Geistiger Zerfall der Merkel-Regierung : Nach Roller-Andy nun KZ-Moni!

Wenn man als Politiker oder Politikerin nichts auf
die Reihe bekommt, dann macht man es wie die
Mistkäfer, läuft rückwärts und dreht sich eine
Pille aus dem zwölfjährigen Zeit des National –
sozialismus!
Diesen Rückwärtsgang legt nun auch die Kultur –
staatsministerin Monika Grütters von der CDU
ein, und empfiehlt Lehrern den Pflichtbesuch
in KZ-Gedenkstätten. Ganz nebenbei bildet
deren KZ-Lehrer-Jugendprogramm auch den
Grundstock für weitere Alimentierung, dieser
zumeist fest in linker Hand befindlichen Ge –
denkstättenleitungen : Gedenkstätten können
sich mit Ideen um eine Förderung bewerben!
Für 2019 wird es dafür zwei Millionen Euro ge –
ben, für 2020 bis 2022 sind jeweils fünf Millio –
nen Euro vorgesehen!
Für Grütters ist der Besuch einer KZ-Gedenk –
stätte nicht nur der Höhepunkt deutscher Kul –
tur, sondern dient auch dem Erhalt gut alimen –
tierter Pfründestellen. Für die Jugend sind nun
Workshops und Theaterstücke über KZ der
Höhepunkt jeglicher Eventkultur.
Es ist immer wieder sehr erstaunlich, dass in
Deutschland auch 70 Jahre später noch Nazis
das Überleben vollkommen talentbefreiter
Minister sichern.
Während sich also schon der Verkehrsminister
geistig in einen Roller fahrenden Fünfjährigen
zurück verwandelt, die Verteidigungsministerin
von allen Beratern verlassen, sichern KZ-Moni
nun die Nazis das politische Überleben. Sicht –
lich ist der geistige Zerfall der Merkel-Regier –
ung nicht mehr aufzuhalten.

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Die Erinnerungskultur bröckelt

Gerade ist Außenminister Heiko Maas, natürlich SPD,
schwer am Jammern : ,, Unsere Erinnerungskultur
bröckelt „. Sichtlich will es kaum ein Deutscher,
außer einer Hand voll Politiker und Gutmenschen,
die nichts anderes haben als vor den bösen Nazis
zu warnen, sich eine ´´ Erinnerungskultur „ auf –
propfen lassen.
Immer weniger junge Deutsche haben Bock darauf,
sich von einer Politikerclique, welche weil sie nicht
das Geringste für das eigene Volk geleistet, als ein
Schatten der Vergangenheit auftreten müssen, sich
als ´´ Tätervolk „ abstempeln zu lassen. Sie wollen
auch keine ´´ Erinnerungskultur „ deren einziger
Zweck es ist, ,, sich mit dem Holocaust zu identifi –
zieren „. Wobei es ganz gleich ist, auf welche Seite
die Großeltern oder Urgroßväter im Dritten Reich
wirklich gestanden. Dabei ist es ganz normal, dass
niemand für etwas haftbar gemacht oder gar die
Verantwortung übernimmt, für etwas, das weit
vor seiner Geburt geschehen, und auf das er so –
mit nicht den geringsten Einfluß hatte.
Dabei werden Politiker und Gutmenschen nun
auch immer mehr Opfer ihres eigenen Handelns :
Kaum ein Migrant will mit dem deutschen Pass
auch die ´´ Kollektivschuld „ übernehmen !
Ganz abgesehen davon, dass man sich mit den
Muslimen den erstarkenden Antisemitismus
selbst ins Haus geholt.
Nun möchten die Politiker und Gutmenschen,
dass die ´´ Erinnerungskultur „ und damit die
´´ Kollektivschuld „ der deutschen Jugend an –
gelernt werde. ´´ Historische Erfahrungen
sollen bis in alle Ewigkeit konserviert werden.
Vom Gedenktag, über Mahnmale, bis hin zum
Stolperstein soll alles die ´´ Erinnerungskultur
wachhalten oder besser künstlich am Leben
erhalten werden.
Dabei bediente man sich allzu oft aber auch
Scharlatanen und nicht umsonst ist in diesem
Land das Erfinden und Verbreiten einer Holo –
caustbiographie nicht strafbar! Von daher
darf man es sich fragen, ob denn ein Binjamin
Wilkomirski, eine Laura Grabowski, eine Misha
Defonseca und ein Otto Uthgenannt ebenso,
wie all die falschen Lampenschirme aus Men –
schenhaut, auch mit zu dieser neuen ´´Erinner –
ungskultur „ gehören werden?
Natürlich stammt selbst die Idee dieser ´´Er –
innerungskultur „ aus den USA und wurde
von dort importiert und den Deutschen auf –
gepropft.
Der Holocaust-Forscher Raul Hilberg stellte
dazu fest : ,, In der jüdischen Gemeinde gibt
es seit langem eine Vorliebe für die Idee, daß
die Geschichte des Holocaust aufgrund jüd –
ischer Quellen geschrieben werden muß. Nur
solches Material stelle die Härte der deutschen
Maßnahmen gegen die Opfer detailgenau dar.
Es gibt allerdings sehr wenige jüdische Doku –
mente, und die meisten davon sind Unterlagen
wie die Berichte der Judenräte an die deutschen
Behörden, die sich bis heute in den deutschen
Archiven befinden. Was bleibt, sind die Aus –
sagen der Überlebenden, ihre Memoiren inbe –
griffen. In den letzten Jahren ist die Suche nach
diesen Überlebenden organisiert und mit Eifer
betrieben worden. Ein wahrer Kult des Zeugnis –
ablegens hat begonnen. Jetzt, da diejenigen aus –
zusterben beginnen, die die Katastrophe als Er –
wachsene erlebt haben, wenden sich die Inter –
viewer und Lektoren den überlebenden Kindern
zu. Bald werden wir dann auch Erzählungen von
den Kindern der Überlebenden bekommen, und
diese Nachkriegskinder werden die Geschichte
aus zweiter Hand erzählen. Kein Wunder, daß
Wilkomirski sich unter die Menge mischen
konnte. Sein Erscheinen war nahezu unver –
meidlich „.

Natürlich gab es polnische Lager

Die Formulierung „polnische Konzentrationslager“
soll in Polen künftig unter Strafe stehen. Doch es
gab von 1945 bis 1947 über 1.200 Lager, in denen
Polen Deutsche ermordet !
Ebenso wie die polnische Beteiligung an der Ermord –
ung der Juden, versucht man in Polen zu verdrängen,
was in den polnischen Lagern geschah.
Ich hatte bereits in 3 Artikeln darüber berichtet :

https://deprivers.wordpress.com/2017/11/16/den-polnischen-opfern-ein-mahnmal-errichten/

https://deprivers.wordpress.com/2017/11/17/den-polen-ein-mahnmal-zu-errichten-2-teil/

https://deprivers.wordpress.com/2017/11/17/den-polen-ein-mahnmal-zu-errichten-3-teil/

Den Polen ein Mahnmal zu errichten … 3.Teil

Was müssen all die Geborski, Szypula, Cedrowski und Morel`s
gelacht haben als Willy im Brand in Warschau auf allen Vieren
gekrochen ! Nun wussten all die polnischen Täter, dass sie
ungeschoren davonkommen werden. Mit Willy im Brand, der
sich sein Lebtag seiner Politik so sehr geschämt, dass er diese
unter fremden Namen vollzog, begann die Phase der sogenannten
´´ Erinnerungskultur „`, die mit dem Vergessen der deutschen
Opfer einherging. So durfte sich Polen nun, ohne dass es noch
hinterfragt, wie ein Schwein im Schlamm, in seiner Opferrolle
suhlen.

