untermauerung einer
falschen Biografie Urkunden gefälscht werden „.
Im Gegensatz zum Leugnen des Holocaustes hat das
Erdichten eines Holocaustes in der Bundesrepublik
Deutschland also keinerlei strafrechtliche Folgen für
den Lügner !
Eine andere ´´ moralische Verpflichtung „ ist es, das
Deutschland nun, als ´´ Lehre aus seiner Geschichte „,
alle Flüchtlinge aufnehmen müsse. Eine Verpflichtung
kann sich aber nur daraus ergeben, wenn die anderen
Staaten ab 1933 -1939 selbst massiv Deutsche aufge –
nommen oder dieses ab 1945 getan. Jedoch geschah
es nur in sehr geringem Maße. Und 1945 nahm nicht
ein einziges Land deutsche Heimatvertriebene auf !
Trotzdem werden in der Politik gerne die Heimatver –
triebenen mit heutigen Wirtschaftsflüchtlingen, wie
etwa den nordafrikanischen Antänzern, gleichgestellt.
Dies dient rein populistischer Propaganda. Keiner
dieser verlogenen Politiker hat nämlich ein echtes
Interesse daran, heutige Flüchtlinge rechtlich mit
den damaligen deutschen Heimatvertriebenen gleich
zustellen. Dies würde den Deutschen nämlich dann
das moralische Recht einräumen, Flüchtlinge etwa
nach den Benes-Dekreten zu behandeln, welches
ja offiziell zu EU-Recht erklärt !
Übrigens flohen 1945 etliche Deutsche nach Süd –
amerika. Hier war beispielsweise Argentinien,
eines der wenigen Länder, welche Deutsche 1945
aufgenommen. Selbstverständlich ergab sich da –
raus für die BRD keinerlei ´´ moralische Verpflicht –
ung „ etwa im Falklandkrieg 1982 argentinischen
Soldaten oder vom Krieg bedrohten argentinischen
Zivilisten besonderes Asyl einzuräumen! Was wohl
deutlich aufzeigt, dass sich diese selbst auferlegten
´´ moralische Verpflichtungen „sich kaum um echte
Menschenrechte scheren, sondern einzig nach polit –
ischer Gesinnung willkürlich, wie Steuern, von dem
deutschen Volk erhoben !
Von daher kam die Gleichsetzung nicht so gut an
und man versucht dasselbe Spiel nunmehr lieber
auf den Rücken der Mauerflüchtlinge aus der ehe –
maligen DDR. Zuletzt tat sich darin, 2017 kurz vor
den Wahlen die Grünenpolitikerin Göring-Eckardt
hervor!
Auch hier macht die ´´ Erinnerungskultur „natürlich
große Abstriche, etwa damit, daß das Leugnen der
stalinistischen Verbrechen ist in diesem Land nicht
strafbar ist ! Dieser Kniefall der ´´ Erinnerungskul –
tur „ wurde gemacht, weil heute genau solche Lin –
ken das Geschichtsbild bestimmen!
Es ist bezeichnend in der EU-Geschichte, das in
allen Staaten sämtliche im Krieg und besonders
ab 1945 begangenen Verbrechen verjährt sein
sollen, aber einzig die deutschen Verbrechen
nie und nimmer verjähren sollen. Wobei sich
erschwerend gestaltet, dass das Erfinden von
angeblich von Deutschen verübten Kriegsver –
brechen und Grausamkeiten selbstverständlich
nirgendwo unter Strafe gestellt.
So konnte es denn auch kommen das 1991in
der von Jan Philipp Reemtsma ins Leben ge –
rufenen ´´Anti-Wehrmachtsausastellung
sich der größte Teil der ausgestellten Foto –
grafien als plumpe Fälschungen entpuppten.
So also schlich sich die Falschheit von Anfang
an in die ´´ Erinnerungskultur „ ein und wurde
zu ihrem geistigem Vater.
Und gewissenlose Politiker setzen alles daran,
dass die weit über tausende Jahre reichende
Kultur des deutschen Volkes nunmehr dieser
falschen Erinnerungskultur weichen soll. Man
gebärdet sich dabei wie die Pillen-drehenden
Mistkäfer ( Scarabaeus sacer ), welche immer
nur in dem Abfall des Nationalsozialismus herr –
um wühlen, um aus dem Abfall weitere bittere
Pillen für das deutsche Volk zu drehen.

Warum Lügen für das politische System straffrei bleiben

Irgendwann einmal kam in der Bundesrepublik
Deutschland die Politik an einem Punkt, wo sie
so sehr Lügen aufgesessen, dass einem nichts
weiter übrig blieb, als die Lügen straffrei lassen
zu müssen, so lange sie nur halbwegs im Sinne
der gegenwärtigen Politik waren. Das allerdings
führte nur zur weiteren politischen Verwicklun –
gen, welche die ganze Absurdität des politischen
Systems offenbarte.
Nehmen wir nur einmal den Holocaust. Jedes Leug –
nen des Holocaustes ist in der BRD eine schwere
Straftat. Jedoch ist es im Gegenzug keine Straftat,
sich als vermeintlicher Holocaustüberlebender aus –
zugeben. Solange man sich daran nicht persönlich
bereichert und nur gegnügend Gräueltaten erfindet,
welche die Deutschen begangen, bleibt dies voll –
kommen straffrei in diesem Land. Dabei werden
Lügner durch jenes Gesetz gedeckt, das eigentlich
das Leugnen des Holocaustes unter Strafe stellt.
Wer würde es sich daher wagen, die Aussagen
der falschen Holocaustüberlebenden anzuzwei –
feln ?
In der Geschichte hat sich die Justiz da nicht
viel weiter entwickelt als im Mittelalter als
es sich in der Mark Brandenburg auch gar
niemand getraut den falschen Woldemar zu
überführen, weil dessen Auftreten auch damals
den Mächtigen ganz recht im Ringen um die
Macht gewesen.
Aufsehen erregten eher Fälle im Ausland, wie
etwa 2000 der Fall Binjamin Wilkomirskis in
der Schweiz, wo sich der Schweizer Dösekker,
der nie in Deutschland gewesen, als Holocaust –
überlebender von Auschwitz ausgegeben und
über sein völlig frei erfundenes Leben das Buch
´´ Bruchstücke. Aus einer Kindheit 1939 -1948 „
veröffentlichte. Natürlich kamen die Historiker
in der Bundesrepublik gar nicht umhin als das
Machwerk sogleich anzuerkennen. So attestierte
etwa der Historiker Wolfgang Benz, Leiter des
Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung,
den “ Bruchstücken “ nicht nur Authentizität, son –
dern auch literarischen Rang „.
