Der Tod der deutschen Krimiserie

Sichtlich scheinen in der Ersten Reihe eine ganze Reihe
von talentbefreiten Regisseuren und Drehbuchautoren
schwer damit beschäftigt dem deutschen Krimi den
Todesstoss zu versetzen.
Hatte sich der Zuschauer schon nur schwer an die neue
Generation von Fernseh-Kommissaren – und Ermittler
gewöhnt, die hölzerner aggieren als die Majonetten
der Augsburger Puppenkiste und so lustlos als wäre
ihr Schauspielen eine Zwangsmaßnahme der Bundes –
agentur für Arbeit für einem seit Jahrenzehnten von
HartzIV. lebenden Schauspieler, so dass so mancher
Zuschauer bereits Tränen in den Augen haben, wenn
sie sich an Derrick und Schimanski erinnern, so scheint
nun dem Zuschauer eine neue GEZ-Gebühren gestützte
Schauspieler-ABM bevorzustehen. In ihrer vollkommen
talentbefreiten Einfallslosigkeit versucht man nämlich
billig bei US-Serien abzukupfern. So taucht nun schein –
bar in nahezu jeder Krimiserie so ein skuril und witzig
wirken sollender Gerichtsmediziner auf, der oft genug
von nur unfreiwillig komischen Schauspielern verkörpert,
denen sichtlich zum Ermittler und Kommisaar-Darsteller
jegliches Talent fehlt. Derlei so lustlos vor der Kamera
den lustigen Gerichtsmediziner soll allen Krimifans auf –
zeigen, das Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Für
diese Darsteller ist ein ausgeschalteter Bildschirm zu –
gleich auch der Höhepunkt an Schwarzem Humor. So
nehmen es immer mehr Zuschauer wörtlich, endlich
einmal abzuschalten.