Erna Kelm aus Bromberg : ´´ Ich war von November 1945 bis
September 1947 dort und will aus eigener Erfahrung schildern,
wie es dort zugeht. Es gehörten 29.000 Deutsche zu diesem Lager.
Die meisten waren auf Arbeitskommandos außerhalb, 4.000 etwa
im Lager. Beim Eintritt in das Lager beginnen die ersten Grau –
samkeiten, und bei der Beerdigung hören dieselben auf. Bei
der Revision wurde den Menschen alles, was sie noch an guten
Sachen, auch Photographien, besaßen, fortgenommen. Die
l4tägige Quarantänezeit ist, seit der jetzige Chefarzt dort ist,
besonders im Winter, weil die Baracken nicht geheizt werden,
eine Qual; Strohsäcke gibt es in diesen Baracken nicht. Soweit
die Menschen im Besitz von Betten und Kopfkissen sind, werden
diese ihnen abgenommen, über eine Decke verfügen die meisten
nicht. So wissen sie nicht, was sie auf die Bretter legen und wo –
mit sie sich bedecken sollen. Die Fenster mußten auch bei star –
kem Frost geöffnet sein. Traf der Chefarzt, Dr. Cedrowski, ein
nicht ganz geöffnetes Fenster oder eine Frau, die wegen ihres
geschorenen Kopfes bei strenger Kälte eine Kopfbedeckung
hatte, so erfolgten Strafen: Ohrfeigen, Kniebeugen, stunden –
langes Sitzen in Hockstellung bei offenem Fenster und halb
entblößtem Oberkörper. Eine schlimme Strafe ist, den Ze –
mentfußboden im Flur den ganzen Tag über immer wieder
wischen, auch wenn die Knie schon wund sind. Geht der
Chefarzt in den nächsten Tagen durch die Baracken und
sieht die wunden Knie, da sagt er: Gut so, weitermachen !“
Zuweilen wird Frauen der Kopf trocken rasiert, was beson –
ders schmerzhaft ist. Nach der Quarantänezeit kommen die
Aufgenommenen zu allerlei Arbeiten. Bei den Arbeiten auf
dem Gut, in der Gärtnerei und sonstigen Arbeiten, die außer –
halb des Lagers verrichtet werden, wurden die Menschen sehr
geschlagen. Kommt dieses der Lagerleitung zu Ohren, und es
wird der Fall untersucht, werden solche Zeugen herangeholt,
die nichts Bestimmtes aussagen können. Sagt ein Zeuge die
Wahrheit, so wird er am nächsten Tage so geschlagen, daß
er nicht imstande ist, noch einmal darüber zu sprechen. Ich
habe oft Körper gesehen, an denen keine weiße Stelle zu
entdecken war. Eines Tages wurde eine Frau bei der Arbeit
erschossen, angeblich wegen Fluchtverdacht, was aber nicht
auf Wahrheit beruhte. Daraufhin wurde der schrecklichste
Milizmann mit einigen Deutschen hingeschickt, die Leiche
zu holen. Diese wurde auf Forkenstiele gelegt, und acht
Frauen mußten sie tragen. Die anderen der 150 Personen,
die dort arbeiteten, wurden aufgefordert, sich quer über
den Weg zu legen, und die Frauen mußten mit der Leiche
laufend über diese hinweggehen. Diejenigen, die die Leiche
trugen, wurden sehr geschlagen, denn beim Laufen kam es
vor, daß die Leiche ihnen von den Forkenstielen herunter –
fiel.
Einem jungen Mädchen hatten sie das Fleisch von den Waden –
knochen abgeschlagen. Als das Fleisch später in Fäulnis über –
ging, wurde sie ins Spital eingeliefert und starb an den Folgen.
Eine andere Frau kannte die Ordnung noch nicht, da sie den
ersten Tag bei der Arbeit war. Sie entfernte sich, um ihre Not –
durft zu verrichten. Daraufhin wurde sie so geschlagen, daß
sie ins Lager getragen und ins Spital eingeliefert werden
mußte. Außer dem Gesicht war von den Knien bis zu den
Händen der Körper nicht blau oder grün, sondern kohl –
schwarz. Eine Stunde nach ihrer Einlieferung war sie eine
Leiche.
Besonders gequält wurden die Menschen im Winter 1946/47
bei der Waldarbeit. Männer und Frauen mußten Stubben
( Baumwurzeln ) roden. Die Erde war hart gefroren. Auch
hier reichten die Kräfte nicht aus, um das ihnen auferlegte
Pensum zu schaffen. Männer mußten in die Löcher der aus –
gerodeten Stubben hinein. Dann wurde über ihre Köpfe hin –
weg geschossen, um sie zu schrecken. Auch blieben hier die
Schläge nicht aus. Hierauf legte man ihnen eine Kette um,
und die anderen mußten sie herausziehen und auf dem Schnee
herumschleifen.
Ein besonders elender Mann machte in seiner Verzweiflung
eines Nachts seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Frauen
mußten mit einem großen Arbeitswagen all die Stubben aus
dem Walde ins Lager fahren. Auch diese wurden, weil sie die
Last in dem Schnee nicht ziehen konnten, durch Fußtritte,
Kolbenstöße und dergleichen mißhandelt. Besonders übel
sind die Frauen dran, welche dem „schweren Wagen“ zu –
geteilt sind. Dieser Wagen muß täglich, im Winter dreimal
in ein 3 km von Potulice entferntes Sägewerk nach Brettern
und Bohlen fahren. Die Last, welche 12 bis 15 Frauen ziehen
müssen, beträgt 50 bis 75 Zentner. Auch hier wird tüchtig
durch Fußtritte und Kolbenstöße nachgeholfen. Als ich
selbst einige Tage an diesem Wagen war, und wir, fast bis
zur Erde geneigt, den Wagen zogen, dachte ich, wenn dieses
Bild doch nur durch eine Aufnahme festgehalten werden
könnte ! Wenn man es nicht miterlebt hat, kann man es nicht
glauben und sich keine Vorstellung davon machen. Eine Hilfs –
schwester wurde eines Tages von dem Chefarzt auch an den
Wagen beordert. Der Chefarzt hat nur das Recht, für einen
Tag die Leute mit dem schweren Wagen zu strafen, alle wei –
teren Tage müssen durch den Leiter des Lagers gehen. Er
sorgt dann aber schon dafür, daß es mit dem einen Tage
genügt. Der Grund war, daß sie einem Manne Brot von
solchen Patienten gab, die ihrer Krankheit wegen nicht
essen konnten. Sie sollte für eine Nacht in den Leichenkeller
gehen, verweigerte dieses mit den Worten : „Ich will zum
Rapport gemeldet werden.“ Das ist die neueste Erfindung
des Chefarztes, daß das zu bestrafende Personal für eine
Nacht in den Leichenkeller gesperrt wird. An dem Abend
wurde ihr gleich das Haar, welches erst 3 cm lang war,
wieder ganz kahl geschoren. Am nächsten Tage ging sie
an den schweren Wagen. Die Wachmänner waren vom
Chefarzt eingeweiht. Sie mußte in der weißen Schürze