Im Jahre 2012 hatte dann auch die Bundesrepublik
Deutschland seinen Fall der erfundenen Holocaust –
biografie in Gestalt des Otto Uthgenannt ( *1935 )
aus Ostfriesland. Uthgenannt hatte sich als ein das
KZ Buchenwald überlebendes jüdisches Kind aus –
gegeben. Seine erfundene Biografie hatte sehr starke
Ähnlichkeit mit der des Falles Binjamin Wilkomirski.
Uthgenannt hatte über Jahre in Schulen und bei Ge –
denkveranstaltungen über seine fünfjährige Haftzeit
als jüdisches Kind im KZ Buchenwald berichtet. Er
behauptete durch den Holocaust 72 Verwandte ver –
loren zu haben, darunter Vater, Mutter und Schwester.
In Wahrheit aber war die Familie Uthgenannt nicht
jüdisch, sondern evangelisch und nie ins KZ deportiert
worden. Vater, Mutter, Schwester und Sohn überleb –
ten den Krieg in Göttingen. Seinen letzten öffentlichen
Auftritt hatte der Holocaustlügner Uthgenannt am 7.
November 2012 in Wildeshausen. Angeklagt wird
Uthgenannt dafür nicht, denn :´´ Strafrechtlich wird
die falsche Biografie für Otto Uthgenannt vermutlich
keine Folgen haben, erklären Juristen auf Nachfrage.
Wenn jemand Geld verdient mit einer Lüge, dann kann
man ihn wegen Betrugs anklagen. Auch die Verwendung
eines falschen Titels ist strafbar. Es ist aber nicht ver –
boten, sich eine Religionszugehörigkeit, eine Lager –
vergangenheit oder tote Verwandte auszudenken.
Heikel wird es lediglich, wenn zur Untermauerung
einer falschen Biografie Urkunden gefälscht werden „.
Im Gegensatz zum Leugnen des Holocaustes hat das
Erdichten eines Holocaustes in der Bundesrepublik
Deutschland also keinerlei strafrechtliche Folgen für
den Lügner !
Die unselige Unsitte, das Lügen für das politische
System straffrei bleibt, setzt sich in der Heiko Maas –
geschneiderten Justiz munter fort. Nehmen wir nur
einmal die Fake-News-Verbreitung. Wenn da so ein
Rechter die Vergewaltigung durch einen Migranten
erfindet, stellt dies nach Meinung der Maaschen
Justiz eine Straftat dar. Als aber sodann Anfang
des Jahres 2016 eine Migrantenhilfsorganisation
einen toten Flüchtling vor dem Lageso in Berlin
erfand, blieb dies für alle Beteiligten vollkommen
straffrei !
In letzterem Fall haben sich die Systemlinge mit
Lügen wieder einmal selbst in eine oberpeinliche
Situation gebracht. Hätten sie nun nämlich tat –
sächlich den Mohabiter Hilfsverein zur Anzeige
gebracht, dann hätten sie zwangsläufig auch gegen
sämtliche Vertreter ihrer Systempresse vorgehen
müssen, einschließlich der GEZ-Zwangsgebühren
finanzierten Nachrichtensendungen von ARD, ZDF
und den Dritten, welche sich ja ebenfalls sehr rege
an der Verbreitung dieser Fake-News beteiligt !
Dementsprechend blieb also der Heiko Maas-ge –
schneiderten Justiz gar nichts anderes übrig als
das Lügen im Sinne ihr politisches System auch
weiterhin vollkommen straffrei zu lassen !

Schwedens Ohnmacht nun von Fachkräften bestätigt

Während in Schweden die Gutmenschen schon lange
in komaähnliche Zustände fallen, welche oftmals zur
Aussetzung jeglicher Hirnfunktion führen. Vor allem
führende schwedische Politiker fallen in solch eine
Art Wachkoma, wo sie völlig unfähig sind sich zu
bewegen, die Veränderungen im Lande wahrzuneh –
men und sich der Realität vollkommen verweigern.
Nun aber berichtet die schwedische Presse darüber,
dass Flüchtlingskinder in Koma-ähnliche Zustände
fallen : ´´ Ein Krankheitsbild bei Flüchtlingen be –
schäftigt schwedische Ärzte seit Jahren. Dort fallen
Kinder in eine permanente Ohnmacht, wenn ihren
Familien die Abschiebung droht „ heißt es.
´´ Im vergangenen Jahr seien es rund 60 gewesen,
die nicht mehr sprechen und sich nicht mehr bewe –
gen „. Natürlich wird nicht gesagt, ob denn ihre
Eltern Schwedisch können und sich bewegt, etwa
auf dem Arbeitsmarkt, hätten. Vielleicht haben
sich die Kinder, dass auch nur von ihren Eltern
abgeguckt ? Immerhin werden dieselben nicht
grundlos abgeschoben und im ach so liberalen
Schweden gehört schon Einges dazu, um abge –
schoben zu werden !
Das schwedische Fachmagazin „Acta Pædiatrica“
beschreibt die Kinder als „passiv, bewegungsun –
fähig, zurückgezogen, stumm und ohne Möglich –
keit zu essen oder zu trinken“. Und natürlich ver –
fliegen diese Symthome augenblicklich, sobald
die Eltern wieder Asyl erhalten ! ´´ Schon seit
Jahren fordern viele schwedische Parteien eine
Art Amnestie für betroffene Flüchtlingskinder.
Denn bisher ließen sich Verbesserungen ihres
Zustands nur feststellen, wenn sie und ihre
Familie vom Staat als Flüchtlinge anerkannt
werden „ heißt es da. Natürlich werden dem –
entsprechend bald alle Flüchtlingskinder in
Schweden, deren Eltern die Abschiebung droht
in solch kollektive Ohnmächte fallen !
Ein schwedidischer Kinderpsychiater beruft sich
dabei auch auf Beschreibungen des Psychiaters
und Holocaust-Überlebenden Bruno Bettelheim.
Dieser hatte ähnliche Reaktionen bei Gefangenen
in Konzentrationslagern bemerkt.
Wenn nunmehr die Zustände in ganz Schweden
denen eines KZs gleichen, müßte praktisch die
Geschichte des Holocaust neu geschrieben wer –
den ! Vielmehr vermengen hier Psychiater, die
von ihrem Beruf wohl nicht allzu viel verstehen,
zwei völlig unterschiedliche Verhaltensweisen,
die nichts mit einander zu tun haben, wild zu –
sammen und verpassen so Flüchtlingskindern
Holocaust-Erlebnisse !
