Der Nächste springt auf den Xavier Naidoo-Fertigmachen-Zug auf

Bei dee ´´ ZEIT „ hat man David Hugendick nunmehr
auf Xavier Naidoo angesetzt. Die Pawlowschen Presse –
hunde bellen ja immer nur reflexartig nach rechts. Es
wundert einem, dass sich niemand aufgeregt als die
linkslastige Band BAP ihren Song ´´ Ahl männer,
aalglatt „, einmal ganz abgesehen von den Texten
einzelner linker Punkbands. herausgebracht. Sichtlich
kommt also solch künstliche Aufregung nur zustande,
wenn jemand der Obrigkeit unangenehm ist. So springt
nun auch David Hugendick auf den ins rollen gekom –
menen Zug auf sich an der Hetze gegen Naidoo zu be –
teiligen. Es ist bestimmt kein Zufall das plötzlich allen
linken Journalisten gleichzeitig ein Song der Söhne
Mannheims ins Auge gefallen sein will. Nein, dies
ist eine gezielte Kampagne !
Das muß sogar Hugendick erkennen : ´´ Seither dis –
kutieren Musikjournalisten darüber, ob das Lied nur
demokratiefeindlich ist oder schon Pegida, ob hier
mit denselben Affekten gespielt wird wie es die
AfD tut und ob Naidoo, der in der Vergangenheit
vor Reichsbürgern auftrat und Deutschland für ein
„besetztes Land“ hält, sich endgültig in den rechten
Morast verabschiedet habe „.
Und um sich von dem Wulst abzuheben ist David
Hugendick nun plötzlich der Musikexperte ´´ Nun
kann von einer erkennbaren „Auseinandersetzung“
mit gesellschaftlichen Strömungen keine Rede sein,
sein Lied ist, freundlich gesagt, eine affirmative
Collage dessen, was aus den Tiefen deutscher
Verschwörungstheorien so hervorgerülpst wird.
Da ist nichts überzeichnet. Es gibt keine Anzeichen
von kritischer Distanz, keinen Bruch, keine formale
Feinheit, die auf Rollenprosa hindeuten könnte, es
gibt nur ein pompöses Wir, das mit einem regres –
siven, antidemokratischen Affekt gegen ein nebliges
Ihr in Stellung gebracht wird, mit dem regierende
Politiker gemeint sind, die an den „Fäden“ höherer,
dunkler Mächte hängen „ und noch deutlicher :
´´ Nun, es soll ja Kritiker geben, die tatsächlich
nicht der Meinung sind, dass jeder Quatsch schon
allein dadurch veredelt ist, dass er gereimt oder g
esungen wird „. Warum nicht einmal solch ein
Satz über Jan Böhmermann, wo der doch sehr viel
zutreffender wäre ?
Ist der Marionettensong nun der Sommerlochauffüller
für alle unbegabten Journalisten oder ist in einer Art
von Führerkult schon jede Kritik an Volksvertreter
in diesem Land verboten ? Hugendick versteht ein –
fach nicht, dass die meisten Deutschen die Nase ge –
strichen voll haben von ´´ Volksvertreter „, die keine
sind und die nichts für ihr Volk tun. Insofern wittert
er und andere eine große Gefahr in dem Song. Nicht
umsonst kläffen getroffene Hunde am lautesten !