gehen, damit sie gleich erkannt wurde. Am Vormittag
wurde sie schon sehr geschlagen, aber am Nachmittag
bekam sie soviel Schläge, daß sie nicht mehr allein ins
Spital gehen konnte. Fast zwei Wochen mußte sie liegen,
ehe sie imstande war, sich bewegen zu können. Damit
dieses nicht in der Krankengeschichte festgehalten wurde,
mußte sie, was sonst nicht erlaubt war, im Personalzimmer
liegen. Die schwerste Strafe ist der Bunker. Hier kommen
die Menschen ganz entkleidet hinein. Täglich wird ihnen
ein Eimer kalten Wassers über den Kopf gegossen, und sie
müssen Tag und Nacht im Wasser stehen. Die Männer be –
kommen 25 Hiebe auf die Fußsohlen, und die Frauen wer –
den in die Leistengegend geschlagen. Es wurden Menschen
aus dem Bunker ins Spital eingeliefert, bei denen sich das
Fleisch von den Knochen löste und sie bald ein Opfer des
Todes wurden. Das Schlagen im Bunker besorgte der Chef –
arzt mit dem Platzkommandanten. Als im vorigen Sommer
[1947] die größten Quälereien verboten wurden, nahm
man die zu Bestrafenden in das Büro der polnischen Ge –
stapo oder in das Zimmer des Chefarztes. Dort wurden
sie furchtbar geschlagen.
Um einen guten Gesundheitszustand vorzutäuschen, ist der
Chefarzt sehr darauf bedacht, daß die Zahl der Belegschaft
im Spital nicht zu hoch wird. Oft werden die Leute erst dann
aufgenommen, wenn sie schon bald halb tot auf der Bahre
hereingetragen werden. Viele brauchen gar nicht mehr in
das Bett hineingelegt zu werden, sondern sterben schon
auf der Bahre. Andere werden oft, unfähig allein gehen
zu können, entlassen. Die Zahl der Toten betrug täglich
10-12Menschen. Erschütternd sind die Verhältnisse in
den drei Baracken für Alte und Arbeitsunfähige. Etwa
1.500 Menschen sind in diesen Elendshütten zusammen –
gepfercht. Schlimm ist, daß die Geisteskranken ohne Pflege
und Aufsicht unter den Alten untergebracht sind. Viele Alte
sterben an Hunger, andere sind so elend,daß sie des schlech –
ten Eindrucks wegen, den sie in der Öffentlichkeit machen
würden, nicht nach Deutschland abtransportiert werden,
sondern auf ihren Tod warten müssen. Viele Kranke im Lager
müßten operiert werden. Der Unkosten wegen geschieht dieses
nicht. Der Chefarzt gibt auch auf große Bitten der Betreffen –
den, sie doch für den Transport freizugeben, nicht seine Er –
laubnis. So müssen sie im Lager elend zugrunde gehen.
Innerhalb zweier Jahre waren im Lager Potulice ca. 800
Kinder. Die Zahl der Säuglinge wechselte zwischen 30-50.
Die Säuglingsbaracke, welche gleichzeitig auch Entbind –
ungsstation war, wurde schön hergerichtet. Das geschah
aber nur aus dem Grunde, daß alles einen guten Eindruck
machte, wenn die Kommissionen durchkamen und diese
dann in der Presse davon berichten konnten. Doch keiner
fragt, wie viele Kinder in den schönen, weißgestrichenen
Bettchen verhungert und erfroren sind. Wenn eine Kom –
mission angesagt war, wurden die Baracken geheizt. So –
bald die Herren aber hinter dem Tor waren, bekamen die
Männer, die die Heizung bedienten, den Befehl, das Feuer
ausgehen zu lassen. Als die Sterbezahl der Kinder zu hoch
wurde, stellte man einen Ofen auf. Dieser konnte aber nur
mit nassem Sägemehl geheizt werden. Daher rauchte er so
fürchterlich, daß die Fenster geöffnet werden mußten. Die
Nahrung der Säuglinge bestand monatelang aus Wasser –
suppen. Ging man des Morgens um 4 Uhr an der Baracke
vorbei, dann meinte man, das Blöken der Lämmer, aber
keine Kinderstimmen zu hören. In kurzer Zeit sind von
50 Säuglingen nur zwei am Leben geblieben. Von diesen
zweien hatten die Mütter Gelegenheit, ihnen zusätzlich
etwas zu geben. Eines Tages ging ein polnischer Herr
durch die Baracke. Als er die Kinder sah, meinte er, die
müßten Milch haben. Die Antwort des Chefarztes war :
Es genügt, wenn es auf dem Papier steht. “ Anderen
Herren wurde erzählt, daß die Kinder Butter und Milch
bekämen, welches gar nicht der Wahrheit entsprach. Die
Kinder von 1 1/2 bis 10 Jahren befanden sich in einer
Kinderbaracke. Diese durften bis Mai 1947 nur mittags
etwas draußen sein. War der Chefarzt, Dr. Cedrowski,
aber im Lager, wagte es kein Kind, herauszugehen. Den
ganzen Tag hockten sie eingeschüchtert und verängstigt
auf den Betten.Zu den grausamsten Tagen zählen auch
die, wenn die Mütter mit ihren Kindern, soweit sich
diese im Lager befanden, auf dem Platz antreten mußten,
die Kinder ihnen fortgenommen wurden, und sie nicht
wußten, wo sie blieben. Weinten die Mütter, dann be –
kamen sie Kolbenstöße. Viele Mütter haben nie mehr
etwas von ihren Kindern erfahren.
ImJahre 1946 kamen viele Kinder in das Kinderheim
nach Schwetz. Als dann später wieder ein Transport dort –
hin ging, konnte ihn eine deutsche Frau, die als Schwester
im Lager arbeitete, begleiten. Als diese sich dort, im Auf –
trage einiger Mütter, nach deren Kindern erkundigte, wurde
ihr gesagt : „ Es sind Tausende von Kindern hierher ge –
kommen, wir konnten sie listenmäßig nicht erfassen. Die
meisten waren noch so klein, daß sie ihren Namen nicht
wußten, sehr viele sind gleich von polnischen Leuten ab –
geholt worden, wir wissen nicht, wo sie sind.“ Als eine
Anzahl von Müttern zum Transport ins Reich bestimmt
waren und diese ihre Kinder durch das Rote Kreuz suchen
ließen, wurden einige Kinder zurückgeführt, welche schon
einen polnischen Namen trugen. Darum braucht man sich
nicht zu wundern, daß – man kann wohl sagen – Tausende
nicht mehr ausfindig gemacht werden können. Auch hat
man sie so stark in andere Kinderheime, wie z.B. Bromberg,
Schubin, Hohensalza, Tuchel, Konitz, Thorn und verschiedene
andere gepreßt, daß ein großes Massensterben einsetzte.
Eine Mutter hat von fünf Kindern nur noch eins zurückbe –
kommen. Dieses ist aber kein Einzelfall. Kinder im Alter
von 8 Jahren mußten bei polnischen Bauern Pferde putzen,
pflügen, eggen und alle anderen Landarbeiten verrichten.