Selbstredend vergaßen die ´´ Experten „ es dabei
zu erwähnen, dass die betroffenen Flüchtlingskinder
allesamt aus Regionen stammen, in denen weder Krieg
noch Bürgerkrieg herrschen, dementsprechend können
diese Kinder gar nicht traumatisiert sein. Obwohl
es einen durchaus traumatisieren kann, nicht das
neuste Videospiel, Handy oder Markenklamotten zu
besitzen. Bitterböse gesagt bestand ihre schlimmste
Traumatisierung darin, es in der alten Heimat mit
ansehen zu müssen, dass die Eltern zur Bestreitung
ihres Lebensunterhalts einer geregelten Arbeit nach –
gehen mussten ! Trotzdem werden sie nun von der Asyl –
Lobby als schwer traumatisierte Flüchtlingskinder miß –
braucht, um ein Bleiberecht für alle Flüchtlinge, die
keinerlei Anspruch auf Asyl haben, durchzusetzen.

Jutta Ditfurth : Ein Leben zwischen linkem Ökofaschismus und Verfolgungswahn

Jutta von Ditfurth sieht nicht nur äußerlich so aus
als ob man sie gerade erst aus dem Penzliner Hexen –
keller befreit habe, sondern sie besitzt auch ansonsten
alle negativen Eigenschaften eines boshaften, gehäs –
sigen alten Weibes. Jürgen Elsässer nannte sie einmal
die ´´ Schreckschraube der Antifa „.
Sie, die eigentlich nichts mehr als die Nazis hasste,
entwickelte sich selbst immer mehr zur Ökofaschistin
in seiner schlimmsten Form, und zwar die mit einem
ausgeprägtem Verfolgungswahne behaftete! In die –
sem Wahne, verbunden mit einem starken Minder –
wertigkeitsgefühl und Selbsthass, verdächtigt sie
nahezu alle und jeden, von der eigenen Familie bis
hin zu früheren Weggefährten, Faschisten zu sein.
Selbst bei den Grünen witterte sie so schließlich
überall nur noch ´´ rechte Tendenzen „, weshalb
sie 1991 bei den Grünen austrat. Selbst in Kreisen
der Grünen, und dass will schon etwas heißen, galt
sie als kranke Person.
In ihrem ausgeprägtem Verfolgungswahn mischte
sie Links – und Ökofaschistische Strömungen und
heraus kam etwas, dass die Ditfurth als ´´ Ökolog –
ischen Sozialismus „ bezeichnete. So gründete sie
1991 die ´´ Ökologische Linke „. Ihre beinahe schon
Heiligenverehrung von Ulrike Meinhof zeigt deutlich,
wohin ihr Links – und Ökofaschismus treibt. Selbst
die Piratenpartei hielt es als Verbündete ihrer Partei
ÖkoLinxx nicht aus, weshalb die Ditfurth auch gleich
gegen die Occupy-Bewegung zu Felde zog.
Folgerichtig geriet die Ditfurth schon bald in Konfron –
tation mit der Friedensbewegung, denen sie natürlich
vorwarf ´´ Neonazis „ zu sein. Dies führte zu einem
Prozess mit Jürgen Elsässer, welcher ihr gerichtlich
die Gleichsetzung mit den Nazis verbot. Krampfhaft
klagte dagegen wiederum die Ditfurth, der nach ihrer
HP noch 9.000 Euro für die Prozesskosten fehlen und
sie zu Spenden aufruft. Augenscheinlich also ist ihre
linke Ökologie keinerlei Erfolg beschieden !
In ihrer widerlich bösartigen Art brachte sie 2005 in
einer Talkshow selbst eine durchgeknallte Nina Hagen
zur Weißglut, welche feststellte : ´´ Ich finde es furcht –
bar, was diese dicke Frau mit mir macht… Jutta Ditfurth
ist eine blöde, blöde Kuh. Mit dir werde ich nie wieder
reden in der Öffentlichkeit!“ Ja, genau so eine Art hat
Jutta Ditfurth an sich !
Im Februar 2015 nannte die Ditfurth den Politiker Patrick
Schenk von den Freien Wählern, einen ´´ völkischen Ras –
sisten „. Sie kann eben, bei ihrem eng begrenzten Horizont,
nur auf eine Art beleidigen ! Diese geistige Armut zieht sich
wie ein roter Faden durch ihre gesamte politische Tätigkeit.
Selbst Vegetarier sind bei ihr eben ´´ Ökofaschisten „ und
Abtreibungsgegner ´´ eine rechtspopulistische Bewegung „.
Vom tiefen Minderwertigkeitsgefühlen und Selbsthass ge –
prägt, wurde sie natürlich auch zur Antideutschen. So
hetzte sie 2012 in Frankfurt am Main gewaltbereite
Linksextremisten – ihre SA-Sturmtruppe – zu Gewalt
auf. ´´ Wir scheißen auf den Nationalstaat „ hetzte
sie und rechtfertigte, die darauf einsetzende Gewalt
damit, dass sie diese ´´ in Anbetracht der immer bru –
taler werdenden sozialen Bedingungen nachvollziehen
könne.
Eigentlich steht die Ditfurth sich selbst im Weg und
ist damit ihr schlimmster Feind, da sie genau zu dem
geworden, was sie meinte ihr Leben lang bekämpfen
zu müssen. Inzwischen ist sie eine so traurige Gestalt,
dass sie nur noch in Talkshows aus dem grenzdebilen
Bereich eingeladen wird, wahrscheinlich weil nicht ein –
mal sie selbst es mehr hören will, was sie zu sagen hat.
Man könnte fast schon Mitleid mit ihr haben, wenn
man es sieht, wie dieses Gespenst immer noch durch
die Schnarchsendungen der Ersten Reihe als Zuschauer –
schreck gescheucht.
Im Netz ihrer eigenen Lügen und Wahnvorstellungen zu –
nehmend engmaschiger gefangen, kämpft diese ätzende
Giftspinne nunmehr ihren letzten Kampf gegen Wind –
mühlen mit der Entfreundung ihres letzten Dutzend
Freunde auf Facebook.

Der Fall Binjamin Wilkomirski

Nachdem im Jahre 2016 die Auschwitz-Lüge des Joseph Hirt
ans Tageslicht gekommen, – Hirt der niemals in Auschwitz
gewesen, hatte 2006 den Bericht seine erfundene Lagerhaft
veröffentlicht -, ist es vielleicht an der Zeit, hier an den
ähnlichen Fall des Benjamin Wilkomirski aus der Schweiz zu
erinnern.
