Aus der Geschichte lernen: Wie man sich in den Krieg hineinlügt

Vielleicht sollte die Regierung Scholz einmal einen
Blick in die Geschichte ihres geliebten Verbündeten
USA werfen, wie diese durch Roosevelt in den Zwei-
ten Weltkrieg hineingelogen worden.
Auch die USA hatten vor ihrem Kriegseintritt Sank-
tionen gegen Deutschland und Japan verhängt. Am
10. Januar 1941: Einbringung der Gesetzesvorlage
für das Pacht – und Leihabkommen im US-ameri –
kanischen Kongreß. Obwohl nur im November 1940
nur 15 Prozent der Bevölkerung der USA für eine Be-
teiligung der USA am Krieg gegen Deutschland und
die Italien ausgesprochen, setzte US-Präsident Roo-
se velt den An Act to Promote the Defense of the Uni-
ted States durch, obwohl es de facto auf eine Kriegs-
erklärung hinauslief. Der Act wurde im Februar 1941
vom Kongreß verabschiedet und trat am 11. März in
Kraft. Neben der Sowjetunion, die Kriegsmaterial im
Wert von 11 Milliarden erhielt, gingen an Großbritan –
nien Lieferungen im Werte von 31,4 Milliarden Dol-
lar. Auch an Frankreich, beziehungsweise dessen Ko-
lonien, die noch Widerstand gegen die Achsenmächte
leisteten. Es folgten China, die südostasiatischen Au-
ßenposten der Niederlande, Griechenland, Belgien,
Norwegen und weitere 28 Staaten, wobei sich die Ge-
samtsumme der Lieferungen in alle Welt auf 48,4 Mil-
liarden Dollar belief. So erhielt zum Beispiel die Sow-
jetunion ab Sommer 1941 14.795 Kampfflugzeuge,
7.056 Panzer, 8.218 Flak-Geschütze, 131.633 Ma-
schinengewehre, 428.000 Kraftfahrzeuge, 13.000
Lokomotiven und Güterwagen, 90 Frachtschiffe
und 302 U-Bootjäger oder Torpedoboote. Dazu
noch 15,4 Millionen Armeestiefel, 2,5 Millionen
Tonnen Stahl, 728.000 Tonnen Nichteisenmetalle,
3,2 Millionen Tonnen Chemikalien, 1,5 Millionen
Kilometer Telefonkabel, 35.000 Funkstationen so –
wie 30 Prozent aller benötigten Reifen und Spreng-
stoffe, 56 Prozent des neu verlegten Schienenmate-
rials, 58 Prozent des Flugbenzins und mehr als vier
Millionen Tonnen Lebensmittel.
Es gehört also zu den weiteren großen Lügen der
USA, dass man bis zum Überfall auf Pearl Habor
nur eine auf Zivile umgestellte Wirtschaft beses-
sen habe und habe erst eine Militärindustrie aus
dem Boden stampfen müsse. Man konnte also
durchaus schon im Januar 1941 Waffen ans
Ausland liefern!
Und erinnert diese Politik der Waffenlieferungen
während es dem eigenen Militär an allem fehle, ob-
wohl man mit die größten Waffenproduzenten im
eigenen Lande hat, nicht sehr stark an die gegen-
wärtige Politik der Regierung Olaf Scholz?
Bereits am 29. Januar 1941 verhandelten Roose-
velt und Churchill im Geheimen über einen Kriegs-
eintritt der USA. Beginn geheimer britisch-US-ame-
rikanischer Besprechungen in Washington über
eine gemeinsame Kriegführung für den Fall eines
US-amerikanischen Kriegseintritts.
Am 15. März 1941 verspricht in den USA der Präsi-
dent Roosevelt den europäischen Demokratien
seine Hilfe.
Am 27. März 1941: Die US-amerikanisch-britischen-
kanadischen Stabsbesprechungen in Washington füh-
ren zur Festlegung einer grundsätzlichen strateg –
ischen Konzeption für den Fall eines Kriegseintritt
der USA, dem ´´ ABC-1 Staff Agreement „.
Am 9. April schließt der US-Außenminister Cordell
Hull ( *1871 -†1955) mit dem dänischen Gesandten
in den USA, Henrik Kauffmann ( *1888 -†1963 ) das
Kauffmann-Hull-Abkommen, das den USA als Schutz-
macht quasi die Besetzung Grönlands zubilligte. Am
7. Juli treffen in Island die ersten US-Truppen ein und
verstärken die dortigen britischen Truppen. Die US-
amerikanische 1.Marine-Corps-Brigade landet in Rey-
kiavik und löst die dortige britische Besatzung ab.
Am 27. April: Abschluß einer britisch-australisch-nie-
der ländische Planungskonferenz in Singapore zum
Aufbau einer Verteidigung des malayisch-indones-
ischen Raumes unter Teilnahme US-amerikanischer
Beobachter.
Am 6. Juni 1941 erläßt die in den USA die Regierung
ein Gesetz, dass es ermöglicht fremde Schiffe in US –
amerikanischen Häfen zu beschlagnahmen.