Ein Kind erzählte mir mit Tränen in den Augen, daß es sich
zum Putzen des Pferdes einen Schemel herangestellt hat.
Drehte das Pferd sich, dann fiel es in den Dung. Kam der
Bauer, und das Mädelchen war mit dem Putzen nicht fertig,
so wurde es geschlagen. Ein anderes Mädchen berichtet :
Ich kam zu einem polnischen Bauer. Das Ehepaar war
kinderlos, und so wollte man mich für eigen annehmen.
Ich wollte aber deutsch bleiben. Als ich darauf bestand,
wurde ich viel geschlagen.“ ( Dieses Mädchen war 10
Jahre alt. ) Schickte ihre Mutter ihr Sachen, so wurden
sie ihr nicht ausgehändigt. Von März 1945 bis Dezember
hat sie alles getragen. Als es aber zu Weihnachten ging,
schrieb das Kind alles seiner Mutter, welche 40 km ent –
fernt auf einem Gut arbeitete. Als die Mutter den Brief
erhalten hatte, wurde sie an einem Morgen tot im Bett,
den Brief vor ihr liegend, aufgefunden. Der Arzt stellte
fest, daß sie an Herzkrämpfen gestorben sei. Helga – so
hieß das Kind – erhielt ein Telegramm. Aber die Polin
erlaubte nicht, daß sie zur Beerdigung fuhr. Das Kind
wurde sehr von Selbstmordgedanken geplagt, weil es
sich sagte : Hätte ich nicht alles meiner Mutter ge –
schrieben, lebte sie heute noch. Auch war es nicht
erlaubt, daß Geschwister miteinander sprachen.
Eines Abends hatte ich dienstlich in einer Kinder –
baracke zu tun. Ein Junge, 13 Jahre alt, war ins
Lager gekommen und hörte, daß seine Schwester, 9
Jahre alt, in der Baracke sei. Er kam an die Baracke, sie
freuten sich des Wiedersehens nach fast drei Jahren. Der
Platzkommandant traf die beiden an. Der Junge bekam
einen Schlag ins Genick, daß er zu Boden fiel. Hierauf
bekam er Fußtritte, daß einem beim Anblick fast das Herz
brach. Von wie vielen Fällen könnte man noch berichten!
Grausam war die Behandlung deutscher Kinder in Polen.
Es ist mir unverständlich, daß Herren, die keinen Einblick
in die Grausamkeiten, die an Deutschen und auch an Kindern
geschehen sind, es weitergeben, daß diese Tatsachen nicht
der Wahrheit entsprechen. Augenzeugen stellt man als Lügner
dar, deshalb, weil die Kinder jetzt gut genährt aus Polen
kommen. Es ist aber wohl nicht bekannt, daß alle zum
Transport bestimmten Kinder vom Arzt untersucht wer –
den müssen. Alle zum Transport bestimmten Personen,
ob Erwachsene oder Kinder, die elend sind, und Aufsehen
erregen würden, werden jeweils sofort gestrichen. Als der
Transport im September 1947 ging, war Chefarzt verreist,
daher war die Auslese nicht so stark, und es kamen auch
elende Kinder mit. In Breslau wurden die 154 Waisenkinder
zurückbehalten. Ich blieb bei den Kindern. Masern brachen
aus, und die Kinder mußten ins Krankenhaus geschafft wer –
den.
Polnische Schwestern sagten in meiner Gegenwart: „Wie
sollen wir nur die Kinder anfassen, die zerbrechen uns in
den Händen ! “ Es kamen sogar diesen Schwestern die
Tränen in die Augen. Die Kinder gehen nur in Lumpen
gehüllt. Einen Tag, bevor der Transport geht, müssen alle
antreten, und dann bekommen sie Sachen. Bis dahin küm –
mert sich keiner um die Bekleidung. Im Gegenteil, wenn
sie ins Lager kamen und einzelne noch über ein gutes Stück
verfügten, verschwand dieses. Jetzt, da die Polen sahen, daß
sie durch die Transporte nicht mehr alles verbergen können
und auch die Kinder nicht alle zurückbehalten werden dürfen,
bekommen sie eine gute Zuteilung. Doch man kann die Schand –
taten der drei Jahre damit nicht zudecken. „
Wolfgang Kaufmann berichtet in dem Artikel ´´ Mordland an
der Weichsel „.´´ Den Gewaltexzessen gegenüber den Flüchten –
den folgte ab März 1945 die ,, wilde „Vertreibung des nicht ge –
flohenen Drittels der Westpreußen durch polnische Milizen,wel –
che später in eine ,, organisierte „ Abschiebung überging. Auch
hier kam es wieder zu massenhaften Raubdelikten, Körperverletz –
ungen und Morden, insbesondere mit Überfällen auf die vollge –
stopften ,, Evakuierungs„-Zügen, bei denen die Plünderer alle
niedermachten, die sich ihnen in den Weg stellten. Das dunkelste
Kapitel dieser Epoche sind freilich die Zwangarbeits – und Inter –
nierungslager, in die an die 100.000 Einwohner Westpreußens
getrieben wurden, darunter viele Kinder. Es gab sogar ein
reines Kinderlager auf dem Gelände der früheren Nerven –
heilanstalt Schwetz an der Weichsel ! Dort verlieren sich
die Spuren etlicher deutscher Minderjährige, welche in
den Schreckenstagen des Jahres 1945 absichtlich von
ihren Eltern getrennt worden waren. Andere wiederum
überlebten hier und in anderen Lagern die Mißhand –
lungen, den Hunger, mangelbedingte Krankheiten, ver –
suchte und vollendete Vergewaltigungen und die Zwangs –
arbeiten, zu der teilweise auch schon die Kleineren geholt
wurden. Noch berüchtigter als Schwetz war das Lager Kalt –
wasser in Bromberg. Augenzeugen berichten von Massen –
erschießungen durch polnische Milizen ab dem Februar
1945.
Der Historiker Hugo Rasmus, der sich als erster an das
lange ignorierte Thema der polnischen Lager heranwagte,
schätzt, das allein diesen Mordaktionen etwa 12.000 Deutsche
zum Opfer gefallen sind. Eine ebenso traurige Berühmtheit
erlangte das ,, Zentrale Arbeitslager „ im westpreußischen
Potulitz, dessen über 37.000 Insassen als regelrechte Arbeits –
sklaven behandelt wurden. Hier starben rund 12.000 der In –
haftierten. was in diesem Falle sowohl an der gnadenlosen
Ausbeutung bei gleichzeitig erniedrigender Behandlung und
minimalster Verpflegung als auch am sadistischen Regime
des Lagerarztes Ignacy Cedrowski lag. Laut Aussagen von
Überlebenden sah dieser seine Aufgabe gegenüber den
,, deutschen Schweinen „ nämlich vor allem darin, dafür
zu sorgen, daß sie ,, schneller krepierten „. Dabei war
Credrowski beileibe kein Einzelfall : Wie der Historiker
Jan M. Piskorski 2005 feststellte, befanden sich andere
polnische Lager zu dieser Zeit ebenfalls in der Hand der –
artiger ,, junger, hemmungsloser Verbrecher