Einer der bekanntesten Fälle von Holocaust-Geschichten aus
neuerer Zeit ist wohl der ´´ Fall Binjamin Wilkomirskis „ ,
bei dem sich der Schweizer Autor Bruno Dössecker als
Wilkomirskis ausgab und im Jahre 1995 sein Buch ´´ Bruch –
stücke „ ( auch unter dem Titel ´´ Fragmente „ herausge –
bracht ) veröffentlichte, welches die angebliche Geschichte
eines polnischen Kindes beschreibt, welche sein Leben in
deutschen Konzentrationslagern verbringen mußte, be –
schreibt. Dössecker wurde mit Lob und Preisen des üblich
blindem Etablissement geradezu überhäuft und von der
Presse gefeiert.
Die US-Presse frohlockte damals gar, es sei der ´´ größte
Schweizer Bucherfolg seit Heidi „( also seit 1880 ). ´´ Als im
Jüdischen Verlag des Hauses Suhrkamp im August 1995 unter
dem Titel Bruchstücke. Aus einer Kindheit 1939-1948 ein in
der ersten Person Singular verfasster Text über die trau –
matische Odyssee eines jüdischen Knaben herauskam,
schien ein neues Kapitel in der Geschichte der Evokation
des Grauens aufgeschlagen : Selten wurden Verstörung,
Gewalt und Terror in so eindringliche Worte und Bilder
gefasst wie in dem schmalen Band, selten wurden ultime
physische und psychische Bedrohung auf so unerträgliche
Weise suggeriert wie in dieser fragmentarischen Prosa .
Was Wunder, dass die Bruchstücke für Aufsehen sorgten
und mit ihnen der Autor Binjamin Wilkomirski, ein unter
dem bürgerlichen Namen Bruno Doessecker in der Schweiz
lebender Musiker; was Wunder, dass das Buch in ein Dutzend
Sprachen übertragen wurde und rund um den Erdball multiple
Betroffenheiten auslöste. Entsprechend tragisch war die Fall –
höhe, als Daniel Ganzfried im August 1998 in der Weltwoche
( 27. 8. ) deklarierte, Wilkomirski sei “ nie als Insasse in einem
Konzentrationslager“ gewesen, sondern vielmehr ein 1941 als
Bruno Grosjean in Biel geborener Schweizer Bürger. Die Auf –
regung darob war gewaltig und ist es bis zum heutigen Tage,
als sich Ganzfrieds insistierende Artikel inzwischen auf den
Vorwurf planmäßig kalkulierten Betrugs eingeschossen haben.
Anlass für die literarische Agentur Liepmann, die 1994 das
Manuskript entgegengenommen und die Rechte weltweit
vermittelt hatte, ihrerseits eine historische Überprüfung der
Textreferenzen in Auftrag zu geben : Mit Stefan Mächlers
voluminösem Band Der Fall Wilkomirski „ hieß es in ´´ Schreib –
kraft „, dem Feuilletonmagazin.
Verschiedene Autoren und Historiker griffen das Thema auf
und schrieben, zum Teil als Auftragsarbeiten, ihre Analysen
und Erkenntnisse in Buchform nieder, wie z.B. ´´ Der Fall
Wilkomirski „ von Stefan Mächler ( 2000 ) und ´´ Der Mann
mit zwei Köpfen „ von Elena Lappin ( 1999 ) ; aufgedeckt
wurde der Fall aber im Herbst 1998 von Daniel Ganzfried .
Der Fälscher wurde sofort, wie zu erwarten war, zum Opfer
erklärt, es entstand das ´´ Das Wilkomirski-Syndrom Einge –
bildete Erinnerungen oder Von der Sehnsucht Opfer zu sein „
( Buch von Irene Diekmann und Julius H. Schoeps, Pendo-Verlag,
2002 Zürich/München). Als Wilkomirskis Buch im Sommer 1995
bei Suhrkamp erschien, galt dieser ab sofort als jüngster Über –
lebender des Holocaust.
Im Laufe der Monate wurde Wilkomirski mit Literaturpreisen
geradezu überhäuft. Daniel Goldhagen, der Autor des Buches
´´ Hitlers willige Vollstrecker „ nannte Wilkomirskis Buch gar
´´ ein kleines Meisterwerk „. Andere Autoren begrüßten das
Buch als willkommene Ergänzung zu Anne Franks Tagebüchern.
Daniel Ganzfried Entlarvung wird zugleich eine schonungslose
Abrechnung mit der Holocaust-Industrie : ´´ Mit seiner Zus –
ammenfassung der Geschichte im Buch … alias Wilkomirski
schreibt er mit literarischer Finesse gegen die Betrüger von
damals an. Ganzfried bringt die Fakten erzählerisch ; fast wie
in einem Thriller, und in einem ironisch-distanzierten Tonfall,
den die Schuldigen sicher als schmerzhaft auffassen werden …
Der Wilkomirski-Skandal ist so komplett mies, er klebt dank
Ganzfried an den Leuten, mit Verlaub, wie Dreck am Schuh.
Wer damals gute Geschäfte machte, bekommt bei Ganzfried
die Rechnung präsentiert. … alias Wilkomirski ist ein höchst
amüsantes Lehrbuch. Nach der Lektüre wird sich jeder Reporter,
jeder Lektor, jeder Redaktionsleiter, jeder Verleger fragen müssen,
ob er auch eine Nennung in einem derartigem Buch riskieren will.
Stoff für ähnliche Bücher gibt es genug.„ ( Rainer Meyer ).
Bruno Dössecker, der Geschichte studierte, war zuvor lediglich
mit einer unvollendeten Doktorarbeit über die jüdische Migration
in Osteuropa 1918-1938 in Erscheinung getreten. An der Wahrheit
scheiternd, verlegte sich Dössecker dann ganz auf die Fantasie. Der
kranke Geist Dösseckers, zusätzlich angestachelt von dem israelischen
Psychiater Elitsur Bernstein, verlegte sich nunmehr auf das blanke
Geschichtenerfinden. Selbst nach der Aufdeckung dieses gewaltigen
Betruges gibt es immer noch Leute die Dössecker die Stange halten,
so Israel Gutman ( *1923 ), einer der Direktor von Yad Vashem meinte
gar ´´ Wilkomirski hat eine Geschichte geschrieben die er im Innersten
erlebt hat, das ist sicher. Auch wenn er nicht jüdisch ist, so ist doch
wichtig, das er vom Holocaust derart tief berührt wurde. Er ist kein
Fälscher. Er ist jemand, der diese Geschichte tief in seiner Seele erlebt
hat. Der Schmerz ist authentisch. „ Gutman, der als Historiker mit
Werken über den Holocaust sein Geld verdient, weiss nur zu gut,
das derartige Fälschungsentlarvungen seinen Gewinn schmälern.
