Mit Wortbruch in die Weimarer Republik

Das nennt man wohl blanke Ironie, wenn da die
SPD-Politikerin Andrea Ypsilanti, welche bei den
Landtagswahlen in Hessen sang – und klanglos
untergegangen, nun in Weimar an die ebenfalls
sang – und klanglos untergegangene Weimarer
Republik erinnert. Im Weimarer Nationaltheater
tritt sie als Mitveranstalter auf, genau dort, wo
1919 die verfassungsgebende Nationalversamm –
ung der Weimarer Republik tagte. Also jene
Sozis, die zuvor gerade Karl Liebknecht und
Rosa Luxemburg gemeuchelt. Politik war eben
schon immer auch großes Schmierentheater !
Auch in Hessen hatte man die Linken ausge –
schlossen, und unter Wortbruch von Ysilanti,
wieder ins Boot zu holen versucht. Ysilanti
trat nach der Wahlniederlage daraufhin als
Landesvorsitzende zurück.
Nun geht Ysilanti in Weimar der Frage nach :
´´ Wie können, ja müssen wir heute als Gesell –
schaft und als Einzelne mehr Demokratie wa –
gen? „ Es mag den einen oder anderen da
schon befremden, wenn eine SPD-Genossin
die Demokratie für ein Wagnis hält. Aller –
dings könnte es ein Wagnis werden, wenn
ein anderer wortbrüchiger Genosse, nämlich
Martin Schulz, nun unter Merkel ein Minister –
amt anstrebt. Unter sozialdemokratischen Mi –
nisters ist man wahrlich dabei wieder Weimarer
Verhältnisse in Deutschland zu schaffen. Und
die Wortbrüchigen Genossen spielen dabei
ihren politischen Gegnern geradezu in die
Hände.

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Zu den Wahlen in Hessen

Die Wahl in Hessen endete nicht unerwartet. Nun tun zwar
alle so als seien sie vom Wahlergebnis der AfD überracht,
doch die einzig wirkliche Überraschung ist, das immerhin
28 % der Wähler imkompetente Sozialdemokraten und
11, 6 % sogar noch Grün gewählt haben !
Auch das Wahlergebnis der CDU mit immerhin 28,2 % über –
rascht, wenn man bedenkt das der CDU-Vorsitzende Volker
Bouffier nach der Wahl seinen Wählern quasi nichts zu er –
klären vermochte. Da fragt man sich schon, warum die
eigentlich CDU gewählt haben.
Fakt ist, das all die etablierten Parteien praktisch nur von
der Wahlverdrossenheit der Bürger und damit von der
geringen Wahlbeteiligung profitiert. Denn immer mehr
Menschen in Deutschland gehen lieber gar nicht mehr
wählen als mit ihrer Teilnahme an der Wahl faktisch ihre
Zustimmung zu diesem politischen System zu geben !
Das gibt natürlich keiner all dieser Spitzenpolitiker offen
zu. Da heißt es dann lieber ( OT Bouffier ) : ´´ Das zeige,
dass es viele Menschen gebe, denen Politik egal sei „.
Nur einmal wurde Bouffier ehrlich : ´´ Es ist uns nicht
gelungen, klarzumachen, welchen Plan wir haben, um
die große Herausforderung zu lösen „ ! Ja wir hätten
auch alle ganz gerne gewusst, welchen Plan denn nun
Angela Merkel wirklich verfolgt, denn dass lässt sich
aus dem Dahergerede von CDU-Politikern tatsächlich
schlichtweg nicht entnehmen !
Auch der grüne Landesvorsitzende Kai Klose versucht
sich, in üblicher Manier, das schlechte Ergebnis seiner
Partei schön zureden, soweit er ´´ die Lage überblicken
kann „. Na ja, da kommt dann wohl nicht mehr viel !
´´ Die Wähler hätten ja die Möglichkeit gehabt, so wie
früher einfach nur ihr Listenkreuz zu setzen „. Nö, dazu
hatte die Mehrheit der Wähler nun einmal keinen Bock.
´´ Dann müssen wir im Zweifel nach einer solchen Analyse
ins Gespräch kommen, aber das steht für mich jetzt nicht
unmittelbar an „. Genau, vielleicht will am Ende gar noch
einer etwas Konkretes wissen oder schlimmer gar noch die
Wahrheit. Na da taucht man als Grüner lieber erst einmal
ab. Mit dem Wahlergebnis braucht man sich ja ohnehin
nicht mehr auf der Straße blicken zu lassen !