Grüne Scheingefechte gegen Boris Palmer

Langsam wird selbst der Grünen in Berlin ihr Tübinger
Oberbürgermeister zu viel. Aber ihn aus der Partei raus –
zuschmeißen, dass wagen sie nicht. Selbst in den Medien
hat man davor Angst: ,, Ein Parteiausschlussverfahren
mit ungewissem Ausgang aber würde diesem Selbstdar –
steller nur monatelange Aufmerksamkeit schenken. Ab –
setzen, kaltstellen, ignorieren, das reicht. Alles andere
ist Zeitverschwendung „. Übrigens spricht Palmer hier
von ,,asozialen Medien„.
Sichtlich hat man bei den Grünen große Angst davor,
das sehr unangenehme Wahrheiten, welche Palmer hin
und wieder ankratzt, dann offengelegt werden könnten.
Immerhin hat Palmer recht gute Einsichten in die Struk –
tur und die Politik der Grünen. Da könnte für die Grünen
nichts unangenehmer sein als die Wahrheit. Peinlich wird
es durchaus für die Grünen werden, wenn sie ihre ,,Werte„
offenlegen müssen, die Palmer angeblich nicht mehr ver –
tritt!
Andererseit diente Palmer Jahre lang dazu, für die Grü –
nen mit seinen seltsamen Äußerungen Stimmen am rech –
ten Rand zu fischen. Und selbst da man in vollen Zügen
auf den Greta-Zug mit aufgesprungen, will dieser nicht
so recht an Fahrt gewinnen, so das man jede Stimme
dringend braucht.
Also bloß nicht an der Oberfläche kratzen und Palmer
einfach als ,,Nervensäge„ ( O-Ton ,,Süddeutsche„)
oder ,,Querkopf„ abtun.
Natürlich gehört Palmer fest zum grünen Etablisment
und von daher soll er bis zur nächsten Wahlen unbe –
dingt noch Oberbürgermeister bleiben. Ihn abzusetzen,
nach Äußerungen, die jeden AfD-Politiker sofort das
Amt gekostet, will man ihn nicht. Man klebt halt an
der Macht, und kann sich gut ausrechnen, wie viele
Stimmen die Grünen derzeit bei einer vorgezogenen
Neuwahl des Tübinger Oberbürgermeisters einfahren
würde. Wie bei den Grünen üblich, heuchelt man die
große Empörung, während derweil alles beim Alten
bleibt.
Immerhin bekomme Palmer nach eigenen Aussagen
jetzt ,,mehr Zuspruch„ und ,,Unterstützung von Grü –
nen-Mitgliedern„ als je zuvor. Sichtlich scheuen die
Grünen eher die offen Diskussion über die Themen,
die Palmer anspricht, als den Politiker selbst. In der
vorherrschenden heuchlerisch verlogenen Doppel –
moral grüner Politik ist nichts schädlicher als die
Wahrheit! Von daher kann sich Boris Palmer dessen
vollkommen sicher sein, dass es zu keinem Partei  –
ausschlussverfahren gegen ihn kommen wird.