Und wenn es ums Geldverdienen geht,wird weitergemacht mit all
den dreckigen Lügen. Aus dem Geschichtsfälscher und überführten
Täter Bruno Dössecker wird dann ein Opfer, welches noch 1999 unter
dem Synonym Wilkomirski frech weitere Werke herausgibt : Binjamin
Wilkomirski & Elitsur Bernstein : ´´ Die Identitätsproblematik bei über –
lebenden Kindern des Holocaust ; in: Friedmann, Alexander; Glück,
Elvira ; Vyssoki, David ( Hg. ): Überleben der Shoah – und danach.
Spätfolgen der Verfolgung aus wissenschaftlicher Sich ; Wien 1999 „.
Was wurde an diesem Werk denn nun eigentlich so euphorisch ge –
feiert ?
Waren es die unerhörten Grausamkeit der Deutschen, die Dössecker
oft mit unterschwelliger Gewaltpornographie präsentiert ? Hier nur
ein kleiner Ausschnitt : ´´ Für immer hat sich mir das Bild jener zwei
Knaben vor dem Barackentor in mein Gehirn gebrannt: Sie durften
die Baracke nicht mehr betreten. Sie sollten uns eine Warnung sein.
Gekrümmt, sich windend und unablässig schreiend knieten sie im
Dreck. Entsetzt blickte ich auf ihre rot zertropften Hosen. Die
grösseren Kinder erzählen: Auf dem Weg zur Latrine hätten sie
ihr Wasser nicht mehr halten können. Zwei Blockowas hätten
sie erwischt, als sie hinter einer Baracke an die Wand gepinkelt
hätten. Zur Strafe habe man ihnen von vorne Stäbchen in den
Pimmel gesteckt, so tief es nur ging. Einige sagten, die Stäbchen
seien aus Glas gewesen. Dann hätten die Blockowas darauf
geschlagen und die Stäbchen seien zerbrochen und könnten
nicht mehr herausgezogen werden. Die Blockowas hätten sehr
gelacht und grosses Vergnügen dabei gehabt. „ Nun schreien
sie und pinkeln nur noch Blut!“ sagte einer. Am Abend wim –
merten sie noch, und dann hat man sie weggebracht „
( ´´ Bruchstücke „ S.57/58 ).
An anderer Stelle beschreibt er wie ´´ beim Spielen mit einer
Holzkugel vor ihrer Baracke zum Beispiel bewegen die Kinder
einen Aufseher zum Mitspielen. Dieser nimmt lächelnd die Kugel
und schlägt einem Kind damit den Schädel ein. „ Würde man nun
über andere Völker derartige Horrorfantasien verbreiten, wäre
es Volksverhetzung und der Verbreiter müsste sich vor einem
Gericht für sein Machwerk verantworten, läßt man dagegen
das Bild des ´´ hässlichen Deutschen „ dergestalt aufleben,
wird man gefeiert.
Ausgestattet mit einem derartigem Sammelsurium an grauen –
vollen ´´ Täterbeschreibungen „ ging der Autor Dössecker mit
seinem Werk hausieren, trat vor Schulklassen auf, ließ ´´ seinen „
Lebensweg gar noch im Holocaust Memorial Museum in Was –
hington und für Spielbergs ´´ Shoah Visual History Foundation „
aufzeichnen. Jüdische Organisationen rissen sich geradezu um
dieses ´´ schlechte, sentimentale und gewaltpornographische
Buch „ ( Daniel Ganzfried ), überhäuften den Autor mit Preisen.
Hatten jene Kreise derartige Horrorgeschichten so dringend
nötig ? Warum also ein derart übertriebenes Interesse an solch
einem Machwerk ? Zuletzt die alles entscheidende Frage : Wa –
rum erkannten so viele dieses völlig frei erfundene Werk als real
an ? Zu welchem Zweck bedurfte man eines derartigen völlig fik –
tives Machwerkes, wo es doch vorgeblich so viele reale KZ-Berichte
gibt ?
Andererseits aber hat Dössecker mit seinem Schundwerk auch den
Holocaust-Leugnern und Revisionisten einen Bärendienst erwiesen,
denn getreu dem alten Sprichwort ´´ Wer einmal lügt dem glaubt
man nicht… „, gab er ihnen nahezu eine ganze Wagenladung an
neuen Argumenten. Denn es durchaus bedenklich, dass selbst jene
Überlebenden, welche selbst in einem KZ gesessen hatten, die fik –
tiven Schilderungen als real ansahen und damit quasi ebenso eine
erfundene Identität zu ihrer eigenen machten. Da fragen sich nun
natürlich alle Revisionisten, wie viel an all diesen KZ-Schilderungen
denn nun real und was reine Fantasie, denn seit Wilkomirski sind
die Grenzen zwischen Wahrheit und reinenFantasiegebilden nur
noch mehr verschwommen.
Im Jahre 2012 hatte dann auch die Bundesrepublik Deutschland
ihren Fall mit der erfundenen Holocaustbiografie in Gestalt des
Otto Uthgenannt ( *1935 ) aus Ostfriesland. Uthgenannt hatte
sich als ein das KZ Buchenwald überlebendes jüdisches Kind aus –
gegeben. Seine erfundene Biografie hatte sehr große Ähnlichkeit
mit der des Falles Binjamin Wilkomirski. Uthgenannt hatte über
Jahre in Schulen und bei Gedenkveranstaltungen über seine fünf –
jährige Haftzeit als jüdisches Kind im KZ Buchenwald berichtet. Er
behauptete durch den Holocaust 72 Verwandte verloren zu haben,
darunter Vater, Mutter und Schwester. In Wahrheit aber war die
Familie Uthgenannt nicht jüdisch, sondern evangelisch und nie ins
KZ deportiert worden. Vater, Mutter, Schwester und Sohn über –
lebten den Krieg in Göttingen. Seinen letzten öffentlichen Auftritt
hatte der Holocaustlügner Uthgenannt am 7. November 2012 in
Wildeshausen. Angeklagt wird Uthgenannt dafür nicht, denn :
´´ Strafrechtlich wird die falsche Biografie für Otto Uthgenannt
vermutlich keine Folgen haben, erklären Juristen auf Nachfrage.
Wenn jemand Geld verdient mit einer Lüge, dann kann man ihn
wegen Betrugs anklagen. Auch die Verwendung eines falschen
Titels ist strafbar. Es ist aber nicht verboten, sich eine Religions –
zugehörigkeit, eine Lagervergangenheit oder tote Verwandte
auszudenken. Heikel wird es lediglich, wenn zur Untermauerung
einer falschen Biografie Urkunden gefälscht werden „.
Im Gegensatz zum Leugnen des Holocaustes hat das Erdichten
einer Holocaust-Biografie in Deutschland nämlich keinerlei straf –
rechtliche Folgen !
