Im Humus der Halbwahheiten

In der ,,Zeit„ hat der Literarturwissenschaftler Jan
Süselbeck das wöchentliche Herziehen dieses Blattes
über Verschwörungstheoretiker übernommen, weil
alle anderen Journalisten des Blattes schwer an der
Instrumentalisieruung des Jahrestages von Hanau
beschäftigt. Unter der Vorspiegelung einer Buchbe –
sprechung arbeitet Süsselbeck das Thema reichlich
schwach ab.
Natürlich kann er mit konkretem also etwas Fassbaren
aus Deutschland nicht aufwarten. Also kommt er uns
wie schon Dutzende seiner Zunft zuvor wieder mit den
Ritualmorden an Kindern von QAnon daher. Diese Ge –
schichte ist inzwischen so abgedroschen, dass sie wahr –
scheinlich nur noch von buntdeutschen Journalisten,
die in konspirativen Treffen im Kanzleramt ihre An –
weisungen erhalten, was sie in ihren Schmierblättern
zu verbreiten haben.
Sichtlich ist das ewige Herumtrampeln auf ein und
derselben QAnon-Verschwörung, die noch nicht ein –
mal aus Deutschland stammt, mittlerweile ein fester
Bestandteil solcher Auftragsarbeiten. Zugleich auch
ein Armutszeugnis einer Journaille, die über etwas
berichten muss, von dem man viel zu dumm ist, um
darüber echte Recherchearbeit zu tun.
Sichtlich lautet der Parteiauftrag unbedingt alle in
einem Topf zu werfen, so wie man schon aus jeden
Protestler gegen die Corona-Maßnahmen gleich ei –
nen Rechten gemacht.
Zugleich spricht aus diesen Auftragsarbeiten aber
vor allem die Existenzangst einer Journalistengilde
die sich mit stark tendenziöser Berichterstattung im
Auftrag der Bundesregierung dahin gelogen, dass in
Deutschland ihnen kaum noch jemand etwas Glauben
schenkt und sich lieber im Internet informieren. Von
daher wird nun im Wochentakt vor den Meldungen in
den Sozialen Netzwerken gewarnt und über Verschwör –
ungstheorien berichtet. Da man diese unbeholfenen Ver –
suche sich ihrer Konkurrenz zu entledigen, sofort durch –
schaut, schon weil alle, wieder und wieder mit der Kin –
dermordritualen von QAnon anfangen.
Dabei scheuen sich die Journalisten zwanghaft doch
einmal ein paar angebliche Verschwörungstheorien
aus Deutschland wirklich zu nennen. Schon weil zu
befürchten ist, dass die Leser diese für weitaus glaub –
würdiger halten als die Nachrichten der sogenannten
,,Qualitätsmedien„.
Wie aber berichtet man über ein Thema, von dem man
a) keine Ahnung hat, b ) über das man zu dumm oder
zu faul um das Thema richtig zu recherchieren, und c )
es sich um eine ungeliebte Auftragsarbeit aufgebrummt
vom Redakteur handelt.
Also schreibt man möglichst viel Mist und bloß nichts
Konkretes. Darin ist Jan Süselbeck ein Meister. Wie
immer in solchen Auftragsarbeiten, wird, wegen feh –
lenden Fachmangel und aus Faulheit irgend ein Poli –
tologe, Soziologe oder ein selbsternannter Extremis –
musforscher befragt. Typischer Bestandteil so einer
Auftragsarbeit!
Auch Süselbeck wartet szenetypisch damit auf. So ist
es bei ihm die Baseler Professorin Nicola Gess ist Lei –
terin des vom Schweizerischen Nationalfonds finan –
zierten Forschungsprojekts zum Thema „Halb-Wahr –
heiten. Wahrheit, Fiktion und Konspiration im ‚post –
faktischen‘ Zeitalter“. Mit anderen Worten eine regier –
ungsnahe Wissenschaftlerin!
Sichtlich musste Süselbeck hier auf eine Schweizerin
zurückgreifen, weil alle sonstigen Erklärbären, die da
so an deutsche Universitäten und Instituten herum –
lungern, schwer damit beschäftigt waren, den Jahres –
tag von Hanau abzuarbeiten und die Tat eines stark
psychisch-kranken Täters im Auftrag der Bundesre –
gierung zu instrumentalisieren, damit man so einen
Vorwand hat, um die Opposition im Lande aus den
Sozialen Netzwerken zu löschen, zu sperren und zu
bestrafen. So fehlt dieses Mal ungewöhnlich für so
eine Auftragsarbeit der typische Kommentar so ei –
nes Politologen
Die schweizer Literaturwissenschaftlerin Nicola
Gess springt also mit der größten Bereitwilligkeit
in die Bresche. Schon weil sie gerade ein neues
Buch am Start hat, dass sich ohne solch Schleich –
werbung in Zeitungen, wahrscheinlich ebenso gut
verkaufen lassen wird, wie der literarische Erguss
von Heiko Maas! Wahrscheinlich verkaufen sich
Süsselbecks eigene Werke auch nicht viel besser,
da er dazu gezwungen sein Einkommen als freier
Journalist mit derlei Artikel aufbessern zu müs –
sen!