Den Polen ein Mahnmal zu errichten … 2.Teil

Was müssen all die Geborski, Szypula, Cedrowski und Morel`s
gelacht haben als Willy im Brand in Warschau auf allen Vieren
gekrochen ! Nun wussten all die polnischen Täter, dass sie
ungeschoren davonkommen werden. Mit Willy im Brand, der
sich sein Lebtag seiner Politik so sehr geschämt, dass er diese
unter fremden Namen vollzog, begann die Phase der sogenannten
´´ Erinnerungskultur „`, die mit dem Vergessen der deutschen
Opfer einherging. So durfte sich Polen nun, ohne dass es noch
hinterfragt, wie ein Schwein im Schlamm, in seiner Opferrolle
suhlen.

In Polen wurden nach dem Krieg ebenfalls Deutsche wahllos
zur Zwangsarbeit gezwungen. Darüber hinaus regeln aber auch
verschiedene Dekrete Inhaftierung und Sklavenarbeit.
Zu nennen ist u.a. das Dekret vom 4. November 1944, das
Internierung für unbegrenzte Zeit und Zwangsarbeit für alle
polnischen Staatsangehörigen im Generalgouvernement und
in der Wojewodschaft Bialystok anordnete, die deutscher Ab –
stammung waren.
Gemäß Dekret vom 30.11.1944 wurden Personen unter 13 J
Jahren davon ausgenommen. In den Dekreten vom 28. Februar
1945 und vom 6.Mai 1945 über den Ausschluss feindlicher
Elemente aus der polnischen Volksgemeinschaft ergingen
ergänzende Regelungen für Personen der Volksliste Gruppe
3 und 4. Zu nennen sind weiter die Dekrete vom 20. Oktober
1946 und vom 28. Oktober 1946 über die Reklamierung von
deutschen Fachleuten. 1945 befanden sich noch etwa 4,5
Millionen Deutsche in Polen, welche die Polen mit aller
Gewalt zu vertreiben suchten.
´´ Gemäß einer Anweisung des Ministeriums für öffentliche
Verwaltung vom Juni 1945, der zufolge den Deutschen „das
Leben derart erschwert werden“ solle, dass auch die “ hart –
näckigsten Feinde des Polentums den Mut verlieren“, in
Polen zu bleiben, wurden “ freiwillige Ausreisen“ gefördert:
durch Enteignungen, unzureichende Versorgung, Ausschluss
von ärztlicher Versorgung, Ausschluss der Kinder von der
Schulpflicht, durch massenhafte Beseitigung der “ Spuren
des Deutschtums “ und durch Duldung von Diebstählen und
Vergewaltigungen. Bis Ende 1945 verließen bis zu 550 000
Deutsche “ freiwillig “ Polen. Noch in den Zügen wurden
sie ausgeraubt. Von Februar bis Dezember 1946 erfolgten
organisierte Aussiedlungen in Absprache mit den Alliierten.
Etwa 1,5 Millionen Menschen kamen in die britische und –
bis November 1947 – 1,84 Millionen in die sowjetische Zone.
Insgesamt verließen in dieser Zeit fast 3,5 Millionen Deutsche
die alten Ostgebiete. Noch bis 1950 kamen vereinzelt Trans –
porte mit Frauen, Kindern und Alten aus Ostpreußen, wo vor
allem junge Frauen für die Sowjets hatten Zwangsarbeit leisten
müssen, oder aus polnischen Internierungslagern wie Jaworzno
und Potulice, in denen Angehörige der deutschen Minderheit zur
Zwangsarbeit herangezogen worden waren. Die Deutschen, die
nach 1950 in Polen blieben, wurden “ polonisiert “ : Sie mussten
polnische Namen annehmen und sich als Polen erklären
( Helga Hirsch, 2003 ).
Wie es in den von den ´´ unschuldigen Polen „ betriebenen
Konzentrationslagern zuging, schildert Josef Thiel aus Grüben in
seinem Bericht ´´ Ich war Totengräber im Lager Lamsdorf „ :
´´ Nach 14 Tagen Kerkerhaft mußte ich mit vier Kameraden zur
Vernehmung. Zwei kamen gleich an die Reihe. Ich und zwei
andere mußten im Vorzimmer warten, das Gesicht gegen die
Wand gerichtet, in strammer Haltung. Hinter uns saß ein Posten
mit Gewehr. Die geringste Bewegung, und wir hatten den Ge –
wehrkolben oder Stiefel im Kreuz sitzen. Aus dem Vernehm –
ungszimmer hörten wir öfters dumpfe Schläge und Schreie.
Endlich wurden wir in den Keller zurückgebracht. Am Nach –
mittag mußten die beiden morgens Vernommenen noch einmal
nach oben. Wir anderen drei durften im Keller bleiben. In den
Nachmittagsstunden kamen elf neue Männer in den Keller. Sie
waren aus dem Arbeitskommando der Russen entlassen worden.
Der Pole hatte sie von der Straße aufgegriffen und interniert.
Ähnliche Fälle wiederholten sich fast täglich. Ich wurde am
selben Tage noch zur Vernehmung geholt. Als ich verlauten
ließ, daß ich in der Hitlerjugend und der Arbeitsfront war,
bekam ich Faustschläge, desgleichen, als ich sagte, daß ich
in Rußland gekämpft und dort den Arm verloren hätte. Am
übelsten waren meist die dran, die in keiner Nazi-Organi –
sation gewesen waren. Sie wurden so schwer und so lange
geschlagen, bis sie sich aus Angst zu einer Organisation
bekannten. Ich war drei Wochen in jenem Keller. In dieser
Zeit ist mir nicht einmal zum Waschen Gelegenheit gegeben
worden. Unsere Bedürfnisse mußten wir in einen Eimer ver –
richten, der im selben Raume stand, in dem wir hausten. Den
Eimer mußte einer von uns einmal am Tage unter Aufsicht
eines Milizmannes zum Entleeren heraustragen, dabei gab
es jedesmal Kolbenschläge. Wir bekamen alle Läuse, die uns
quälten, ebenso quälte uns die dumpfe Luft in dem finsteren
Keller. (…)Der Appell wurde genau wie am Abend gehalten.
Am Ende wurden die Arbeitskommandos eingeteilt. Die nicht
Benötigten und wir Neulinge mußten weiter exerzieren. Die
Kommandos wurden nur in polnischer Sprache gegeben.
Beim Abzählen sagten sie uns das erste mal die Zahl auf
Polnisch, beim zweiten und jedem weiteren Mal wurden die
Männer, die die Zahl nicht mehr wußten, schonungslos zu –
sammengehauen. Drei Männer von meinem Transport ver –
loren an diesem Morgen das Leben. Mir wurden anschließend
sechs Mann zugeteilt, mit diesen mußte ich die Toten begraben.
Nach dem Erschlagen waren sie von Männern hinter die Frauen –
baracke geschleift worden und lagen nun im Grase, wo ich sie
zuerst gar nicht finden konnte. Ich erkundigte mich bei den
Frauen. Diese wollten mir zuerst keine Auskunft geben; denn
sie waren eingeschüchtert, weil sie in ähnlichen Fällen schon
sehr trübe Erfahrungen gemacht hatten.
Schließlich zeigten sie mir die Stelle. Dem ersten Toten hatten
die Posten den Schädel eingeschlagen, so daß der Unterkiefer
nur noch vom Kopf übrig blieb. Das Gehirn und Knochen lagen
herum. Den zweiten hatten sie zertreten und die Kleider ange –
zündet, so daß es nur wenige Überreste davon zu sehen waren.
Der Körper selbst war stark angekohlt. Den dritten hatten sie
auch zertreten. Während des Grabmachens kamen mehrere
Posten zu uns heran. Bei dem ersten mußte sich G. aus Hil –
gersdorf auf den Bauch legen. Er bekam 25 Schläge mit dem
Gewehrkolben. Nach einer Weile kamen drei andere. Jetzt
mußten sich alle sechs nacheinander hinlegen und bekamen
auch Schläge mit dem Gewehrkolben. ( . . . ) Kinder sind oft
vor Körperschwäche hingefallen. Waisenkinder sahen am
schlechtesten aus. Viele Kinder sind in kurzer Zeit gestorben.
Bis 700 Kinder können insgesamt im Lager gewesen sein,
vom 25. Juli 1945 bis Juni 1946. Höchstens 300 sind lebend
heraus -gekommen. Im März 1946 waren 84 Waisenkinder
im Lager. Ihre Angehörigen waren im Lager umgekommen.
Diese 84 kamen im Mai 1946 unheimlich verwahrlost heraus.
Wenn von Kindern die Rede ist, handelt es sich immer um
Kinder unter zehn Jahren. Altere mußten wie die Großen
arbeiten.
Insgesamt kamen in dem Todeslager Lamdorf 6.480
Deutsche ums Leben.