Inzwischen befassen sich ganze Horden von Psychiater mit solch
eingebildeten Holocausterlebnissen und man beginnt sich zu
fragen, ob Deutschland demnächst auch für in kranker Fantasie
erdachte Holocaustvergangenheit zur Kasse gebeten wird. In
gewisser Weise wird Deutschland ja bereits schon zur Kasse
gebeten, wenn z.B. die Kinder verstorbener Holocaustopfer noch
ein Jahr nach dem Versterben des eigentlichen Opfers eine Rente
auf diesen beantragen können, ohne je selbst etwas direkt mit
dem Holocaust zu tun zu haben. So wächst auf dem Papier eine
ganze Generation von Holocaustopfern nach. Sind demnächt also
auch Zahlungen fällig an Personen, welche träumten sie wären
Insassen eines KZs, vielleicht nach dem etwas zu hastigen Genuß
von Propagandafilmen ala ´´ Schindlers Liste „ ?

Anhang :
Ein fast perfekter Schmerz – Die Affäre um Binjamin Wilkomirski
zieht weite Kreise: Darf man Erinnerungen an den Holocaust er –
finden ?
In diesem Herbstsemester findet an der Universität Princeton bei
Professor Froma I. Zeitlin ein Seminar statt, das von “ Texten und
Bildern des Holocaust “ handelt. Bedeutende Werke aus Literatur
und Film über das “ traumatischste Ereignis in der Geschichte des
Westens “ ( Vorlesungsverzeichnis ) sollen dabei analysiert werden −
mit “ besonderem Hinblick auf das Problem der Zeugenschaft „. In
der Leseliste findet sich neben Werken von Primo Levi und Elie
Wiesel auch das Buch eines Autors, der dieser Tage Schlagzeilen
macht : Binjamin Wilkomirskis “ Bruchstücke. Aus einer Kindheit
1939−1948 „. Sollte sich erhärten lassen, was neuerdings in Zeit –
ungsberichten über Wilkomirski zu lesen ist, dann könnte sich
dem Seminar das “ Problem der Zeugenschaft “ in einer unge –
ahnt peinlichen Weise stellen. Die Zürcher Weltwoche hat näm –
lich Recherchen über den Autor angestellt, die sein Buch, das
vermeintliche Zeugnis eines Überlebenden, in den dringenden
Verdacht gebracht haben, eine Fiktion zu sein. Wilkomirski,
behauptet der Journalist Daniel Ganzfried, habe seine jüdische
Identität frei erfunden. Er sei als uneheliches Kind einer Yvonne
Berthe Grosjean geboren und nach einigen Jahren im Waisenhaus
Adelboden von dem Zürcher Ehepaar Doessekker adoptiert wor –
den. Wilkomirski könne nicht, wie er es in seinem Buch schildert,
als jüdisches Kleinkind in Riga, Krakau und Majdanek gewesen
sein. Aus den Akten der Schweizer Behörden, so Ganzfried,
lasse sich ein lückenlos einheimischer Lebenslauf rekonstruieren.
Mit gutem Grund hat diese Anschuldigung eine breite Diskussion
in den Schweizer und deutschen Feuilletons ausgelöst. Denn Wil –
komirskis Buch, 1995 bei Suhrkamp im Jüdischen Verlag, 1996 in
englische Übersetzung bei Schocken erschienen, ist in wenigen
Jahren zu einem Klassiker der Holocaust-Erinnerungsliteratur ge –
worden. Wo Texte von bekannten Überlebenden der Lager wie
Primo Levi, Imre Kertesz oder Ruth Klüger gelesen werden, da
dürfen heute auch die “ Bruchstücke “ nicht mehr fehlen. So hat
etwa Elfriede Jelinek kürzlich in ihrem Lesungsprogramm bei den
Salzburger Festspielen Wilkomirskis Text neben Paul Celan und Elie
Wiesel vortragen lassen. Die Literaturkritik hat die “ Bruchstücke “
seinerzeit mehrheitlich mit fast religiöser Ehrfurcht aufgenommen.
Vor einem Buch, das offenbar “ das Gewicht des Jahrhunderts “ ( so
damals die Neue Zürcher Zeitung) zu tragen hatte, verblaßten alle
skeptischen Fragen. Hier und da wurde angemerkt, daß die Gewalt –
und Horrorszenen aus den Lagern ein wenig zu klar und zu effektvoll
wirken − wie “ auf der Couch eines Psychoanalytikers rekonstruierte
Alpträume eines Traumatisierten“ ( Süddeutsche Zeitung ). Da kriechen
Ratten aus Frauenbäuchen, Hirnmasse quillt aus Babyschädeln, und
Blut schießt den Opfern in mächtigen schwarzen Fontänen aus den
Hälsen. Man hielt sich aber mit weitergehenden Zweifeln an der
Authentizität zurück, denn schließlich bürgte hier ein leibhaftiger
Leidender, ein stets bescheiden und leise auftretender Mensch, für
die Wahrheit seines Textes. “ Was sich im einzelnen tatsächlich zu –
getragen hat, spielt deshalb eine untergeordnete Rolle „, resümierte
damals Eva−Elisabeth Fischer in der SZ : “ Denn die Bruchstücke der
Erinnerung sind Binjamin Wilkomirskis Wahrheit.“ Im Namen dieser
Wahrheit ist der Autor seither weltweit auf Fachkongressen, bei
Lesungen und vor Schulklassen aufgetreten. 1996 ist er in den
Vereinigten Staaten mit dem National Jewish Book Award aus –
gezeichnet worden, nicht in der Sparte Literatur, son dern im
Genre “ Autobiographie/Erinnerung „. Dieser Ehrung waren auch
in US−Medien enthusiastische Besprechungen vorhergegangen.
Die Rezensentin der New York Times sprach von einer “ dunklen
proustianischen Erinnerung “ und “ poetischen Vision“ im “ kind –
lichen Stand der Gnade „. Der Kritiker des linken Magazins The
Nation erklärte gar, das Buch sei “ so bewegend, von solcher
moralischen Bedeutung und so frei von literarischer Künstlich –
keit, daß ich mich frage, ob ich überhaupt das Recht habe, mein
Lob vorzubringen…. Dieser Mann hat überlebt − wir wissen nicht,
wie, seine geistige Gesundheit scheint ein Wunder − und er über –
läßt dieses Geschenk von nahezu perfektem Schmerz einer Welt,
die immer noch bereit ist, die Unschuldigen zu zerstören.“
Nicht nur die Literaturkritik, auch die Wissenschaft glaubte bald,
ein unerhörtes Dokument vor Augen zu haben. Der Historiker
Wolfgang Benz, Leiter des Berliner Zentrums für Antisemitismus –
forschung, attestierte den “ Bruchstücken “ noch vor kurzem in
der ZEIT (Nr. 37/98) “ nicht nur Authentizität, sondern auch lite –
rarischen Rang „. Wilkomirskis “ Bruchstücke “ seien “ eine Dar –
stellung, die dem Leser nachvollziehbare Einsichten in die kom –
plexe Tragödie vermittelt wie kaum ein anderes Dokument „.