Allerdings war Gess wohl in Eile, und nur wegen
der Werbung für ihr Buch ,, Halbwahrheiten. Zur
Manipulation von Wirklichkeit„ bereit, Süselbeck
Artikel mit oberflächlichen Sympton-Forschungs –
ergebnisse zuzukleistern. Den Rest fantasiert so –
dann Süselbeck selbst hinzu: ,, Anhand von Gess’
Thesen liegt die Vermutung nahe, dass die Hor –
rorgeschichten der Schwarzen Romantik, die Ger –
manistinnen seit 1945 eher nur als filigrane lite –
rarische Frühwerke des Schauer-Genres interpre –
tierten, vom Publikum des frühen 19. Jahrhun –
derts aber eben nicht nur als fantastisch, son –
dern zugleich als hochgradig emotionalisierende
Halbwahrheiten rezipiert wurden „. Ja, wo es
sichtlich an jeglichem Wissen fehlt, da müssen
eben ,,Vermutungen„ herhalten! Nach solch
einer Vermutung ist Süselbecks Kopf gleich wie –
der leer und diese Leere füllt er mit einer weite –
ren Anreihung von Verschwörungstheorien aus
den USA, die er wild durcheinanderwürfelt, bis
sie sein krudes Weltbild bestätigen. Das Ganze
noch mit einer Prise Antisemitismus gewürzt,
nämlich mit der uralten Geschichte, dass man
immer dem Juden die Schuld gebe. (Immerhin
schreibt Süsselbecke als freier Journalist für
die ,,Jüdische Allgemeine„, und so ist es fast
wie Eigenwerbung ).
Damit ist genau dass, was Süselbeck seinen ima –
ginären Gegnern unterstellt, der ,, Humus von
Halbwahrheiten „, um diesen ,, Die Zeit„-Ar –
tikel reicher!

Manipulation der Medien mit sogenannten Faktencheckern

Wie läuft staatliche Meinungsmache in den Medien in
Corona-Zeiten? Schauen wir uns dazu den Artikel in
der ,,Süddeutschen Zeitung„ ,,Corona-Falschmeldun –
gen erreichen ein Millionenpublikum„ an. Darin wird
Stimmung gegen den Mediziner Wolfgang Wodarg und
den Mikrobiologen Sucharit Bhakdi gemacht.
Zunächst wird den beiden abgesprochen in Sachen Co –
rona Experten zu sein.
Dagegen werden uns als ,,Experten„ verkauft: ,, die
Recherche-Organisation Correctiv und Medien wie das
ZDF, die Welt, der Spiegel und der Bayerische Rund –
funk „. Wer von diesen ,,Experten„ hat denn Medi –
zin studiert oder ist Virologe? Immerhin werden uns
dieselben ja als ,,professionelle Faktenprüfer„ ange –
priesen!
In der ,,Süddeutschen„ selbst sind Simon Hurtz und
Hannes Munzinger alles andere als dazu fähig, dass,
was Wolfgang Wodarg und Sucharit Bhakdi sagen zu
widerlegen. Daher bedienen sich diese Journalisten
eines im Deutschen Schweinejournalismus weiterver –
breitetem Kunstgriffes, der in fast jedem Aufbau eines
Berichtes über die sogenannten ,,Verschwörungstheo –
retiker„ und ,,Corona-Leugnern„ bedient.
Zuerst wird ein angeblicher ,,Experte„ zitiert, im üb –
lichen Schweinejournalismus zumeist ein Politologe
und Soziologe oder ein Rechtsextremismusforscher,
in diesem Fall ist es der Datenanalyst Philip Kreißel,
welchem diese Rolle zugeteilt. Ist Kreißel etwa Medi –
ziner oder Virologe? Wie derselbe zu seinem ,,Fach –
wissen„ gelangt, erfahren wir nicht. Sein Name also
dient ausschließlich dazu einen sogenannten ,,Exper –
ten„ zur Hand zu haben, um ,,glaubwürdiger„ zu
wirken. Ob und wie oder überhaupt Philip Kreißel
nun die Videos von Wolfgang Wodarg und Sucharit
Bhakdi selbst widerlegt hat, erfahren wir nicht.