Am 15. Juni beginnt die USA mit Patrouillen in der
´´ Neutrality Zone „, die von den brasilianischen
Stützpunkten Recife und Bahia bis zum 20° südl.
Breite reicht.
Am 26.Juli verhängen die USA ein Embargo gegen
Japan : Als Antwort auf den japanischen Einmarsch
in Südchina am 24. Juli erfolgt die Einfrierung der
japanischen Guthaben in uSA, GB, und Niederländ-
isch-Indien, dies bedeutete ein Exportembargo für
Erdöl und Kautschuk. Japan blieb nur der Verzicht
auf die Vorherrschaft und Rückzug aus China oder
die Flucht nach vorn. Am gleichen Tag beschließen
die USA die militärische Aufrüstung der Philippinen.
Am 30.Juli schicken die USA einen Unterhändler in
die Sowjetunion, um über die Lieferung von Kriegs-
material zu verhandeln Stalin empfängt den Sonder-
beauftragten Roosevelts, Hopkins, der die Bereit-
schaft der USA ausdrückt, der UdSSR Waffen zu
liefern.
Am 1. August verbietet Präsident Roosevelt in den
USA den Export von Öl und Flugbenzin in Länder
außerhalb des britischen Machtbereiches und der
westlichen Hemisphäre. Davon werden besonders
die umfangreichen japanischen Einfuhren betrof-
fen.
Am 9.August treffen sich der US-Präsident Roose-
velt und Churchill an Bord des britischen Schlacht –
schiffes ´´ Prince of Wales „ und des Schweren US-
Kreuzers ´´ Augusta „ in der Argentia-Bucht vor
Neufundland. Proklamation der ´´ Atlantik-Charta „
( 9. – 12.8. ). Auf der Atlantikkonferenz in der Bucht
von Placentia ( Newfoundland, Canada) prallen die
unterschiedlichen Ansichten der westlichen Alliier-
ten bezüglich der zukünftigen Kriegsführung gegen
Deutschland aufeinander. Während Roosevelt einen
Schlag aller Heereseinheiten vom Westen aus bevor-
zugt, plädiert Churchill dafür, Deutschland durch
Blockade und durch Angriffe von der gesamten Peri-
pherie sowie durch einen strategischen Bombenkrieg
zu besiegen. Die ´´ Atlantik-Charta „, in der sich
Churchill und Roosevelt zu gemeinsamen, allgemei-
nen Kriegszielen bekennen, wird am 14.8. veröffent-
licht.
Am 14. August 1941 beschließt in den USA das Parla-
ment die Verlängerung der Wehrdienstzeit um 18
Monate auf viereinhalb Jahre mit einer Stimme
Mehrheit.
Am 11.September erläßt US-Präsident Roosevelt die
Shoot-on-Sight-Order ( Schießbefehl ) gegen Schiffe
des Deutschen Reiches und der Achsenmächte, die
in Sicherheitsgebiete der USA eindringen.
Am 17. September übernehmen die USA mit der US
Task Group TG. 4.1.1 erstmalig mit US-Zerstörern
die Sicherung eines britischen Konvois im mittleren
Nordatlantik. Gemäß den Beschlüssen der Atlantik-
Konferenz wird die Kontrolle aller Operationen west-
lich des 26. Längengrades auf den US COMINCH
( Commander-in-Chief ) in Washington übertragen,
die Operationen östlich des 26. Längengrades bleiben
unter der Kontrolle der Admiralität in London. Die
US Task Force TF.4 ( KAdm. Bristol ) übernimmt von
Argentia ( Neufundland ) und Hvalfjord ( Island ) die
Sicherung der HX- und ON-Konvois auf der Nordatlan –
tik-Route zwischen Neufundland und Island. Die lang-
samen SC – und ONS-Konvois im gleichen Seegebiet
werden gesichert durch die kanadische ´´ Newfound-
land Escort Force „ ( KAdm. Murray ). Östlich des 26.
Längengrades übernehmen britische Sicherungsgrup-
pen.
Am 22. September läßt die britische Regierung zum
Beweis ihrer Bündnistreue alle in dieser Woche produ –
zierten Panzer direkt in die Sowjetunion transportieren.
Der britische Kreuzer ´´ London „ bringt eine britisch-
US-amerikanische Delegation mit Lord Max Aitken Bea-
verbrook ( *1879 -†1964 ) und W. Averell Harriman ( *
1891 -†1981 ) von Scapa Flow nach Arkhangelsk zu ei-
nem Treffen mit der sowjetischen Regierung in Moskau
( 22. – 27.9. ).
Am 29.September 1941 verpflichten sich die USA und
Großbritannien auf der ersten Dreimächtekonferenz in
Moskau, der UdSSR Kriegsmaterial zu liefern und er-
halten dafür strategische Rohstoffe.

Kommt ihnen dies alles nicht 2022 sehr bekannt vor?
Erst Sanktionen, dann Waffenlieferungen ab Januar
1941, Öl-Embargo, Schutzerklärungen für die Nachbarn
der kriegsführenden Staaten und schon im Dezember
1941 befand sich die USA dann tatsächlich im Krieg!