James Young, ein international anerkannter Experte in Sachen
Holocaust−Gedenken, nennt das Buch auf unsere Nachfrage
hin „ein wunderbares Zeugnis“. Mit den Ermittlungen der Welt –
woche konfrontiert, zieht Young sich vorerst auf die Position
zurück, der “ literarische Wert “ des Buchs bleibe doch wohl
unberührt von der Biographie des Autors. aus ´´ Die Zeit „ 39/
1998 , Jörg Lau – ´´ Ein fast perfekter Scherz „
Da wurde es meine Geschichte – Das eingebildete Opfer : Binjamin
Wilkomirski und die Erinnerung an den Holocaust
In einer Synagoge in Beverly Hills schlossen Laura Grabowski und
Binjamin Wilkomirski 1997 einander in die Arme. Beide hatten das
KZ Birkenau überlebt und sich nach mehr als fünfzig Jahren wieder
gefunden. Die Anwesenden waren ergriffen. Sie weinten und app –
laudierten. Sie wussten nicht, dass Binjamin Wilkomirski ein Schwei –
zer war und KZs erst nach dem Kriege als Besucher gesehen hatte.
Sie hatten auch keine Ahnung, dass Laura Grabowski keine ost –
europäische Jüdin, sondern eine Amerikanerin war, die einige
Jahre zuvor unter dem Namen Lauren Stratford einiges Aufsehen
durch eine Autobiografie erregt hatte, in der sie schilderte, wie
sie als Kind von Sexualtätern und Satanisten missbraucht wurde.
Ein paar Jahre lang galten Laura Grabowski und Binjamin Wilkomirski
als überlebende Zeugen der Gräuel der Vernichtungslager. Sie berich –
teten vor Wissenschaftlern und Frauenvereinen. Sie halfen Gelder
zu beschaffen für das Holocaust Memorial und die Shoah Founda –
tion. Sie waren Teil der von Norman G. Finkelstein so genannten
„Holocaust-Industrie“. Binjamin Wilkomirskis vorgebliche Erinner –
ungen an seine Kindheit in Krakau und Majdanek wurden unter
dem Titel „Bruchstücke“ im „Jüdischen Verlag“ veröffentlicht und
anschließend in neun Sprachen übersetzt. Beide haben nachweis –
lich ihre Märtyrer-Viten erfunden. Zwei gerade erschienene Bücher
analysieren „das Wilkomirski-Syndrom“. Wer eine Ahnung davon
bekommen möchte, wie sehr die Erinnerung an den Holocaust sich
von den Geschehnissen gelöst und zur Religion geworden ist, der
muss diese Bücher lesen. Der Journalist Daniel Ganzfried hat im
August 1998 durch einen Artikel in der Zürcher „Weltwoche“ dem
gespenstischen Treiben des Bruno Doessekker, der zu Binjamin
Wilkomirski mutierte, ein Ende gemacht. In „…alias Wilkomirski“
trägt Ganzfried noch einmal die Ergebnisse seiner Recherchen
zusammen, dazu Stellungnahmen von Claude Lanzmann, Imre
Kertesz, Ruth Klüger und anderen. Irene Diekmann und Julius H.
Schoeps dokumentieren in „Das Wilkomirski-Syndrom“ eine
Tagung, die das Potsdamer Moses-Mendelssohn-Zentrum zum
Thema veranstaltete. Hier ging es nicht nur um den Fall des
Schweizer Holocaust-Transvestiten, sondern auch um ähnliche
wie den von Laura Grabowski. Unsere Beschäftigung mit dem
Holocaust hat neurotische Züge. Das fängt vergleichsweise
harmlos an. Junge Menschen benennen sich um in Lea und
Sarah, in Jacob und Benjamin. Und es endet bei der Erricht –
ung eines neuen Kultes, einer Holocaust-Religion, die festlegt,
wie über die Vernichtung der europäischen Juden gesprochen
werden darf. Im Laufe des Historikerstreites wurde die unsinnige
Formel von der „Unvergleichlichkeit des Holocaust“ durchgesetzt.
Sie ist einer der zentralen Glaubensartikel dieser Religion. Er nimmt
die von den Nazis industriell organisierte Vernichtung – übrigens
nicht nur von Juden – aus der Geschichte heraus, sakralisiert sie.
Sie ist jetzt nicht mehr zu analysieren, zu verstehen, sondern sie
steht da als ein einziges großes jede Diskussion, jedes Argument,
alle Rationalität erschlagendes Tremendum. Der Holocaust ist
zum Fetisch geworden. Bruno Doessekker, der, wenn er nicht
auf Podien Jiddisch stammelte, feinstes Zürichdeutsch sprach,
ist die Parodie der neuen Religion. Er übertreibt sie bis zur
Kenntlichkeit. Er karikiert uns. Die wenigstens hatten es frei –
lich gemerkt. Sie glaubten ihm, schon um sich weiter glauben
zu können. Daniel Ganzfried hat dem den Garaus gemacht.