Sodann, da man wie gesagt die Eigentlichen nicht zu
widerlegen vermag, erfolgt der eigentliche Kunstgriff,
indem man irgendwelche Verschwörungstheorien aus
dem Netz, wie ein Kaninchen aus dem Hut hervor zau –
bert und sich an diesen dann gehörig abarbeitet.
Geht es gegen die sogenannten ,,Verschwörungstheo –
retiker„ ist es zumeist, – ich habe dies schon öfter er –
wähnt -, zumeist die Story mit den Ritualmorden an
Kindern. In diesem speziellen Fall gehen die Autoren
willkürlich vom eigentlichen Thema zu den Verschwör –
ungstheorien über G5-Mobilfunkmasten.
Dann wendet man sich den sogenannten ,,Faktenprü –
fern„ zu. Natürlich erfahren wir auch hier nicht im
Mindesten, was nun an den Berichten von Wolfgang
Wodarg und Sucharit Bhakdi angeblich nicht stimme.
Statt dessen erfolgt hier, – klarer Fall von Thema kom –
plett verfehlt -, eine Beschreibung der ,,Arbeit„ dieser
,,Faktenchecker„. So erfahren wir darüber: ,, Die Ein –
schätzung, ob ein Video oder Artikel falsche Darstellun –
gen transportiert, liefern professionelle Faktenprüfer.
Bei Correctiv und der Deutschen Presseagentur gibt es
spezialisierte Redaktionen, die ausschließlich solche Fak –
tenchecks publizieren. Dafür erhalten sie mitunter Geld
von Facebook: Das Unternehmen unterstützt weltweit
Medienpartner, damit diese Beiträge überprüfen, die
auf der Plattform geteilt werden „. Selbstredend er –
fahren wir an dieser Stelle nicht warum diese ,,Fakten –
checker„ nie die Artikel der Medien überprüft, mit
denen sie so eng kooperieren. Und ,,professionell
ist dabei relativ, wenn man etwa die Faktenchecks
des oben erwähnten ,,SPIEGEL„ in Bezug auf die
eigenen Veröffentlichung eines Class Relotius in
Erwägung zieht!
Auch das Interview mit Till Eckert, einer der Redak –
teure, die für Correctiv Fakten prüfen, ist da wenig
hilfreich. Auch Eckert weicht, zwar szeneüblich aber
wenig geschickt, der Frage aus, was denn nun die
Videos von Wolfgang Wodarg und Sucharit Bhakdi
für Falschmeldungen enthalten. Statt dessen ver –
weist er völlig willkürlich einfach irgendwelche an –
dere Videos und ,, vermeintliche Experten auf You –
tube, aus völlig fachfremden Bereiche„. Sichtlich
ist der ,,Experte„ Eckert nicht imstande die Videos
von Wolfgang Wodarg und Sucharit Bhakdi zu wi –
derlegen, dass er so ausweichen muss! Infolge des –
sen stöhnt Eckert lieber über seinen Job: ,, Die Bei –
träge säen Zweifel, sind aber schwer zu überprüfen„.
Wahrscheinlich auch deshalb, weil der Faktenprüfer
selbst kaum über medizinisches Fachwissen verfügt.
Im Fazit ist der Artikel von Simon Hurtz und Hannes
Munzinger, mit samt ihren ,,Experten„ und ,,Fakten –
prüfer„ einfach nur peinlich, indem man zu den üb –
lichen Kniffs greift, indem man ,,Experten„ zitiert
und auf ,,Studien„ verweist, um damit Glaubwürdig –
keit da zu erzeugen, wo jegliches Fachwissen fehlt!
Noch peinlicher ist es, dass weder Simon Hurtz, Han –
nes Munzinger, auch nicht mit Hilfe solcher ,,Exper –
ten„ wie Till Eckert, Philip Kreißel sowie des Reu –
ters-Instituts für Journalismusforschung, sich auch
nicht ansatzweise dazu befähigt sehen auch nur eine
einzige Behauptung von Wolfgang Wodarg und Such –
arit Bhakdi vorzubringen und diese hier öffentlich zu
widerlegen.
Von daher bleibt es bei der bloßen Behauptung, dass
Wolfgang Wodarg und Sucharit Bhakdi da angeblich
Falschmeldungen über Corona verbreiten.
So bekommen die Leser langsam einen sehr guten
Eindruck davon, wie die Arbeit solcher Faktenprüfer
in Wahrheit aussieht. Das Ergebnis jedenfalls ist in
jeder Hinsicht mehr als armselig!