Wenn man zum Gesicht einer Regierungskampagne wird

Ob Günther Jauch oder Uschi Glas, sie bekommen
plötzlich mehr Aufmerksamkeit und Post als sonst
in ihrer Karriere. Galt Günther Jauch sozusagen zu –
vor als die Schlaftablette im TV-Showgeschäft, ist
er nun angesichts der vielen Zuschriften total über –
rascht ,, dass es so viele sind“.
Aber die Freude währte nur sehr kurz, denn bedingt
durch die Corona-Zwangspause, hatte Jauch genü –
gend Zeit sich durch seine Post zu arbeiten und da –
bei musste er ernüchtert feststellen, dass es sich
hierbei zum aller größten Teil nicht, wie erhofft,
um Autogrammwünsche handelte.
Denn nun erst begriffen es Jauch und Glas, was
es heißt das Gesicht einer Regierungskampagne
zu sein!
Auch Uschi Glas bekam nämlich nun Zuschriften,
wie sie es in ihrer gesamten Karriere noch nie er –
lebt hatte und damit wurde ihr deutlich mehr Auf –
merksamkeit geschenkt als bei all ihren Kosmetik –
produkten, ganz gleich auch, wie viel diese taugten.
Mittlerweile habe sie aufgehört diese Mitteilungen
zu lesen, so viele sind es.
,, Wenn du merkst, du hast ein ganz komisches Ge –
fühl: Mach es nicht „ hatte sie zuvor noch in einem
Interview erklärt, aber bei der Impfkampagne dann
doch nicht auf ihr Bauchgefühl gehört. ,, Dass sie da –
nach nicht nur positive Reaktionen erreichen würden,
war der Schauspielerin vorher bewusst „ heißt es da –
zu in der Presse. Da hätte sie sich als Schauspielerin
wohl besser auf ihre Rolle einstellen und vorbereiten
sollen, zumal wenn man wie sie schon 55 Jahre im
Geschäft ist!
In modernen Zeiten, wo im Netz praktisch alles für
die Ewigkeit konserviert wird, sollte man sich eben
schon sehr genau überlegen, für was man sein Ge –
sicht und seinen Namen hergibt. Oder sind etwa die
Zeiten, in denen sich Künstler zum Staat bekennen
mussten, um noch eine Anstellung zu bekommen,
doch noch nicht vorbei?