Europäische Aufarbeitung der Geschichte im Sinne der Erinnerungskultur

Wie sieht nun eigentlich ´´ Geschichtsaufarbeitung „ im
Sinne der ´´ Erinnerungskultur „ in Europa aus ? :
In der Bundesrepublik Deutschland soll Ingrid glauben, das
ihre Oma Margot, welche in einer kleinen deutschen Stadt
lebte, gewusst haben soll, was mit den Juden hinter dem
Stacheldrahtzaun in einem KZ geschah. Nun gab es zwar in
Margots kleinem Städtchen schon vor 1933 keine Juden mehr
und alles was sie über die Juden wusste, stammte aus der
nationalsozialistischer Presse dieser Zeit und Margot kam
als junge Frau nie in die Nähe eines derartigen streng
bewachten KZs, trotzdem muss sie ja etwas davon gewusst
haben, denn schließlich gehörte Margot doch zu den
´´ Tätern „. Das Margot, welche nie einer national –
sozialistischen Organisation beigetreten war, den
verlorenen Krieg mit Massenvergewaltigung durch die
in ihrer Stadt einrückenden Russen begleichen musste,
milderte nicht im geringsten ihre ´´ Kriegsschuld „
und ´´ Mittäterschaft am Nationalsozialismus „, da
ja ihr vorsätzliches Verbrechen eben darin besteht
eine Deutsche zu sein.
In Russland schaut Oleg bewundernd auf die vielen
Orden seines Opas Iwan. Iwan, ein so genannter
´´ Held der Sowjetunion „, ist stolz darauf,
dass er mit um Berlin gekämpft hat. Dass er im
Siegesrausch, betrunken über junge deutsche
Frauen herfiel, vergewaltigte und auch hin
und wieder einmal plünderte, interessiert
dabei weder Oleg noch Iwan, schließlich ist
Iwan ja ein richtiger russischer Held !
In Großbritannien lauscht Tom den Erzählungen
seines Opas Georges. Georges war Bomberpilot
und unter anderem an der Bombardierung Dresdens
beteiligt. Natürlich behauptet Georges, er habe
nicht gewusst, was er da mit seinen Bombenab –
würfen anrichtete. Zwar hat Georges bei jeder
Dienstbesprechung erfahren, dass es sich um
reine zivile Ziele handelte, wusste zu wie
viel Prozent das ´´ Ziel „ bereits zerstört
worden sei. Auch hat er doch ganz genau den
Flammenschein der unter ihm brennenden
deutschen Städte von seinem Flugzeug aus
gesehen, es sich aber dabei nicht vorstellen
können, was seine Bomben dort unten ange –
richtet. Seinem Enkel statt dessen erzählt
er denn auch lieber von den Ängsten, welche
er im Cockpit ausgestanden habe, der ewigen
Angst davor abgeschossen zu werden und nicht
mehr heim zukehren. Gleichzeitig entschuldigt
Georges seine militärischen Taten mit den
deutschen Bomberangriff auf Coventry, der
ja angeblich alles erst ausgelöst habe.
In Frankreich lauscht Rene gespannt den Er –
zählungen seines Opas Jacques, der mit seinen
Freunden in der Resistance gekämpft hatte.
Natürlich wird Rene nie erfahren, dass der
einzige ´´ Kampfeinsatz „ seines Opas darin
bestand, nach der Befreiung eine so genannte
Kollaborateurin zu liquidieren. Das Verbrechen
der 18jährigen Französin bestand darin, sich
in einen deutschen Soldaten verliebt zu haben.
Jacques und seine Freunde verhafteten das Mädchen
schoren ihr das Haar, trieben es dann halb nackt
durch das Dorf und erschlugen es viehisch, nicht
ohne vordem noch ihre Lust an dem Mädchen befrie –
digt zu haben. Später hieß es dann einfach in
dem kleinen französischen Dorf immer, das
Mädchen sei mit den abziehenden Deutschen mit
gegangen. Über diesen ´´ Kampfeinsatz „ wird
Rene natürlich nie etwas erfahren und so weiter
hin stolz auf seinen Opa und dessen einstige
Kameraden vom französischen Widerstand sein
kann.
In Tschechien erfährt Jiri nie, was sein Opa
Pavel 1945 als Wachsoldat mit den verhafteten
deutschen Zivilisten tat, wie er jene behandelte
hatte. Dafür erfährt er sehr genau, was die
Deutschen in Lidice taten.
So in etwa müssen wir uns in dem ´´ modernen „
Europa im Großen und Ganzen also die ´´ Ge –
schichtsaufarbeitung „ vorstellen. Damit nun
Oleg, Tom, Rene und Jiri auch weiterhin stolz
auf ihre Großväter sein können, haben sich all
die europäischen Historiker auf eine ziemlich
einfache Formel geeinigt : Deutschland hat immer
schuld. Was immer nun die Großväter in ganz Europa
auch getan haben mögen, es war die ewige Schuld der
Deutschen und so sollte doch einmal etwas über Ver –
gewaltigungen, Morden, Plünderungen, Vertreibungen
und Bombardierungen an die Öffentlichkeit gelangen,
wird man es begründen mit dem ewigen Mythos einer
´´ berechtigten Rache „ für die Gräueltaten der
Deutschen.
So sind denn also alle Großväter in Europa Helden
und große ´´ Befreier vom Faschismus „ und ihre
Enkel können stolz auf sie sein. Nur die Ingrid
muß nun eben in ihrer Großmutter eine ´´ Täterin „
und Angehörige eines ´´ Mördervolkes „ sehen und
sich gleich selbst mit zum´´ Volk der Täter „ da –
zu zählen und ewige Sühne und Abbitte für die Sünden
Margots leisten. Und dass ihr Opa Bernhard als Soldat
in der Wehrmacht gedient hatte, wird für Ingrid für
alle Zeiten ein unauslöschliches Kainsmal bleiben.
Dafür werden gewisse oder besser gesagt gewissenlose
in – und ausländische Historiker schon sorgen !