Er hat Kirchenbücher und Gemeindeakten gewälzt, hat Zeugen
befragt und uns so die Chance gegeben, den „Holocaust-Zirkus“ –
so nennt er das – zu begreifen. Die Szene in der Synagoge von
Beverly Hills, in der zwei Gojim wie im Kasperletheater das
Wiedersehen zweier jüdischer Holocaust-Überlebender auf –
führen, mag manchen infam vorkommen. Aber ist sie nicht
auch von einer Komik, wie wir sie allenfalls Mel Brooks oder
Philip Roth zugetraut hätten ? Viele Experten sind auf Wilko –
mirski hereingefallen. Unter anderen der Leiter des Berliner
Zentrums für Antisemitismusforschung Wolfgang Benz. Er
wird am Mittwochabend im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann
mit Daniel Ganzfried über die Holocaust-Travestie, über das
Wilkomirski-Syndrom sprechen. Wo freilich die Rollen so klar
definiert sind, wo jeder schon seinen Text hat, wo jede Geste
festgelegt ist, da ist leicht fälschen und da ist noch leichter auf
Fälschungen hereinfallen. Je genauer wir wissen, was und wie
wir glauben sollen, desto einfacher wird die Herstellung ent –
sprechender Scripts. Man wird davon aus gehen müssen, dass
es neben den bisher bekannten Fällen eine große Zahl noch
unaufgedeckter Erinnerungs aneignungen gibt. Aus den unter –
schiedlichsten Motiven werden sie begangen und aus eben so
unterschiedlichen von Menschen, die es besser wissen, ge –
deckt. Für einen der berühmtesten Fälle ist – wie bei Wilkomirski –
Siegfried Unselds Jüdischer Verlag verantwortlich ( nicht zu ver –
wechseln mit dem Jüdischen Verlag Berlin, in dem Ganzfrieds
Buch erscheint ). Als der 1992 gegründet wurde, da legte er ein
Buch vor “ Wolfgang Koeppen : Jakob Littners Aufzeichnungen
aus einem Erdloch“. Es war die um ein Vorwort bereicherte,
ansonsten unveränderte Wiedergabe des 1948 erschienenen
Buches : “ Jakob Littner : Aufzeichnungen aus einem Erdloch.“
Barbara Breysach erinnert in ihrem Beitrag zum “ Wilkomirski-
Syndrom “ daran, dass Koeppen ein 180 Seiten umfassendes,
ausformuliertes Manuskript des jüdischen Briefmarkenhändlers
Jakob Littner vorlag, das er lektorierte und 1948 unter Littners
Namen veröffentlichte – dessen Existenz er aber im Vorwort der
Neuausgabe 1992 ver leugnete. Vielmehr verstieg sich Koeppen
zu der wilkomirskiartigen Behauptung, er habe “ die Leidensge –
schichte eines deutschen Juden “ geschrieben ; “ Da wurde es
meine Geschichte „. Der Jüdische Verlag setzte dem dann im
Klappentext die Krone auf und behauptete, Koeppen habe das
Werk 1948 “ unter dem Pseudonym Littner “ veröffentlicht. In
diesem Jahr soll endlich das Littnersche Manuskript im Berliner
Metropol-Verlag erscheinen.
Man mag über die Wilkomirskis spekulieren, ob sie verrückt,
publicitysüchtig, geldgierig oder alles zusammen sind, aber
man sollte bei all dem nicht den zum Suhrkamp-Verlag ge –
hörenden Jüdischen Verlag und seinen Chef Siegfried Unseld
vergessen. Er hat nicht nur die Enteignung Littners zu verant –
worten. Er hat auch gegen frühe Warnungen die Fälschung
Wilkomirskis veröffentlicht. Er hat als die Beweise für die
Fälschungvorlagen an ihr festgehalten. Er hat bis heute nichts
zur Aufklärung des Falles getan. Die letzte Äußerung von ihm
lautete : “ Bruchstücke “ sei ein gutes Buch. Die Frage, ob
authentisch oder fiktional interessiere ihn nicht. Das ist eine
verlegerische Bankrotterklärung. Man mag als Verleger die
Entscheidung über gut oder schlecht suspen dieren und sie
dem Publikum überlassen. Die Entscheidung aber, ob ein
Buch in die Roman- oder in die Sachbuchabteilung gehört,
die muss der Verleger – schon aus juristischen Gründen –
selbst fällen. Koeppen und Wilkomirski haben sich beide
jüdische Geschichte angeeignet. Ihr gutes Recht. Sie haben
sie aber als eigene Geschichten verkauft. Das ist Betrug.
Siegfried Unselds Jüdischer Verlag hat diesen Betrug ge –
fördert. Er machte mit beim Holocaust-Zirkus, stattete
eine der erfolgreichsten Travestie-Nummer aus, bei der
die Täter und deren Nachkommen die Opfer überzeugender
spielen sollten als die wirklichen das können.
aus : ´´ Berliner Zeitung „ vom 6. Mai 2002, Arno Widmann –
´´ Da wurde es meine Geschichte „.
Daniel Ganzfried – ´´ alias Wilkomirski. Die Holocaust-Travestie „ .
Hrsg. von Sebastian Hefti. Jüdischer Verlag Berlin, Berlin 2002.
In Deutschland war Wilkomirskis Machwerk wenig gefragt. Bei
Ganzfrieds Aufdeckung dieses Schwindels wurden gerade einmal
ca. 9.000 Exemplare seines Buches verkauft, bis zur Rücknahme
im Jahre 1999 waren es 13.000 Bücher.
´´ Wir lesen ihre Geschichte und leiden mit: Ob Kindersoldaten,
Drogenabhängige oder KZ-Überllebende-Biographien verkaufen
sich gut. Nun drängen immer mehr Fälschungen auf den Markt,
die schlichtweg erfunden sind „ aus ´´ Südeutsche Zeitung „
vom 17. März 2008 Im Jahre 2008 fliegt eine weitere dieser
Fäschungen auf : Die belgische Buchautorin Misha Defonseca
hatte 1997 ihr Buch ´´ Misha: A Memoir of the Holocaust Years „
( deutsch ´´ Überleben unter Wölfen ) veröffentlicht, in dem sie
behauptete es sei autobiografisch. Im Buch wird die Geschichte
eines jüdischen Mädchen erzählt, das beschützt von Wölfen quer
durch das von Nazi-Deutschland besetzte Europa wandert, um
ihre verschleppten Eltern zu finden. Angesichts des behandelten
Stoffes kaum glaubwürdig, hatte die Autorin, die eigentlich
Monique De Wael mit richtigem Namen heißt, ein Jahrzehnt
lang allen Ernstes behaupten können, das ihr Buch autobio –
grafische Züge trage. Erst im Februar 2008 wurde bekannt, das
die Autorin nicht einmal Jüdin war und ihre Geschichte frei er –
funden war. Ihre ´´ Autobiografie „ war in Belgien und Frank –
reich sehr erfolgreich und wurde sogar noch verfilmt. Ans
Licht gekommen waren ihre Lügen durch die belgische Zeitung
“ Le Soir „, die in Brüssel eineCousine der Autorin ausfindig ge –
macht hatte. Die Cousine stellte Defonsecas gesamte Geschichte
in Frage. Ihr französischer Verleger Bernard Fixot äußerte
sich angesichts dieser Entlarvung : ´´ Die Geschichte habe ja
auch niemandem unrecht getan. „Es war eine sehr schöne
Geschichte, die nur den Nazis Vorwürfe machte „. Ange –
sichts der Glaubwürdigkeit seine Autorin meinte Fixot :
´´ Er habe der Autorin zu der außergewöhnlichen Wolfs –
geschichte zwar Fragen gestellt, sie aber letztlich einfach
geglaubt. “ Ich kannte Misha sehr gut. Ich hatte wirklich
Vertrauen. Wenn man Texte veröffentlich, prüft man nicht
alles nach.“ Wenn es allerdings darum geht die Deutschen zu
verunglimpfen, sind einige gar bereit alle Märchen für wahre
Münze zu nehmen.emoaren