Den Polen ein Mahnmal zu errichten …

Um die ´´ Erinnerungskultur „ weiter zu zementieren, fordern
nun Wolfgang Thierse und Rita Süssmuth die Errichtung eines
weiteren Mahnmals und zwar für die Polnischen Opfer des
Zweiten Weltkriegs.
Das neue Mahnmal soll gegenüber dem Dokumentationszentrum
der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung errichtet
werden. Da klingt es schon wie blanker Hohn, wenn es über die
dieses Dokumentationszentrum heißt, das dort ´´ auch „ über
deutsche Vertriebene berichtet werde. Schwerpunkt dürfte das
nicht sein, denn das sieht die ´´ Erinnerungskultur „ nicht vor!
Natürlich wird umgekehrt nicht über all die vielen deutschen
Opfer berichtete, welche die Polen bis 1939 und vor allem ab
1945 auf dem Gewissen haben.
Um sich einmal ein Bild von den polnischen Gräueltaten zu
machen, veröffentliche ich an dieser Stelle einmal das Interview
mit dem Stellvertretenden Lagerleiter des polnischen Lagers
Lamsdorf, Ignaz Sz ( Szypula ). Denn daran werden Thierse,
Süssmuth & Co garantiert nicht erinnern ! Die Toten des Lager
Lamsdorf haben keine Anwälte, und keinen Abgeordneten des
deutschen Bundestages interessiert ihr Schicksal. Ihre
Leichen müssen weiter verscharrt bleiben, damit man den
Deutschen die ´´ Erinnerungskultur „ aufpropfen kann.

Hier das Interview das der Journalist Janusz Rudnicki
mit Ignaz Szypula führte ( Nichts für schwache Nerven ) :

´´ … Die Gerechtigkeit ließ sie vor der Baracke stehen und
warten auf die Registrierung, es konnte auch mal den ganzen
Tag sein. Die Registrierung haben wir angefangen mit einer
gründlichen Durchsuchung. Wir nahmen alles. Eine versteckte
ihren Ring in den Haaren, wir schnitten sie ab. Wir nahmen und
prügelten. Mit Kolben, Händen, Füßen. Alte, Junge, Frauen.
Alles, was sich bewegte, außer Kindern. Zum ” Guten Morgen “,
psychologisch, wie der Czesiek Geborski sagte, damit man den
Gehorsam in ihnen zupflügt. Ich erinnere mich, wie wir solchen
sechs Helme auf die Köpfe setzten und prügelten drauflos so
lange, bis Blut über die Augen floß. Die hatten trotzdem noch
Glück. Einmal erblickten wir einen mit einem Bart, der kam gar
nicht in die Baracke zur Registrierung, Judas. Johann hieß er,
Johann L. Wir zogen ihn am Bart in die Werkstatt und dort
schraubten wir ihm den Bart in den Schraubstock und zündeten
den Bart an, damit er aussieht wie ein Bettler. Er schrie, daß er
Kinder hat. Die Reste vom Bart schnitten wir mit dem Messer
ab, mit der Haut! Mit Zangen rissen wir ihm die Fingernägel
aus, einen nach dem anderen. Dann steckten wir ihm eine
Schulter in den Schraubstock und brachen sie. Mit der anderen
dasselbe. Dann haben wir angefangen, ihm mit Schlüsseln auf
den Kopf zu klopfen, puk, puk, ist da wer ? Und dann hämmerten
wir auf den Schädel, es gluckste, Knochen krachten…
Geteilt haben wir die Baracken so: Für Männer, für Frauen, Frauen
mit Kindern und Frauen, die arbeiten konnten. Und Ruhe. Keiner
kennt den anderen. Sollte irgendein Mann zu seiner Frau ein Wort
sagen oder eine Frau zu ihrem Mann oder Kind sagen, Prügel. 25
Schläge. Einmal sah eine Frau ihren Mann, lief zu ihm, was haben
wir gemacht. Drei Tage in der Sonne ohne Essen und Trinken. Sie
hielten sich an den Händen und lagen. Es gab kein Mitleid. Von
der Erde in die Krankenstube, von der Stube unter die Erde ! Einer
hat mich mal gebeten, ich möchte ihn doch nicht töten, sondern erst
nächsten Morgen, er möchte gern noch seine Frau sehen, er hat sie
nicht gesehen! Meine
Nummer 14 am Tag der Feuersbrunst, aber ich komme noch darauf.
Der Tagesablauf sah so aus: Um 6 Uhr wecken, aufstehen und auf
den Platz. Laufen – fallen –kriechen – laufen. Alt nicht alt. Krank
nicht krank, ” Morgengymnastik ” auf polnisch. Kommando und
abzählen auf polnisch, von eins bis wie viele es waren. Wer nicht
konnte, wer falsche Zahl zahlte, Prügel, alt oder krank. Mit Knüp –
peln, Füßen, Händen. Wir prügelten so lange, bis….
Wer krepierte, der krepierte.
Schuhe runter und ins Loch mit dem Aas. Manchmal, zum Zeit –
vertreib, befahlen wir einigen, auf die Bäume zu klettern bis in
die Wipfel. Andere wiederum mußten die Bäume absägen. Sie
sind runtergefallen wie Birnen. Gemborski hat mal einem be –
fohlen, auf den Baum zu klettern und schreien, ich bin ein Affe !
Und wir haben geschossen, bis er runterfiel ! Schuhe runter und
ins Loch, ob er lebte oder nicht, seine Sache. Dann Appell, Ein –
teilung in Arbeitsgruppen im Lager und außerhalb. Um 12 Uhr
Ruhepause, dann wieder Arbeit, am Abend, um 20 Uhr Ruhe.
Ich sage Prügel, aber solche Prügel muß man sehen! … Wir
droschen, wie das Korn auf der Tenne. Haut und Fleischfetzen
hingen in Streifen. Sie lagen in der Krankenstube und waren
am Krepieren. In den Wunden tummelten sich Klumpen von
Fliegen. Eins sage ich dazu, daß keiner von uns sie vergewaltigt
hat. Der Tod war für sie die Erlösung. Sie starben an Blutvergift –
ung.
Wir hatten keine Pferde, da haben wir vor den Pflug und die Egge
Männer vorgespannt. Vor den Pflug 12, vor die Egge 8 bis 12, es
kam darauf an, wie stark sie waren. Es kam vor, daß auch Frauen
ziehen mußten. Wir hatten keine Autos, da spannten wir sie auch
vor einen Wagen oder Anhänger, um Proviant zu holen, z.B. Oder
vor eine Kutsche, um mit dem Kommandanten spazieren zu fahren.
Wie richtige polnische Herren ! Fünfzehnten September spannten
wir vor den Wagen 16 Mann, denn wir mußten schweres Gerät ins
Dorf bringen. Wir prügelten sie mit Stöcken, was das Zeug hielt,
sie schafften es. Auf dem Rückweg, im Wald, haben wir etwas
herumgeschossen. Die Hälfte von ihnen ( Männern ) haben wir
mit Schüssen zum Teich getrieben und ersoffen. Sechs davon
haben uns zum Lager gezogen. Drei davon haben vor Schreck
die Sprache verloren, einer hat sich selbst erhängt. Wir schossen
auf die Leute in den Bäumen, wie auf Affen, schossen in die
Leute wie auf Fliegen.
Einmal sind zu viele Weiber in die Latrine reingegangen, ich schoß
eine ganze Serie in sie hinein. Manche bekamen in den Bauch, an –
dere in die Brust. Die Kugeln trafen wie das blinde Los. Stöhnten,
jammerten, röchelten. Ins Loch damit! Damit keine Spur bleibt,
unter die Erde. Sie bogen und krümmten sich in der Erde, wie
große Würmer, wir schütteten sie mit Sand zu. ” Herr Ignac”
kannte kein Mitleid. Aber jeder kannte “Herrn Ignac”. Höchstens,
daß nicht, da prügelte ich, oder ich gab Befehl zum Prügeln. Zwei
junge Hurensöhne gingen an mir vorbei, so an die 15 Jahre. Weder
” Achtung “, Morgen”, Einer musste den anderen prügeln. Über
einen Hocker und 25 auf den Arsch. Geschont haben sie sich, da
habe ich ihnengezeigt, wie es geht. Mit einem dicken Kabel. – Wir
prügelten und töteten.
Wir haben sie ausgesiedelt aus dieser Erde. Lehrer, Pl Beamte, Kauf –
leute, Geistliche haben die Vorfahrt gehabt. Wir begossen sie mit
Sejche, bewarfen sie mit Scheiße, unter die Fingernägel trieben wir
ihnen Nägel ein. Einem Schuster aus Bielic, 58 Jahre, ( 1 sprang
ich so lange auf dem Rücken herum, bis er krepierte. Seinem
Kumpel aus demselben Dorf, 65 Jahre, kam das Hirn heraus, so
habe ich ihm mit in dem Kolben den Schädel zertrümmert. Einen
erschoß ich, weil er Brillen trug, so ein Intelligent. – — Zusam –
men mit dem Chef, Czeslaw G., haben wir dem Lehrer Wolf aus
Bielic mit der Säge sein krankes Bein abgesägt. Er schrie sich zu
Tode. Wir erschossen eine Frau im 9. Monat schwanger -. dann
auch ihre kleine Tochter, als sie Blumen legte auf das Grab der
Mutter. Auf dem Lagergelände streunten Tag und Nacht hungernde
Kinder. Waisen oder Getrennte von ihren Müttern. Bettelten vom
Fenster zum Fenster und starben leise. Eines Tages gaben wir be –
kannt, da» wir in der Baracke Milch haben für die Kinder. Sie
kamen, wir erschossen sie !!!
Janek F. war gut, er mußte gut sein, denn bis zum Ende war er
nicht einer von uns. Eine Mutter mit ihrem Baby auf dem Arm
bat um Suppe, er schlug zu, direkt aufs Köpfchen. Und dann
prügelte er die Mutter, sie floh vor ihm mit einer roten Kugel
im Arm ( blutiges Köpfchen des Kindes ). Wir klopften ihm
anerkennend auf die Schulter, daß er wenn auch nicht einer
von uns, so doch wie unser. Janek F. tötete zig Babys, gleich
zwei auf einmal. Er zertrümmerte die Köpfe, indem er sie
zusammenschlug. Wir verboten für die Toten Kreuze aufzu –
stellen. Paar Frauen mit Kindern wollten es doch tun, fielen
erschossen gleich auf ihre Männer, Väter und Kinder. Wen
wir nicht erschlagen haben, der krepierte an Hunger oder
Krankheit. An Typhus starben sie wie die Fliegen. Läuse
fraßen ihnen die Haut so, daß man blanke Rippen sehen
konnte.
So oder so haben wir zu wenig getötet. Czesiek G. wollte
wenigstens zehn (10) am Tag. Später mehr und mehr, Dörfer
mußten schließlich geräumt werden für unsere, aus dem Osten,
denn sie nächtigen im Bahnhof in Oppeln, aber das habe ich
schon geschrieben. Am 4. Oktober zündeten wir zusammen
mit D. die Baracke Nr. 12 an. Vorher haben wir alle getrun –
ken. Da war nicht was zu löschen, aber den Frauen haben wir
befohlen, Wasser und Sand zu schöpfen, den Männern das aufs
Dach tragen, schütten und löschen. Wir schossen, wenn sie runter
wollten. Das Dach ist eingebrochen, die Männer fielen rein und
verbrannten. Die, die Angst hatten, näherzukommen, warfen wir
ins Feuer. Die Familienmitglieder flehten uns auf Knien an, es
gab kein Mitleid, der Ehemann brannte vor den Augen seiner
Frau und umgekehrt. Czeslaw 6. gab Befehl zum Schießen,
weil angeblich Aufruhr der Gefangenen, weil es brennt, und
sie wollen fliehen. So fingen wir an zu schießen. Wir haben
geschossen alle in alle. Wer kann das heute zusammenzählen,
paar hundert Getötete könnten es sein. Aus der Nähe, aus der
Ferne, wie sie standen oder flohen. Jeder von uns hat laut ge –
zählt, wie viele er hat. D., der Vertreter von Czeslaw G. tötete
sechsundvierzig, ich verlor die Übersicht. Aus der Krankenstube
zog ich ein altes Weib heraus und zertrümmerte sie gleich am
Graben, ich tötete einen Vater von 6 Kindern, denn nach dem
Feuer brach er psychisch zusammen. Die letzte Leiche an
diesem Tag war von mir. Mit einem Schuß in den Hinterkopf
erschoß ich den Sanitäter, er trug eine Armbinde des Roten
Kreuzes, und trug Suppe für ein krankes Kind-. Herbeigerufen
habe ich zwei, damit sie ihn auf einer Trage zum Graben bringen,
da bei dem Toten das Hirn zu sehen war, befahl ich ihnen, es zu
essen. Sie wollten nicht, ich prügelte sie- mit dem Kolben. Tote
und Schwerverwundete haben wir befohlen in Gräben zu werfen
und zuschütten. Die Erde bewegte sich, man hörte das Röcheln,
die Totengräber mußten solange darauf trampeln, bis sich die
Erde aufhörte zu bewegen und es war still. Durchgeführt wurde
die Exhumierung der Leichen von Soldaten der Roten Armee.
Wir haben befohlen, die aus der Erde herauszuholen, die ihre
( deutsche ) Soldaten dort vergraben haben. Mit bloßen Händen,
Männern und Frauen. Von den Leichen stank es wie aus der Hölle,
verwest waren sie schon so, daß ihre Teile man sogar in den Stiefeln
hatte. In manchen Gräbern waren die Leichen so verwest, daß, wenn
wir jemanden reinwarfen, der kam aus dieser schleimigen Masse
nicht mehr raus. Wir vergruben auch solche, die nur ohnmächtig
wurden. Sie kamen zu sich als man Sand auf sie schüttete. Sie
schrieen wie irre. Totengräbervergruben sie in so einem Fall im
Eil-Tempo. Wenn mich heute jemand fragen würde, ob ich diese
Schreie höre, da nein, ich höre nicht. Für Sünden bereue ich nicht.
Amen. Ignac Sz.“

Ignaz Sz ( Szypula ), welcher sich bis an sein Lebensende all seiner
Schandtaten und Verbrechen rühmte, wurde nie belangt und starb
1973 den großpolnischen Heldentod, indem er betrunken von sei –
nem Balkon stürzte. Auch sein Vorgesetzter, der eigentliche Lager –
kommandant, Czeslaw Geborski ( *1924 -†2006 ) wurde nie für seine
Taten belangt. Zwar wurden gegen ihn 1959 und 2001 zwei Prozese
geführt, die aber nichts zu seiner Verurteilung führten.